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Flattr will Bloggern helfen

Ich habe eben Flattr in meinem Blog eingebaut. Allerdings nicht, weil ich es zwingend wollte, sondern weil es mir des Öfteren vorgeschlagen wurde. Doch was ist Flattr eigentlich? Flattr ist ein Micropayment-Dienst, der sich momentan noch in einer geschlossenen Betaphase befindet. Mit Flattr könnt ihr Schreiber von Blogs und anderen Publikationen unterstützen. Das Kurzvideo sollte eigentlich alles gut erklären:

Wie das geht? Ihr zahlt zum Beispiel per PayPal (üble Gebühren!) Summe XYX auf euer Flattr-Konto ein und legt fest, dass von dieser Summe monatlich 5 Euro ge-flattrt werden dürfen. Ihr seht auf Blogs also den kleinen Flattr-Button und drückt diesen, wenn euch ein Beitrag besonders gefällt. Eure 5 Euro werden dann unter allen von euch ge-flattr-ten Beiträgen / Seiten gerecht aufgeteilt. Einfach zu verstehen, oder?

WordPress-Nutzer können sich ein WordPress-Flattr-Widget installieren oder auf die zahlreichen Code-Einbindungsmöglichkeiten zurück greifen. Leider gibt es momentan wenig Möglichkeiten um Flattr nutzen zu können. Ich selber hatte mich schon vor langer Zeit eingetragen, bin aber nur durch einen Zufall (bzw. weil ich jemanden kannte, der einen Invite übrig hatte) in den Genuss von Flattr bekommen.

Glaube ich persönlich an Flattr? Bislang nicht. Aber nicht, weil ich von mir auf andere schließe. Ich selber zahle gerne einem Blogger / Programmierer / Publizisten / whatever etwas für seinen unique Content, wenn ich merke, dass er sich Mühe gab und etwas mitzuteilen hat.

Wie steht ihr zu Flattr und der ganzen Geschichte um bezahlten Content? Spendet ihr ab und an an einen Programmierer via Donate-Button auf seinem Blog? Oder seid ihr der Meinung, dass wer kostenlos Content ins Netz stellt auch mit keinen Zuwendungen rechnen sollte?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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68 Kommentare

  1. @atreiu
    Man kann natürlich den direkten Weg via PayPal gehen, bloß: Die Gebühren sind so übel, dass da bei einer Spende von einem Euro gerade noch die Hälfte übrig bleibt. Für kleine Geldbeträge ist PayPal echt besch…

    Der Witz an flattr ist ja, dass man sein Konto für mehrere Monat (oder ein ganzes Jahr oder noch länger) aufladen kann, monatlich aber nur der eingestellte Betrag (2€, 5€, 10€…) abgezogen werden.

    Flattr selbst nimmt übrigens auch eine kleine Gebühr zur eigenen Finanzierung, aber diese ist jedenfalls geringer als bei PayPal.

    @caschy
    Ich hab gleich mal was von dir geflattrd – blödes Wort übrigens. Wer gerne andere Flattr-Buttons als die von caschy klicken möchte ist herzlich eingeladen, auch mal auf meinem Blog vorbeizugucken ;)))

  2. Also ich fand die Tweetmeme buttons schöner….

    Ich finde – gute und schöne und informative usw. Kommentare sind fast genau so gut wie Flattr — wenn man unbedingt spenden will, dann kann man das auch per Bargeld-Brief oder Kontoüberweisung machen…

    @ahmed: Stimmt — das ist einfacher, für Werbung bekommt man sicher pro Klick ein Paar cents zugesteckt – von dieser Firma — das ist schon besser als erst mal seine Kontonummer anzugeben usw… Aber für den Blogger selber wieder ein wenig aufwendig…

  3. „Flattr will Bloggern helfen“ . Das hört sich so übertrieben sozial an. In erster Linie will Flattr Geld verdienen 🙂

  4. Ich habe Flattr auch seit 3 Wochen im Einsatz und finde die Idee immer noch gut. Bisher habe ich zwar den Eindruck, dass man dort nur Cents hin und her schiebt, aber Flattr ist ja auch noch in einer geschlossenen Beta Phase.
    Wenn dieser Dienst erstmal für jeden nutzbar ist, könnte das durchaus etwas werden.
    Zumindest gibt es nun die Möglichkeit unkompliziert auf den Flattr Button zu klicken (Account vorausgesetzt) und so einen kleinen Beirag für Artikel und Blogs zu leisten, wenn sie einem gefallen. Kann also keiner mehr sagen „ich würde ja eine Kleinigkeit spenden, wenn ich könnte.

  5. Ich glaube nicht wirklich an Flattr, schon allein aus dem Grund dass der Anwendungsbereich zu klein ist als dass sich dafür ausreichend Nutzer anmelden würden. Was mich an Flattr aber am meisten abstößt ist das Abo Modell. Wenn dann möchte ich einmalige Beträge auf mein Guthabenkonto aufladen, aber kein monatliches Abo eingehen, auch wenn ich den Betrag stets ändern kann. An gut produzierte, informative und regelmäßige Podcasts spende ich z.B. sehr gerne etwas, dann aber lieber über die drei großen Bekannten wie Paypal, Amazon oder Google Checkout. Genauso meide ich auch Onlineshops die keine der drei Bezahlmöglichkeiten akzeptieren weil ich nicht unzähligen Unternehmen meine KK Daten anvertrauen möchte. Bei Blogs sind mir Ads ehrlich gesagt am liebsten. Ich verzichte bewusst auf Werbeblocker und klicke auch durchaus mal auf den ein oder anderen Werbebanner. Allerdings beschränkt sich dies auch nur auf dezente Banner oder Google Ads, da ich diese optisch als nicht so störend empfinde. Sobald Layer Ads oder Flashbanner mit Sound ins Spiel kommen ist die Schmerzgrenze überschritten.

  6. Amazonwuchnschliste finde ich am besten und hab ich auch schon 3-4 mal gemacht bei kleineren sachen z. B. Musik CD etc Ich finde das ist eine gute Möglichkeit dem Blogger was zu schenken und für die Arbeit zu danken.

    Normalerweise, stell ich auf guten Blogs den Adblocker aus und klick gelegentlich mal auf Links um den Autor zu unterstützen.

  7. Oh, wie praktisch. Man zahlt via Paypal auf ein Flattr-Konto. Jubilier.
    Ich bleib bei meinem guten, alten Paypal-Knopf. (Und: Ja, ich spende freudig.)

  8. Kleinvieh macht auch Mist. Mit günstigen Apps sind auch schon Einige (schnell) reich geworden, wieso sollte dann diese Idee nicht funktionieren? Am Ende ist ja egal, ob man 1.000.000 mal 1 € oder 100.000 mal 10 €, usw. bekommen hat. 🙂

    Mal sehen, ob die Zeitungsverlage auch auf dieses System oder auf Zwangsabgaben setzen werden. Angeblich habe die zu wenig Werbeeinnahmen. Hat man genug Besucher, dann kommt auch genug Geld rein, wenn man die Werbung richtig einsetzt. Es gibt ganze Reihe von Werbemöglichkeiten, auch welche die den Bescher keinen Cent kosten, also kann ich diese Behauptungen schlecht glauben. Dann muss man sich fragen, ob man nicht was falsch macht.

  9. Hmm, eine Bezahlung für sinnvolle und nützliche Kommentare wäre doch auch eine gute Idee, oder?! *grins*

  10. @tux.: In der Tat ein wenig umständlich. Wenn es eine Funktion von PayPal statt ein zusätzlicher Dienst wäre, dann wäre der Erfolg sicher groß. So bin ich skeptisch.

    @Torsten: Gute Idee.

  11. Gute Idee, ob sich diese jedoch durchsetzen wird….

  12. @Torsten: so wie ich das bei der re:publica verstanden habe, soll man Flattr irgendwann auch an solchen Stellen einsetzen können. Warum auch nicht.

  13. Finde ich extrem geil das Projekt, auch gleich mal angemeldet.

    Grüße

  14. SonicHedgehog says:

    Finde es großartig, dass du nun auch einen flattr-Button hast. Jetzt gibt es bereits zwei Blogs, bei denen es etwas zu flattrn gibt.

    Ich gebe selber zu, dass ich selten online freiwillig gespendet habe, jedoch finde ich das Prinzip („piece of cake“) interessant und gut. Besonders da es ein Fixbetrag ist und dieser sich dann nur aufteilt, indem man auf den Button klickt, finde ich sehr gut.

  15. Ich finde die Idee an sich gut. Und ich glaube sogar, dass die Alles-Kostenlos-Mentalität gar nicht das größte Problem darstellt. Aber solche Dienste stehen und fallen mit ihrer Umständlichkeit. Viele Menschen ( ich inklusive ) sind bereit ein bisschen zu geben, aber wie gesagt es muss einfach bleiben. Ansonsten würde auch lieber den Werbebanner drücken. Wie viele verdient denn der Dienst flattr daran?

    Gruß Matze

  16. ich denke dass leute die content kostenlos ins netz stellen schon mal mit zuwendungen rechnen können – im gegensatz zu denen die content kostenpflichtig reinstellen (die müssen nämlich fix damit rechnen dass es menschen gibt die NICHT bezahlen!)

  17. Nachdem man noch einen Invite code braucht um überhaupt teilnehmen und spenden zu können spenden aktuell wohl nur Blogger anderen Bloggern was. Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht. Wäre gut wenn eine breite Masse von Online Zeitungen aufspringen würde.

    Falls es durchstarten sollte kann man sicher sein das Facebook seine I-Like Funktion in so einen Bezahldienst umwandelt, denn 400+ Mio User die das „liken“ gewohnt sind sind eine breite Userbasis und FB will seine Bezahldienste eh ausbauen.

  18. uniquolol says:

    Bezahlsysteme, die auf Freiwilligkeit beruhen, werden die Zukunft sein. Erfreulich wie positiv das hier aufgenommen wird…

  19. Ich muss das nur mal schöner einbauen 🙂

  20. So, hab dich auch mal geflattrt weil ich dein Blog mag und sehr oft schon gute Tipps hier bekommen habe. 🙂

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