Fortnite: Google reicht Gegenklage gegen Epic Games ein, fordert Ausfallentschädigungen

Epic Games bestreitet schon seit geraumer Zeit einen fortwährenden Rechtsstreit sowohl gegen Apple als auch gegen Google. In den Prozessen geht es um Rechtsansprüche und Entschädigungsforderungen. Im Fall von Google steht nun neuer Ärger ins Haus. Denn wie TechCrunch berichtet, hat das Unternehmen eine Gegenklage gegen Epic eingereicht, in der behauptet wird, dass Epic gegen das Google Play Developer Distribution Agreement (DDA) verstoßen haben soll. Deswegen fordert man eine Entschädigung ein. Epic hatte Fortnite-Spielern, welche die App über Google Play herunterladen, erlaubt, Epics eigene Zahlungsabwicklungstechnologie zu verwenden.

Das ähnelt dem Verfahren, das auch Apple zu der Aussage brachte, dass Epic gegen geltende Vertragsbedingungen im App Store verstoßen habe. Laut Google sei die im April 2020 nachgereichte Version von Fortnite lediglich ein Akt der Täuschung gewesen, da sich das Zahlungssystem von Epic hier in einem späteren Update versteckt hätte. Dies würde es Epic ermöglichen, durch eine serverseitige Konfigurationsänderung oder einen „Hotfix“ ohne Googles Wissen auf sein eigenes Zahlungssystem umzuschalten. Dies sei dann am 13. August 2020 passiert, Spieler von Fortnite konnten danach wählen, ob sie lieber via Google Play Billing oder über Epics eigenes Direktzahlungssystem bezahlen wollten. Das Konzept des Ganzen sollte angeblich bewusst dazu dienen, dass die App automatisch aus dem Store fliegt und Epic einen Rechtsstreit starten kann.

Stein des Anstoßes: Das Bezahlen von In-Game-Inhalten in Fortnite

Das Entwicklerkonto von Epic ist allerdings nicht gesperrt worden. Man hätte demnach eine konforme Version nachreichen können. Dies sei laut Google nicht passiert. Android-Nutzer, die das Spiel von Google Play heruntergeladen hatten, konnten jedoch auch nach der Entfernung der App weiterhin das Zahlungssystem von Epic nutzen, wodurch Epic seine vertraglich festgelegte Servicegebühr an Google umgehen konnte, so Google nun in seiner Gegenklage.

Diese entgangenen Einnahmen fordere man nun von Epic zurück. Obendrauf kämen dann noch weitere Schadensersatzleistungen, Anwaltsgebühren, Zinsen und andere Entlastungen, die das Gericht für notwendig erachten könnte. Einen Kommentar von Epic gibt es zu den Anschuldigungen und der Gegenklage nicht. Ihr seht also, dass das Dilemma anscheinend noch eine ganze Weile so weitergehen kann.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

Ein Kommentar

  1. Google ist da auch etwas ganz anderes. Auf Android kann ich per sideload oder jedem anderen Store meine Apps anbieten, ohne an Google Zahlen zu müssen.

    Bei Apple nicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.