Viele unserer Leser haben es schon mitbekommen. Mozilla sucht zusätzliche Erwerbsquellen und hat aus diesem Grunde schon im letzten Jahr das „Firefox Private Network“ vorgestellt. Rein technisch setzt Mozilla dabei auf WireGuard, zur Verfügung gestellt von Mullvad VPN aus Schweden. Heute geht man den nächsten Schritt, der aber weiterhin lediglich US-Nutzern vorbehalten bleibt. Demnächst wolle man von einer kostenlosen Beta-Version zu einer Beta-Version mit kostenpflichtigem Abonnement für die Browsererweiterung „Firefox Private Network“ übergehen.
Diese Version wird für eine begrenzte Zeit (sprich: Einführungspreis!) für 2,99 Dollar im Monat angeboten und bietet unbegrenzten Zugang während der Nutzung des „Firefox Private Network“. Im Gegensatz zu der früheren Beta-Version wird diese Version es Benutzern auch ermöglichen, bis zu drei Firefox-Browser gleichzeitig über dasselbe Konto zu verbinden. Dies wird allerdings nur für Desktop-Benutzer verfügbar sein. Weitere Informationen über das VPN als eigenständiges Produktangebot wolle man in den kommenden Wochen bekannt gegeben – vielleicht hört man dann auch, wohin man expandiert, denn dass man in andere Märkte möchte, teile man ja schon mit.
Die Frage ist natürlich: Werden Nutzer für ein VPN nur im Browser bezahlen wollen? Im Laufe des Sommers möchte man seitens Mozilla eine Reihe kleiner Marketingtests durchführen, um das Interesse an der Browsererweiterung für das „Firefox Private Network“ sowohl als eigenständiges Abonnementprodukt als auch als Teil eines größeren Datenschutz- und Sicherheitspakets für Firefox zu ermitteln.
Ich sag mal so: Ein VPN nur im Browser empfinde ich persönlich als Quatsch, wohl wissend, dass vieles im Browser abläuft, aber eben nicht nur. Letzten Endes läuft alles darauf hinaus, dass Firefox irgendwelche Mehrwertdienste verkaufen möchte und muss, um nicht auf der Strecke zu bleiben. So aus meiner Warte: Ein systemweites VPN von Mozilla, wenn auch etwas teurer, empfinde ich als smarter.
