
Laut einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung bzw. mittlerweile Growth from Knowledge, besser bekannt als GfK, wollen die Europäer sich trotz Lockdown ihre Fitness erhalten. Die Themen Gesundheit und Wohlbefinden hätten in der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Allerdings begann dieser Trend nicht erst durch COVID-19, sondern habe schon vorher seine Kreise gezogen.
Davon profitieren auch Wearables: Der Gang ins Fitnessstudio bleibt ja aktuell versperrt. Also behelfen sich viele Menschen stärker mit Fitnessgeräten und Wearables, um ihre körperliche Verfassung im Auge zu behalten. Mehr als die Hälfte der Konsumenten, die im Rahmen der GfK Consumer Life Studie 2020 befragt wurden, findet beispielsweise Geräte interessant, mit denen sich Vitalwerte messen und mit dem Arzt oder der Familie teilen lassen. In Deutschland ist man da allerdings etwas zögerlicher als in manch anderen Ländern – vermutlich wegen Bedenken bezüglich des Datenschutzes, der in Deutschland als besonders wichtig angesehen wird.
Laut der GfK Consumer Life Studie 2020 haben Fitness- und Sportaktivitäten in den vergangenen fünf Jahren generell zugenommen: 38 Prozent der europäischen Konsumenten treiben laut eigenen Angaben regelmäßig Sport. 60 Prozent davon versuchen, sich mindestens einmal pro Woche sportlich zu betätigen. Beide Werte seien laut 2015 um 4 Prozentpunkte gestiegen. Besonders aktiv seien dabei die Spanier. Aber auch in unseren Breitengraden nimmt man die Fitness ernst: Während der ersten sechs Monate der Pandemie sei laut GfK fast ein Drittel der Deutschen, Österreicher und Schweizer häufiger spazieren gegangen und knapp ein Viertel der Befragten habe mehr Sport getrieben.
Für Wearables wie Smartwatches und Fitnesstracker sei die Konsequenz, dass die Nachfrage in Europa im vergangenen Jahr um satte 22 Prozent gestiegen sei. Wichtig genommen werde dabei von den Konsumenten auch die Work-Life-Balance – für viele ein komplexes Thema im Home-Office. Da hakte die GfK im Rahmen einer gesonderten Studie in Deutschland, Frankreich und Großbritannien nach. So sind die Menschen einerseits dankbar für die weggefallenen oder reduzierten Fahrtzeiten. Außerdem sei es nun möglich, manche Haushaltspflichten im Tagesverlauf zu erledigen. Andererseits empfinde es ein Sechstel der Mitarbeiter als frustrierend, Arbeits- und Freizeit zu Hause koordinieren zu müssen.
So entstehe durch das Home-Office mehr Druck, auch in der Freizeit etwa E-Mails zu beantworten. Besonders schwer fällt die Abgrenzung laut GfK Arbeitnehmern in Italien, Spanien und Großbritannien. In Deutschland und Frankreich finden es die Befragten leichter, sich von ihrem Berufsalltag zu distanzieren. Wie ist es euch denn da 2020 ergangen?