Fraunhofer Cingo bringt Surround-Klang für Google Nexus 7 und Nexus 10

Bereits gestern berichteten wir über die Audio-Funktionalitäten des neuen Nexus 7. Dieses hat bekanntlich Stereolautsprecher und wird über einen virtuellen Surround-Sound verfügen. Realisiert wird das Ganze von den Pionieren der komprimierten Musik, dem Fraunhofer Institut. Cingo ist dabei eine neue Audiotechnologie der mp3-Erfinder vom Fraunhofer IIS und soll realistischen Rundumklang auf Tablets und Smartphones ermöglichen.

Nexus 7 2013

Das weltweit erste Gerät, das Cingo nativ unterstützt ist das Nexus 7 von Google. Für das Nexus 10 wird Fraunhofer Cingo über ein Softwareupdate erhältlich sein. Für optimale Klangergebnisse kombiniert Fraunhofer Cingo mehrere Technologien. Diese beinhalten neben dem Herzstück, dem virtuellen Rundumklang, einen Lautstärkeoptimierer und eine Klangregelung, die dem Gerät und den Kopfhörern angepasst werden kann.

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Damit soll sowohl Surround- als auch Stereo-Material überzeugend räumlich wiedergegeben werden. Optimale Möglichkeiten, um Surround-Sound auf mobile Geräte zu übertragen, bietet der Multikanal-Audiocodec High Efficiency AAC (HE-AAC). HE-AAC wurde ebenfalls vom Fraunhofer IIS mitentwickelt und ist heute einer der effizientesten Audiocodecs für Stereo- und Surround-Sound. Nutzer eines Nexus 7 oder Nexus 10 haben nun erstmalig die Möglichkeit, HE-AAC codierte Filme mit Stereo und 5.1 Ton im Google Play Store zu erwerben.

HE- AAC ist bereits in über fünf Milliarden Geräten zu finden und wird nativ von weit verbreiteten Betriebssystemen wie Android, iOS und Windows unterstützt. Das Fraunhofer IIS vertreibt Cingo als fertige Software-Implementierung für Hersteller von mobilen Geräten, für Chipsatz-Hersteller und für Anbieter von Multimedia- Diensten. Um sich vom Cingo-Klang auf den neuen Geräten wie dem Nexus 7 und Nexus 10 zu überzeugen, können Interessierte das Fraunhofer IIS im September auf der IFA, Berlin (Halle 11.1), oder auf der IBC, Amsterdam (Stand 8.B80), besuchen.

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Funktion von Cingo, Information des Fraunhofer Institut:

Virtueller Rundumklang: Mit Cingo kann jeder Audiokanal als virtuelle Klangquelle so positioniert werden, dass er aus einer bestimmten Richtung und in einem bestimmten Abstand wahrgenommen wird, z. B. wie ein Lautsprecher in einem Hörraum. Damit kann man Surround-Inhalte über die eingebauten Lautsprecher oder angeschlossene Kopfhörer wiedergeben, ohne dass der räumliche Klangeindruck verloren geht.

Lautstärkeoptimierung: Besonders dann, wenn man von einer störenden Geräuschkulisse umgeben ist oder aber die Kopfhörer oder die Lautsprecher des Endgeräts zu leise sind, ist die Lautstärkeoptimierung von Audioinhalten von großem Nutzen. Cingo hebt mit dieser Funktionalität die Lautstärke des Audiosignals über die herkömmlichen Möglichkeiten des Geräts hinaus an. So wird jedes Detail hörbar. Insbesondere für Audioinhalte, die sehr leise sind oder einen hohen Dynamikumfang haben, ist die Technologie sehr hilfreich.

Klangregelung: Ohne Cingo wird das Hörerlebnis weitgehend von der Qualität der verwendeten Kopfhörer beziehungsweise Lautsprecher bestimmt. Cingo besitzt einen Equalizer, der mangelnde Qualität bei der Audiowiedergabe auf Smartphones und Tablets ausgleicht und unangenehme Resonanzfrequenzen korrigiert. Für seine Entwicklung wurden zahlreiche Kopfhörermodelle und Lautsprecher unterschiedlicher mobiler Endgeräte untersucht, um das Hörerlebnis unterwegs zu optimieren.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Etwas OT.

    Gibt es von Google irgendwo einen Mitschnitt des gestrigen Events, oder bin ich zu doof zum Suchen?

    Jochen

  2. Naja nicht zu doof, die offizielle Version hab ich auch nicht mehr gefunden.

    Hier eine andere Version

    https://www.youtube.com/watch?v=Hsdrk10bVGM

    LG

  3. Wenns via Update auf das 10″-Nexus kommt, gibt es dann auch ein Update für das (alte) 7″-Nexus?

  4. Was ist das für ein Quatsch. Um das ganze zu testen will ich nicht zur IFA fahren, die Frauenhofertruppe könnte auch ruhig einfach mal ein (Stereo-)Demofile hochladen was ich dann auf meinem Tablet oder mit Kopfhörern testen könnte.

  5. Dieser Pseudo-3D-Klang ist schon seit etlichen Jahren ein reines Marketing-Wunschkonzert. Es klingt „virtuell-ähnlich“ und interessant (siehe bspw. schon beim Nintendo DS mit dem uralten „New Super Mario Bros.“), aber niemals originalgetreu.

    Im Bereich mit Kopfhörern ist das ganze dann völlig absurd. Mittels binauralen Tonaufnahmen + jedem handelsüblichen Stereo-Hörer ist bereits der bestmögliche Effekt vorhanden und zeigt: allein die Aufnahme ist entscheidend – kein Pseudo-Filter, keine Marketing-Surround-Kopfhörer, etc.

    Klassiker: Kopfhörer aufsetzen -> http://www.youtube.com/watch?v=IUDTlvagjJA

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