Ich hatte schon darüber gebloggt, dass mehrere Interessenvertretungen die Zuständigen bei der EU gedrängt hatten, sich die Übernahme von Fitbit noch einmal genauer anzuschauen. So befürchtete man, dass Google die über Fitbits Hard- und Software erhobenen Gesundheitsdaten umfangreich mit anderen Daten kombinieren könnte. Google dementierte dies kurz darauf. Trotzdem gibt es nun für Google wohl einschneidende Auflagen.
So heißt es nun, dass die Wettbewerbshüter von Google die Bestätigung verlangen, dass die über Fitbit erhobenen Daten nicht genutzt werden, um dem Unternehmen im Bereich der Suche einen Vorteil zu verschaffen. Außerdem verlangt man, was für mich wiederum seltsam klingt, dass Google auch Dritten Zugriff gewähre. Darüber kann man sich als Kunde wiederum auch nicht gerade freuen.
Sollte Google der Auflage nicht zustimmen, könnte es zu langwierigen Untersuchungen kommen. Ob die EU dann die Übernahme verhindern könnte, ist offen. Die Gespräche zwischen Google und den zuständigen EU-Behörden sollen wohl sehr erhitzt verlaufen, was auch darauf hindeutet, dass Google eben entgegen andersartiger Aussagen sehr wohl ein großes Interesse an der Analyse und Verknüpfung der Daten haben dürfte.
Google selbst bleibt trotzdem öffentlich bei der Aussage, dass man die Gesundheitsdaten nicht verwenden werde, um die Google Ads zu optimieren. Man werde immer transparent im Bezug auf die Verwendung der Daten verbleiben, erklärten Sprecher des Unternehmens. Die EU-Kommission muss nun bis zum 8. August 2020 zu einer Entscheidung kommen.
