Fitbit: Verkauf des Unternehmens steht zur Debatte

Fitbit, lange Marktführer im Markt für Wearables, steckt seit einigen Quartalen in der Krise. So haben Hersteller günstiger Fitness-Armbänder, etwa Xiaomi, Fitbit etwas den Wind aus den Segeln genommen. Zudem entscheiden sich auch mehr und mehr Kunden für eine Smartwatch mit Fitness-Funktionen. Dadurch ist Fitbit in die Mitte dazwischen gerutscht und versucht sich seit einiger Zeit neu zu orientieren. Nun soll sogar ein Verkauf des Unternehmens zur Debatte stehen.

Auch Fitbit würde gerne ein Stück vom Smartwatch-Kuchen abhaben und versucht da mit seinen Versa 2 sein Glück. Aber bisher scheinen alle Bemühungen nicht auszureichen. Nun hat man mit der Investmentbank Qatalyst Partners diskutiert, ob vielleicht ein Verkauf des Unternehmens die beste Lösung wäre. Eine finale Entscheidung sei bisher aber noch nicht getroffen worden. Qatalyst Partners soll aber wohl versuchen die Spitze von Fitbit zu einem derartigen Schritt zu bewegen.

Ein potenzieller Interessent könnte z. B. Google sein, heißt es. Im Zuge dieser Gerüchte stieg der Aktienkurs des Unternehmens zeitweise um 22 %. Zuvor musste Fitbit einige Schlappen hinnehmen und etwa seine Einnahmeerwartungen absenken, weil die Verkäufe der neuen Einstiegs-Smartwatch Versa Lite hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Der ehemalige Pionier der Fitness-Wearables hat also aktuell schwer zu schlucken. Ob ein Verkauf das Unternehmen wieder auf Kurs bringen könnte oder am Ende vielleicht nur noch die Marke übrig bleibt, muss uns die Zeit zeigen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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18 Kommentare

  1. Just my two cents says:

    Wenn Google nur so langsam mal was nachhaltiges an der Wearable Front machen würde… Bislang hält Fossil gefühlt alleine WearOS am Leben…

    • Tja, warum Google nach dem Tablet-Markt im Tiefschlag liegend auch die Wearable-Sparte kampflos an Apple abgibt, versteht vermutlich nur ein Insider. Oder keiner. Ich jedenfalls nicht

      Ich für meinen Teil habe mich – als bisheriger Google-Hardcore User – inzwischen fast vollständig von Google verabschiedet. Gut, das Pixel 3 XL ist noch da, aber ansonsten nutze ich jetzt Office 365, outlook.com, OneDrive, MS Todo und Amazon Echo. Google hat einfach das schlechteste Produktmanagement EVER.

  2. Das bringt pebble auch nicht zurück…

  3. Vorher Kauf ich noch für 1€ die Pebble-Namensrechte und starte eine Kickstarter-Kampagne. Saftladen!

  4. Selbst nach diesem kleinen Kursanstieg ist Fitbit noch weit vom Stand 2016 entfernt.

    Fitbit hat mit der Übernahme des IP von Pebble diesem Unternehmen zwar zu einem geordneten Shutdown verholfen (Konkurs stand bevor). Leider klappte der Zusammenbau der unterschiedlichen Software bisher überhaupt nicht – mein Wissensstand ist die Versa.
    Selbst bei der „neuen“ Version 2 bemängeln Kollegen von euch den viel zu großen/breiten Rahmen um das nutzbare Display, und ein Tageslichtdisplay gibt es immer noch nicht. Als ob bei Fitbit nur noch ein paar Leute wirklich in der Entwicklung und Programmierung beschäftigt sind, und der Support war schon immer ein Trauerspiel.

    Es wäre zwar extrem schade, wenn noch eins der Pionierunternehmen verschwindet, so das übliche „Google/Microsoft/Apple kauft auf und stampft den Brand dann ein“, nur kaufe ich die Produkte ja nicht um deren Überleben zu sichern. Es muss endlich wieder so was wie eine verbesserte Pebble kommen, nur ob Fitbit das noch schafft?

  5. Die Versa 2 steht auf meinem Wunschzettel, super SmartWatch. Hoffe die schaffen den Dreh noch!

  6. Die Apple Watch 3 gibt es bei Apple ab 229 Euro. Das lässt nicht mehr viel Spielraum für die Mitbewerber – selbst wenn es sich dabei nur um einen gehobenen Fitness-Tracker handelt.

    • … schon mal daran gedacht, dass nicht jeder ein iPhone hat oder will (>80%) oder eine eckige Uhr will?

    • Just my two cents says:

      Natürlich lässt das Raum – die Apple Watch funktioniert eben nur mit einem teuren iPhone. Die anderen mit jedem halbwegs aktuellen Android Gerät.

      • Das ist deine Rechnung. Meine geht anders. iPhones haben lange Halbwertszeit und werden lange genug mit Updates versorgt (Langzeitkosten). Wenn man schneller wechselt dann ist der Wiederverkaufswert hoch genug. Gleiches Thema bei der Watch.
        Dazu hat man eine ausgereifte Platform, die ständig weiterentwickelt wird. Alle Modelle bis auf die erste Generation bekommen das aktuelle OS (watch OS 6). Ökosystem spielt eine Rolle. Und bei Tablets läuft es im Grunde genau so.
        Bis auf Smartphones scheinen sich Investitionen für Google nicht zu lohnen. Wear OS bringt sicher keine nennenswerten Werbeeinahmen. Mit Datensammelei scheint es auch nicht weit her. Und Synergieeffekte durch das Ökosystem scheint es auch kaum zu geben. Oder warum beackert Google Smart Watches und Tablets nicht so hartnäckig und regelmässig?

        • Sehe ich genauso. Apple versorgt seine Geräte so lange wie möglich mit Updates und Oberklasse Geräte mit Android und gutem Softwaresupport kosten auch um die 800 – 900€ (z. B. Google Pixel). Hätte Google seine Nexus Reihe weitergeführt wäre ich sehr wahrscheinlich bei Android geblieben.

          • „Das ist deine Rechnung. Meine geht anders. iPhones haben lange Halbwertszeit und werden lange genug mit Updates versorgt (Langzeitkosten). Wenn man schneller wechselt dann ist der Wiederverkaufswert hoch genug. Gleiches Thema bei der Watch.“

            Diese Beiden Sätze widersprechen sich.

            • @Tobi „Diese Beiden Sätze widersprechen sich“

              Könnte man diskutieren, es werden nur zwei unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten erwähnt.

              Das eigentliche Ding ist, ich kaufe ganz bestimmt nicht an erster Stelle nach diesen Kriterien. Meine „Muss“ Listen sind übrigens immer recht lang. Dazu ist es wesentlich, auf die Verfügbarkeit auf mehreren OS Plattformen zu achten – außer man ist Fangirl egal welcher Seite.

              Wenn mein Wearable macht, was es soll, und das für die kommenden absehbaren drei-fünf Jahre, reicht es völlig. Wie meine Pebble 2, dank Rebble und Gadgetbridge,

            • Du hast 5 Sätze zitiert. Aber Spaß beiseite: Der eine Satz sagt aus dass man lange genug Updates bekommt. Der zweite dass man schon einen erheblichen Teil des Budgets hat wenn man früher verkauft. Erst recht wenn man so verrückt ist und jedes Jahr wechselt. Siehe Preise für’s XS bei eBay.

  7. Bernhard Schmocker says:

    Dass Fitbit in eine Krise rutscht muss nicht überraschen. Der Pionier stellt immer noch 1A Activity Tracker her, daran liegt es nicht. Ich besitze mehrere Fitbit Tracker und bin sehr zufrieden damit. Das Problem: Trotz des hohen Preises sind Charge 3, Inspire und die anderen Tracker qualitativ nicht markant besser als die preiswerten Konkurrenzprodukte von Xiaomi und Huawei. Ein Charge 3 hat auch bei pfleglichem Umgang schon nach wenigen Wochen Kratzer auf den Display, vielleicht sogar Risse! Will man dies reparieren lassen, wird man enttäuscht: Fitbit bietet keinen Reparaturservice (wenn mich der Kundendienst korrekt informiert hat). Damit behandelt der Konzern die eigenen Prudukte wie Billigware, die weggeworfen wird, wenn kaputt! Da kann ich gleich eine Mi Band 4 für 30 Euro kaufen, die kann technisch mit dem Charge 3 mithalten, kostet aber nur rund einen Viertel! Und damit stört es kaum mehr, wenn die Uhr nach einem Jahr den Geist aufgibt!

  8. Habe die Versa 2 und bin extrem Happy. Akku hält 6 Tage bei mir und ich kann mit der Uhr bezahlen und Display ist top. Hoffentlich bleibt die Firma am Leben.

    • @Jemand „Hoffentlich bleibt die Firma am Leben“

      Das wünschen sich viele.

      Nur was wäre bei deiner Nutzung (Akku, NFC, Display hell genug) der Mehrwert bei einer Versa 2 gegenüber der zwei Jahre alten Ionic? Zumal der Support weiterhin mehr aus aus Beschwichtigungen und Vertröstungen besteht, nachlesbar in deren Forum haufenweise tote Geräte nach Firmwareupdates, und jetzt pusht Fitbit noch ein Abomodell. Ich warte da lieber noch etwas.

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