Fitbit überrascht im dritten Quartal 2018 mit Stabilität

Fitbit war eine Zeit lang der Primus im Bereich der Wearables. Mittlerweile wurde man vom Thron gestoßen. Das liegt auch daran, dass viele Kunden sich im Bereich der Fitness-Armbänder mittlerweile mit günstigen Alternativen wie etwa dem Xiaomi Mi Band 3 zufrieden geben. Trotzdem haben die Geschäftszahlen des dritten Quartals 2018 Analysten positiv überrascht. Die Einnahmen sind nämlich auf 394 Mio. US-Dollar geklettert – um 0,3 % immerhin.

Laut dem Mitbegründer und CEO, James Park, habe es Fitbit geschafft, wieder in den grünen Bereich zu gelangen – auch weil man seine Partnerschaften mit Krankenkassen und anderen, medizinischen Partnern ausbauen konnte. Dadurch steigerte man die Einnahmen in jenem Bereich sogar um 26 %. Außerdem sei Fitbit in den USA im Bereich der Smartwatches mittlerweile der zweiterfolgreichste Anbieter – hinter Apple. Das sei ein besonderer Meilenstein, da man vor 14 Monaten in jenem Segment noch gar keine Marktanteile habe vorweisen können.

Auch Produkte wie der Fitbit Charge 3, ein Gerät, das die Grenze zwischen Fitnesstrackern und Smartwatches verwischen soll, sei sehr erfolgreich gestartet. 3,5 Mio. Wearables habe man im dritten Quartal 2018 abgesetzt und seinen durchschnittlichen Verkaufspreis um 3 % gegenüber dem Vorjahr erhöhen können – auf 108 US-Dollar. 58 % der Einnahmen Fitbits, 230 Mio. US-Dollar, stammen aus den USA. Jene sanken dort allerdings im Vergleich mit 2017 um 6 %.

Die internationalen Einnahmen, also die restlichen 42 %, stiegen dafür um 10 % – auf 163 Mio. US-Dollar. Neue Geräte wie der erwähnte Charge 3, Versa, Ace und Aria 2 stehen dabei zusammengenommen für 62 % der Einnahmen. Speziell die Smartwatch Versa sei laut Fitbit sehr erfolgreich an den Markt gegangen und habe sich besser verkauft als Konkurrenzprodukte von Fossil, Garmin oder auch Samsung.

Für das vierte Quartal 2018 rechnet Fitbit nun mit Einnahmen von über 560 Mio. US-Dollar. Die Verkaufszahlen könnten zwar etwas einbrechen, höhere durchschnittliche Verkaufspreise werden das aber laut Fitbit auffangen. Für das Gesamtjahr rechnet man immer noch mit Einnahmen von ca. 1,5 Mrd. US-Dollar. Langfristig werden dabei nach Ansicht des Unternehmens die Verkaufszahlen der hauseigenen Fitnesstracker weiter abnehmen, dafür aber die Smartwatch-Absätze nach oben schnellen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Ich trage nun seit ziemlich genau einem Jahr durchgehend das Fitbit Flex 2 und bin nach wie vor sehr zufrieden damit. Habe meine Aktivität mit Hilfe des Gadgets von Anfangs im Schnitt 9.000 Schritten am Tag auf mittlerweile das doppelte, nämlich durchschnittlich 18.000 bis 19.000, erhöht. Auch beim Schlaf hat mir das Flex 2 zu einer realistischen Einschätzung verholfen und meine durchschnittliche nächtliche Schlafdauer damit um 1 bis 1,5 Stunden erhöht. Knappe 70 Euro, die in diesem Fall wirklich enorm gut investiert sind und mich gesünder, fitter uns glücklicher gemacht haben.

    • Wie hilft es einem beim Schlafen? Also das man länger schläft?

      • Es hilft, indem es dir akkurat deine wirkliche Schlafdauer zeigt. Handeln muss man schon selbst, aber das gilt bei den Schritten ja genauso. Ich dachte zum Beispiel immer, naja, ich schlafe immer vor 12 und stehe um 6.30 Uhr auf, sind ungefähr 7 Stunden, also passt das. Das Band zeigt dir aber deinen wirklichen Schlaf, ohne das Einschlafen, Aufwachen und unruhigen Halbschlaf. Also zeigt schon alles, aber unterscheidet halt. Also hab ich meine Schlafenszeit allmählich nach vorne gelegt, um zumindest im Durchschnitt auf mindestens 7 Stunden „richtigen“ Schlaf zu kommen. Durch die Anzeige der unruhigen Phasen und Schlafqualität habe ich außerdem gelernt, was für guten Schlaf sorgt und was für schlechten Schlaf. Alkohol zum Beispiel ist fast das schlimmste, da wird der Schlaf richtig schlecht. Essen vor dem Schlafen ist auch nix. Auch das Smartphone lege ich zumindest die letzte halbe Stunde weg, das hat auch viel geholfen. Und so weiter. Das Fitbit ist eine Hilfe, aktiv werden muss man selbst, das ist ganz wichtig. Bei mir hat es den Schlaf wirklich enorm verbessert. Heutzutage bin ich tagsüber wach, fit und voller Energie, wie ich es vor dem Fitbit wirklich noch nie kannte. Der Wille, sich zu ändern, muss aber zwingend da sein, sonst bringt dir das Fitbit gar nix.

        • ah so hast du den Schlaf gesteuert. Dachte schon du hast nen Weg gefunden besser zu schlafen 😀
          Ja die Fitbits sind top. Habe eine Charge 2 und interessant ist es schon die Schlafinformationen geschweige Schritte zu zählen. Nur GPS auf Smartphone aktiv schalten ist dann bei großen Strecken nervig wie auch das min 10 als aktive Schrittzählung. Ansonsten auch nichts zu beklagen

    • Hans Günther says:

      18.000 Schritte im Schnitt?
      Soviel bekomme ich nur, wenn ich in der Mittagspause 9 km laufe (ca. 11.000 Schritte) und dann noch jede Menge Meter zu Fuß zurücklege.
      Ohne das Laufen habe ich immer zwischen 3.000 bis 5.000 Schritte an einem Werktag…

      • Jupp, weil ich alles zu Fuß mache. Ich pendle zur Arbeit mit der Bahn von Würzburg nach Nürnberg. Zuhause -> Bahnhof zu Fuß, Bahnhof -> Büro zu Fuß. Im Büro natürlich nicht so viel Bewegung, aber vergleichsweise bin ich da auch aktiv, Treppe statt Aufzug in den 6. Stock und sowas. Mittags eine halbe Stunde durch den Park nebenan mit Podcast auf den Ohren. Abends vom Büro zurück zu Fuß zum Bahnhof und in Würzburg vom Bahnhof zu Fuß nach Hause. Auch in Würzburg mache ich alles zu Fuß, habe weder ein Auto noch ein Ticket für die Öffis. Also einkaufen, ausgehen, Freunde, Familie und so weiter zu Fuß, alles halt. Am Wochenende, im Urlaub, an Feiertagen etc. kleinere Wanderungen durch die wunderbare Natur um Würzburg und Spaziergänge durch das ebenfalls wunderschöne Würzburg. Ich liebe es zu laufen und lasse keine Gelegenheit aus, ich ziehe das Laufen in jedem denkbaren Fall anderen Möglichkeiten vor und scheue auch vor keinem Wetter zurück. Gibt (für mich) nix besseres als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit und zum Stress des Alltags. Regelmäßig hab ich auch Tage mit 25.000 bis 35.000 Schritten, dafür auch Mal „nur“ 15.000, so komme ich auf einen Schnitt von knapp 20.000 fürs gesamte Jahr.

        • 35.000 Schritte jetzt übertreibste aber oder nicht 😉
          Ich bin froh wenn ich mal die 6500 am Tag schaffe und das dauert schon lange

          • Nö. Über 30.000 komme ich natürlich nur gelegentlich, aber immer wieder. Wander Mal fünf Stunden durch Weinberge, schon hast du das. Mach einen Wochenendtrip in eine europäische Großstadt und erkunde alles zu Fuß, zack, 30.000 und mehr. Im Sommer war ich neben meinem normalen Alltagspensum abends oft nochmal laufen, beim Tischtennis und so, dann gehts auch schnell Richtung 30.000. Außer der Bahn von Würzburg nach Nürnberg und zurück für die Arbeit mache ich alles zu Fuß, wirklich alles. Wenn ich wohin will und das ist eine Stunde zu Fuß entfernt, laufe ich das selbstverständlich, das ist für mich das normalste der Welt. Und ich laufe schnell, sehr schnell. Merke ich, wenn ich Mal mit jemand anders zusammen laufe, kenne da außer meiner Schwester niemand mit meiner Geschwindigkeit. Meine Fitbit-Daten verraten mir, dass die wenigsten Schritte der letzten sechs Monate an einem Tag Mal Mitte Juli waren, da hab ich nur 14.000 gemacht.

  2. Ok ich brauch für 6000 Schritte 45min

    • Ich auch ungefähr, bisschen mehr. In Zeit ausgedrückt: An einem typischen Arbeitstag habe ich eine reine Laufzeit von durchschnittlich etwa 130 Minuten pro Tag. An freien Tagen gerne Mal was zwischen 150 und 200. Und wenn ich etwas wandern gehe und so, dann eben auch Mal 300 pro Tag. Von der Strecke her läuft das alles im Bereich zwischen 14 und 24 km am Tag an 99 Prozent der Tage.

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