Im Streaming-Markt passiert derzeit einiges: Konzentrierte sich bisher das Angebot an Filmen und Serien im Wesentlichen auf Amazon Prime Video und Netflix, so drängen nun viele neue Anbieter auf den Markt – von Apple TV+ und Disney+ bis hin zu NBC Universal und Warner Bros. mit jeweils eigenen Diensten. Letztere schicken ab 2020, zunächst in den USA, HBO Max ins Rennen. Spannend: Während man dort seinen Content, teilweise exklusiv, bündeln will, verfolgt man für Europa noch eine andere Strategie. So hievt man etwa den Sitcom-Dauerbrenner „Friends“ hierzulande zu Amazon Prime Video.
Offenbar arbeitet man seitens Warner aktuell lieber mit Amazon Prime Video als mit Netflix zusammen. Denn wenn Amazon stolz verkündet, dass „Friends“ ab dem 14. November exklusiv via Prime Video zur Verfügung stehe, bedeutet das den Abschied von Netflix, wo die Serie bisher noch abrufbar gewesen ist. Netflix-Abonnenten müssen also bald Abschied nehmen von Ross, Rachel, Chandler, Joey, Phoebe und Monica.
Friends umfasst 10 Staffeln mit insgesamt 236 Episoden. In den Hauptrollen sind Jennifer Aniston (Rachel), Courteney Cox (Monica), Matthew Perry (Chandler), Matt LeBlanc (Joey) und David Schwimmer (Ross) zu sehen. Die Comedy-Serie inspirierte viele nachfolgende Serien wie etwa auch einen meiner Favoriten: „How I Met Your Mother“.
Mit „Friends“ bin ich nie so recht warm geworden, aber da geht es vielen von euch sicherlich anders. Ich finde ganz interessant, dass Warner Bros. offenbar die Zusammenarbeit mit Amazon Prime Video aktuell bevorzugt. Denn während etwa „Titans“, das in den USA exklusiv bei DC Universe läuft, in Europa zu Netflix wanderte, schob man später auch schon das Spin-Off „Doom Patrol“ lieber zu Amazon Prime Video rüber. Ob das Zufall ist oder sich da ein Trend abzeichnet, sollte man mal beobachten.
