Flickr Pro mit 25 % Rabatt – Zukunft der Plattform scheint ungewiss

Die Foto-Plattform Flickr wurde 2018 von SmugMug übernommen. Und die großen Glanzzeiten des Dienstes sind mittlerweile eher vorbei. So gibt es heutzutage einfach zu viele Cloud- und Foto-Plattformen, die euch das Teilen von Bildern erlauben. Das merkt man auch bei Flickr, denn zu wenige User sind bereit für ein kostenpflichtiges Pro-Abonnement zu löhnen. Deswegen wendet sich der SmugMug- und Flickr-CEO, Don MacAskill, nun an die Community.

Mit einem sympathischen Galgenhumor spricht der Manager davon, dass Flickr wohl das weltweit beliebteste Unternehmen sei, das rote Zahlen schreibe. Gleichzeitig stellt MacAskill klar, dass es bei Flickr nicht so weitergehen könne wie bisher. Deswegen erhalten bestehende Pro-Abonnenten dann aktuell auch eine E-Mail, in der sie gebeten werden darüber nachzudenken, ob es in ihrem Bekanntenkreis noch mögliche Interessenten für das Angebot gebe. Zumal SmugMug Konten für Flickr Pro nun mit einem Rabatt von 25 % raushaut. Dafür ist der Code „25in2019“ notwendig, den ihr unter diesem Link verwenden könnt.

Verwunderlich ist die Entwicklung um Flickr nicht: Man schrumpfte das Kostenlos-Angebot bereits Ende 2018, sodass Free-User nur noch maximal 1.000 Bilder speichern können. Sollte das Foto-Netzwerk nicht deutlich mehr Pro-Abonnenten gewinnen können, dürften da wohl noch weitere Einschränkungen folgen – oder gar eine komplette Einstellung des Angebots. Es dürfte jedenfalls schwierig für Flickr werden die aktuell nicht zahlenden Nutzern zu Pro-Usern zu machen. Denn wer sich über Kürzungen beim Free-Angebot ärgert, wechselt vielleicht aus Trotz lieber gleich ganz den Anbieter.

Flickr wurde bereits 2004 gegründet und noch im selben Jahr an Yahoo verkauft. Später schlug Verizon zu. Mittlerweile gehört die Plattform aber SmugMug.  In seinem offenen Brief stellt der CEO Don MacAskill SmugMug dann auch als selbstlosen Retter dar. Näher liegt aber, dass man sich bei der Übernahme wohl verhoben hat. Auch ich habe Flickr vor Jahren regelmäßig genutzt, als der Dienst noch zu Yahoo gehörte. Irgendwann verlor ich aber das Interesse und so ging es dann wohl vielen Nutzern.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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18 Kommentare

  1. Zwei Dinge sind da recht interessant, da ich mit zwei Konten betroffen war.
    1. soweit ich noch weiß waren das NUR 500 nicht wie im Artikel 1000 Fotos, so damals die Info zu damaligen Zeit.
    2. Ich wußte nicht da Verizon irgendwas mit zu tun hatte. Ich wußte dass Flickr von Yahoo direkt zu SmugMug wechselte.
    Diese sind ja selbst im Fotogeschäft länger tätig. Man wollte ja möglichst wenig die Platform subventionieren, ideal Gewinn daraus schlagen. Jedoch sind die Preise für aktuelle Zeiten einfach viel zu hoch gegriffen, eben schon aus dem im Artikel besagten Gründen.
    Cloud schön und gut, aber man weiß nie wie lange sich das stabil hält, in diesem Segment kann man nicht wirklich langfristig planen. Beste ist eigene Lösung auf eigene Server. So viele schauen sich (Normalfotograf/User) die Bilder nicht an, da reicht ne 10k Up Leitung Daheim meist aus. Wer Pro spielen will der darf dann auch ruhig mehr zahlen und die Bilder in Hochauflösung online stellen.
    Persönlich hatte ich von 2 Vereinen Tausende von Bildern, da sich dies viele auch Mobil anschauen hab ich die Bilder auf FullHD skalliert und die Qualität auf 80% redutiert damit das Datenvolumen nicht allzusehr aufgebraucht wird. Die Original habe ich selbst auf Festplatte, quasi nie einer wollte die Original zum ausdrucken (empfiehlt es sich statt die low quali online zu verwenden). Den Meisten reicht locker die geringe Datenmenge denn dise schauen es sich nur selten an und dann auch nur auf, meist kleinen, Bildschirmen. Damit hätte Flickr auch ein 20€ Jahresabo machen können, da währ ich vielleicht noch dabei geblieben aber so, NOPE. Dazu kann man keine 2 Unterkonten auf einem Hauptkonto haben, sprich ich mußte jeden Verein einzeln anlegen statt ein Hauptkonto und je Verein ein Unterkonto das auf der Vereinspage verlinkt wird.

    Mal sehen was die Zukunft bringt, aktuell ist das Theme eh Geschichte. Ich konnte mir nebenbei die letzten Jahre mit MagentaCloud behelfen (25GB kostenlos), auch außerhalb des Vereinslebens.

    • Zu eins, es wurden immer 1000 Fotos pro kostenlosem Account kommuniziert.
      Zu zwei, Verizon hat 2017 Yahoo komplett übernommen und damit auch Flickr und Tumblr. Beides wurde in der Zwischenzeit verkauft. Flickr an SmugMug und Tumblr an Automattic, die Macher von WordPress.com.

      • Danke für die Aufklärung.
        Ich hatte immer was von 500 Bildern im Kopf, naja auch 1000 sind viel zu wenig. Das man die Anzahl statt die Datenmenge beschränkt haben sie selbst für ihren Untergang gesorgt.

  2. Flickr war mal. Die meisten User greifen jetzt eher zu Vsco. Ich war mal bei Flickr und hatte ein paar bilder hochgeladen und wurde sofort von Möchtergern Fotografen angegriffen, mein Bild wäre hier und da nicht gut.
    Dann bin ich zu Vsco gewechselt und da kann man gar keine kommentare hinterlassen. Was ich persönlich bevorzuge.

    Flickr muss sich nicht wundern wenn leute zu einem anderen Anbieter wechseln.
    Sich anmeckern zu lassen von irgendwelchen Usern braucht kein Mensch

    • Du warst dann noch nicht in der deutschen „Fotocommunity“, oder verwechselst vielleicht Flickr damit.
      Dort werden User gerne mal wegen kleinen Fehlern in Bildern ungefragt zu Nichte gemacht. – So meine Erfahrung, weshalb ich dort auch nur kurz zahlendes Mitglied war.

    • Wer sich von Kritik vertreiben lässt sollte vielleicht ganz aufhören.

    • Ich bin seit ewigen Jahren bei Flickr und bin noch nie unangenehm angegriffen worden – und ich bin als Fotograf maximal unteres Mittelmaß. Der Austausch ist jederzeit herzlich und freundlich.

  3. Thomas Müller says:

    Stelle doch einfach alles auf privat und Du hast Ruhe.

    ich denke aber auch das es das war mit flickr. Ich werde vorsorglich meinen Pro Account erst mal kündigen.

  4. Die Yahoo-Strategie hat dazu geführt, dass viele Flickr als Backup für alle Fotos genutzt haben. Wer will das sehen?
    Ich bin wieder Pro-User geworden, in der Hoffnung, Flickr wird wieder eine Quelle für Inspirationen und Community-Austausch. Ich zahle und lasse die jetzt mal 2 Jahre werkeln mal sehen, wie es sich entwickelt.
    Jedenfalls finde ich die Ehrlichkeit des CEO, wie es momentan um die Platform steht, gut.

    • Ist nur die Frage, ob diese Ehrlichkeit am Ende nicht kontraproduktiv ist und die schon zahlenden Kunden jetzt verschreckt werden (siehe Thomas oben).

    • So ein Quatsch. Die haben schlicht keinen Plan was ein Bilder Social Network so braucht … und das für 50€ im Jahr … Das Geschwafel des CEO ist die Höhe an Inkompetenz …

  5. Ich denke, dass die Schlußfolgerung des Autors falsch ist. Flickr ist nicht am Ende, weil es so viele Alternativen gibt. Flickr ist am Ende, weil man so blöd war Marissa Mayer als Vorsitzende einzuführen, die dem Laden außer der Finanzierung ihres Lebensstils und ihrer sofortigen Schwangerschaft nichts gebracht hat. Und das ist eben kein Businessmodell.

    Zudem war ein Entrepreneur schon deshalb nötig, weil sich neben den anderen Standbeinen auch das der Fotografie überlebt hatte. Der Hype ums Fotografieren war rum, die Absatzzahlen der Kompaktkameras UND der Kameras für Enthusiasten und Semi-Professionals sanken bereits dramatisch. Zwar gibt es aktuell wohl nicht weniger Bilder. Es wird jedoch vor allem mit Handys geknipst und nicht mehr fotografiert. Solche Bilder landen dann auf Whatsapp, Snapchat oder vor allem Instagram. Das ist Social Media mit Bildern und nicht der hoffnungslose Versuch von Yahoo, Bilder um Social Media anzureichern.

    Insofern hat sich Yahoo ausgerechnet für deutlich über 100 Millionen Gehalt und Abfindung gerade in der Zeit eine nicht anwesende Vorsitzende geleistet, als sich Yahoo das überhaupt nicht leisten konnte.

    • Stimmt, vieles steht und faellt mit dem CEO. T-Mobile USA mit John Legere als bestes positiv-Beispiel,
      HP mit Leo Apotheker, BlackBerry mit Thorsten Heinz taugen zusammen mit Yahoo als gute abschreckende Beispiele.

      • Wobei man fairerweise sagen muss, dass Yahoo deutlich vorher schon quasi am Ende war. Marissa Mayer hat den Niedergang nur noch weder aufgehalten sondern beschleunigt, aber nicht initial verursacht.

  6. Was wären die zu empfehlenden Alternativen zu Flickr?

  7. 1. Inaktive Konten löschen! Das spart Speicherplatz oder?
    2. Bitte endlich das Login von Yahoo lösen! Das nervt das das immer noch nicht ist…

    • Zu 2.: Das ist sicherlich seit ~6 Monaten nicht mehr Zwang. Ich habe da eine ganze Menge Mails bekommen, dass der Yahoo-Login-Zeang nun weggefallen ist.
      Ich konnte das gar nicht nicht mitbekommen…

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