Flickr: Neuerungen für „In Memoriam“-Konten und Creative Commons

Flickr hat über seinen offiziellen Blog zwei Neuigkeiten verkündet. So sind Creative-Commons-Lizenzen seit jeher für das Foto-Netzwerk ein wichtiges Thema. Denn viele Fotografen bieten dort ihre Bilder über verschiedene Creative-Commons-Varianten für andere zur Nutzung an. Mehr als 500 Mio. Bilder, welche unter die Bedingungen der Creative Commons fallen, wurden bereits bei Flickr hochgeladen. Jene Bilder sollen dann auch erhalten und selbst bei kostenlosen Konten nicht gelöscht werden – auch dann nicht, wenn sie das Limit der Free-User sprengen.

Laut Flickr habe man sich zu diesem Schritt entschieden, weil sonst etliche Verweise auf die kostenlos nutzbaren Bilder ins Leere laufen würde. Diese Verwirrung wolle man der Community nicht zumuten und trage deswegen die Kosten für das weitere Hosting der Bilder lieber selbst, statt sie einfach ins digitale Nirwana zu schicken.

Aus dem selben Gedankengang heraus habe man nun auch die Tools deaktiviert, die es Nutzern ermöglichen, bei kostenlosen Konten für Bilder geballt die Lizenzen anzupassen. Das betrifft die Einstellungen, die Camera Roll und auch den Organizer – aber es sind eben nur Free-Konten betroffen. Laut Flick möchte man damit verhindern, dass nun massenweise Bilder in ihren Lizenzbedingungen ohne großes Überlegen verändert werden. Einzelne Bilder lassen sich aber über die jeweiligen Foto-Seiten immer noch individuell in ihren Lizenzbedingungen abändern.

Dann tut sich noch etwas, denn es gibt nun „In Memoriam-Konten für verstorbene Mitglieder. Verstirbt ein Flickr-Nutzer, bleiben im Rahmen der Umschaltung auf ein „In Memoriam“-Konto alle öffentlichen Bilder online – auch dann, wenn sie über ein Pro-Account hochgeladen wurden und nachdem das kostenpflichtige Abonnement ausgelaufen ist. Flickr fügt dem Nutzernamen dann einen Zusatz hinzu, der auf den „In Memoriam“-Status hinweist. Zudem wird sich niemand mehr in der Konto einloggen können, denn man schaltet dann eine Sperre zu.

Auch für bestehende Benutzerkonten von verstorbenen Anwendern kann diese Umschaltung noch nachträglich erfolgen. Dabei wünscht sich Flickr, dass entsprechende Konten gerne von Familie, Freunden oder anderweitigen Hinterbliebenen entsprechend gemeldet werden. Mehr Informationen dazu findet ihr auch hier. So will Flickr natürlich Missbrauch verhindern, so dass ihr auch rechtlich nachweisen müsst, dass jemand verstorben ist und ihr eventuell die Vollmacht habt dessen Konto zu verwalten.

 

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Kleiner Hinweis, es geht um 500 Millionen (nicht nur um 500) Bilder. 😉

  2. Der verzweifelte Versuch eines sterbenden Foto-Netzwerkes, irgendwie noch ein „paar“ User zu halten.

  3. „Aus dem selben Gedankengang heraus habe man nun auch die Tools deaktiviert, die es Nutzern ermöglichen, bei kostenlosen Konten für Bilder geballt die Lizenzen anzupassen.“
    Bei mir geht das immer noch: Einloggen ins Konto und dann https://www.flickr.com/account/prefs/license/batch/ aufrufen.
    Screenshot von heute Abend, gestern Abend alle Fotos umlizensiert: https://s17.directupload.net/images/190311/4fjusmaj.png

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