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Frohes Fest!

picjumbo.com_HNCK0392Wieder einmal schaue ich auf den Kalender. Wieder ist der 24.12, der Heilige Abend, gefolgt von zwei Feiertagen. Und seitdem ich blogge, wünsche ich auch den Lesern da draußen irgendetwas. Doch was wünsche ich eigentlich? Lesen nicht viele verschiedene Leute mit, sodass die Auffassung über Weihnachten unterschiedlicher nicht sein könnte? Wie spricht man alle richtig an, wie drückt man wirklich das aus, was man allen Menschen wünscht? Wirklich Gedanken, die ich mir so mache.  Eigentlich könnte ich schreiben: „macht euch feine zweieinhalb Tage“ und fertig.

Doch Weihnachten sind für viele nicht immer zweieinhalb feine Tage, sondern Tage wie jeder andere – oder schlimmer. Jeder hat da so seine eigenen Erinnerungen. Schnee. Familie. Leckeres Essen. Vielleicht auch Geschenke. Ich konnte lange Jahre dem Weihnachtsfest nichts abgewinnen – und das geht vielen sicherlich auch so. Aber Dinge ändern sich im Leben. So auch Ansichten zu bestimmten Dingen.

Ich lebte in den ersten Jahren meines Lebens bei meiner Oma. Der Part meines Lebens, in dem ich Weihnachten als schön empfand – wie dies hoffentlich bei allen Kiddies so ist. Es folgte der Teil meines Lebens, der nicht so geil war und so habe ich über lange Jahre den freien Tagen rund um Weihnachten nichts abgewinnen können. Es war für mich eine grausame Veranstaltung, die nur dadurch besser wurde, dass ich mich mit Freunden traf, die eine ebenso zerballerte Kindheit hatten, wie es bei mir der Fall war. Ich war der Weihnachts-Hasser und es gab keine Aussicht auf Besserung.

Doch prinzipiell kann es so einfach sein, Weihnachten zu genießen – unabhängig davon, was man von dem Fest als solches hält. Man muss / kann sich nur mit Menschen umgeben, mit denen man auch wirklich Zeit verbringen will. Das muss nicht zwingend die Familie sein. Das können Freunde oder Fremde sein. Hauptsache die verbrachte Zeit ist gut und gerne genutzt. Kein Muss.

21 war ich als ich meine jetzige Frau kennenlernte – das ist nun schon über 17 Jahre her. Sie mag Weihnachten über alles und so kam ich in Berührung mit Menschen, die das Ganze halt anderes sahen als ich. Und nein, das muss keine schlechte Erfahrung sein.

Wenn man mit der Einstellung reingeht, dass man sich mit lieben Menschen trifft, mit diesen eine entspannte Zeit verbringt, dann ist das toll. Weniger toll ist es, wenn man diese Freundlichkeit nur heuchelt und man sich selber nur von Stunde zu Stunde quält, weil man gar keinen Bock auf das Ganze hat. Letzten Endes kam Weihnachten erst richtig im letzten Jahr zurück in mein Leben. Das erste Weihnachten mit meinem Sohn Max, der dieses Jahr zu Weihnachten kurz vor seinem zweiten Geburtstag steht.

Ein kleiner Mensch, der es allerdings schon faustdick hinter den Ohren hat. Und ein kleiner Mensch, dem ich von Anfang an schöne Erinnerungen in seinem Leben schenken will – es muss ja nicht unbedingt so werden, wie es bei mir der Fall war. Ihn glücklich zu sehen ist nicht nur zu Weihnachten mein größtes Geschenk. Aber er ist der Grund, warum ich Weihnachten wieder etwas mehr mag. Zweieinhalb Tage, die ich einfach mal mit meiner kleinen Familie genießen kann.

Gemeinsame Zeit (oder Zeit für sich) kann man nicht kaufen, wohl aber anderen und sich selber schenken. Wenn wir das verinnerlichen, dann haben wir vielleicht auch Weihnachten und vieles andere verstanden.

Wie initial erwähnt: andere haben auf Weihnachten gar keinen Bock und auch das muss den Menschen erlaubt sein. Ist halt so. Ich kann da wirklich jeden voll verstehen. Ob aus privaten Gründen oder religiösen – ist halt so. Und so kann ich halt nur abschließen, wie ich es schon in der Vergangenheit hier gemacht habe:

Vor uns liegen Feiertage, die soll jeder so nutzen, wie er mag. Ob klassisches Weihnachtsfest, 48 Stunden Konsolen- oder TV-Marathon oder auch Disco, Disco, Disco – jeder soll die Zeit so verbringen wie er mag. Einfach mal entschleunigen und schon einmal tief Luft holen – denn das neue Jahr liegt schon wieder vor uns.

Ich für meinen Teil – und ich denke, ich kann da auch im Namen meiner Mit-Autoren sprechen – wünsche euch von Herzen ein verdammt tolles Weihnachtsfest. Und ja, auch ein verdammt gutes Chanukka oder allgemein nur ein paar gute Tage. Sucht euch was aus.

Besonders tief ziehe ich meinen Hut auch in diesen Tagen wieder vor all jenen, an die man eigentlich viel häufiger denken sollte. An alle flotten Geister, die auch an Feiertagen alles am Laufen halten. Die Altenpfleger, die Ärzte, die Helfer, die Feuerwehr, die Freiwilligen oder generell die, die irgendwo heute Dienst schieben müssen oder wollen. Danke!

Frohes Fest!

(da wir nicht aus unserer Haut können als Blogger: das Team und ich haben noch schöne Beiträge für euch vorbereitet, Anleitungen, Testberichte…)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Ein Frohes Fest an alle Aktiven hier und vielen Dank für viele wertvolle und interessante Beiträge!

  2. Danke, dass es trotz Weihnachtsruhe hier Lesefutter geben wird!

  3. Hi Caschy, wünsche Dir, Deiner Familie und Deinem Blogger-Team frohe und erholsame Festtage.

  4. Ich wünsche euch – dir, deiner Familie und Team – sich ein paar besinnliche Tage!

    Es freut mich zu lesen, dass Weihnachten nach einer Zeit, in der es dir nichts bedeutet hat, nun wieder an Bedeutung gewonnen hat.
    Mir sind solche Erfahrungen glücklicherweise erspart geblieben.

    Unabhängig davon bedeutet für mich schon seit einigen Jahren Weihnachten eine schöne und ungezwungeneZeit mit der Familie zu haben. Dabei geht es mir allerdings gar nicht um den Anlass Weihnachten, sondern einfach um ein ehrlich friedliches Miteinander der Familie. Denn wie du sehr treffend beschrieben hast, kann einem diese Zeit niemand wieder geben. Genau so wenig, wie die verpasste Chance, diese Zeit dazu zu nutzen. Es wird der Tag kommen, an dem man ein solches Fest zukünftig ohne die eigenen Großeltern, irgendwann auch die eigenen Eltern, feiern wird.
    Man wird anderseits vielleicht – oder ist es bereits – selbst Eltern, dann gar Großeltern und erhält damit die Chance, seinen Kindern und Enkelkindern eben diese Freude zu bereiten, von der du sprichst. Damit wird man selbst also auch diese Perspektive kennenlernen dürfen.
    Persönlich möchte ich alle diese zukünftigen – hoffentlich – glücklichen Momente nicht verpassen. Ich kann für mich sagen, dass ich weiß, ich würde es bereuen.

    In diesem Sinne
    wünsche ich allen, die das hier lesen, ein paar Festtage, an die sie sich gerne zurück erinnern!

  5. Du bist schon ein verdammt außergewöhnlicher und liebenswerter Mensch, den sehr schätze. Dir, deinen Lieben und deinem Team die besten Wünsche – Reinhard

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