Firefox OS: Marketplace soll teilweise von Nutzern betreut werden

Apps sind das Mittel zum Zweck, um ein mobiles Betriebssystem heutzutage zum Erfolg zu machen. Der Marketplace von Firefox OS bildet da keine Ausnahme. Rund 5.000 Apps gibt es dort für das mobile Betriebssystem von Mozilla. Verglichen mit den anderen App Stores ist dies sehr wenig, aber genug, um gute Apps in den Vordergrund rücken zu müssen, damit sie Beachtung finden. Das hat Scott De Vaney von Mozilla auch erkannt und möchte die Nutzer mit einbeziehen. Diese sollen in einem eigenen Bereich des Marketplace für die Kuration von Apps verantwortlich werden.

Firefox_Marketplace

DeVaney stellt sich das wie eine Spielwiese vor, berichtet Venture Beat. Nutzer können Apps nicht nur bewerten und Rezensionen hinterlassen, sondern die Rezensionen auch bewerten und somit gute nach oben bringen. Klingt wie die Rezensionen in Apples App Store? Gut möglich, schließlich war DeVaney vor seiner Zeit bei Mozilla bei Apple tätig, dort leitete er ein Team, das für die sprachliche Promotion von iTunes, dem App Store und iBooks verantwortlich war.

Auch wird es ortsabhängige Vorschläge für Apps geben. Anhand der Nutzung von Apps in einer Region werden dann Vorschläge gemacht. Ebenso soll es Listen geben, die von Personen mit Special Interests erstellt werden. Hier können dann Apps auftauchen, die sich zum Beispiel mit Produktivität oder Bildung befassen, ausgewählt von Menschen, die sich mit der Materie auskennen.

DeVaney meint, dass Apps nicht von den Entwicklern promotet werden sollen, sondern von den Menschen, die die Apps nutzen. Man kann zwar für einen App Store hunderte Angestellte haben, weiß aber trotzdem nicht, welche Apps gerade wo angesagt sind. Das entscheiden die Nutzer in den jeweiligen Regionen.

Die Änderungen sollen laut DeVaney bereits sehr bald in Mozillas App Store erscheinen, einen genauen Termin nennt er allerdings nicht. App Discovery ist ein sehr wichtiges Thema für die App Store-Betreiber und auch die Entwickler. Während man als Entwickler die Sichtbarkeit einer App nur schwer beeinflussen kann (dank App Store Optimization in einem gewissen Maß aber möglich), sind von Nutzern kuratierte Apps ein guter Weg, um gute Apps in den Vordergrund zu bringen.

Ob diese Maßnahmen bei einem App Store der Größe von Mozillas Firefox Marketplace aber wirklich fruchten, muss sich zeigen. Einen allzu großen Schub für Firefox OS wird man dadurch nicht erreichen, wohl aber den Grundstein legen, um zumindest bestehenden Nutzern das Leben zu erleichtern.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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