Firefox: Infovideo und Spendenaufruf

Erst vor kurzem gab es News, dass Google Chrome den Firefox in der Gunst der Nutzer global gesehen überholt hat. Obwohl ich mittlerweile fast nur noch Google Chrome nutze, verbindet mich etwas tief mit Mozilla, beziehungsweise Firefox. Viele Menschen, die ich durch das Netz schon viele, viele Jahre kenne unterstützen dieses Projekt oder sind mittlerweile Mitarbeiter – so richtig gegen Geld.

Ich selber bin damals von Netscape direkt zu Phoenix, dem Vorgänger von Firebird aka Firefox gewechselt. Mozilla hat viel für das Web getan – sehr, sehr viel. Und wir dürfen nicht vergessen, es handelt sich um eine Non-Profit-Organisation, deren Kohle bislang zu 84% von Google kam. Klar, mit einer Standardsuche von Google machte man den Firefox-Nutzer irgendwie auch zum Google-Nutzer.

Doch die Partnerschaft läuft im November aus, Google gab aber bekannt, dass man weiterhin Partner bleiben wolle. Über die Summen gibt es allerdings keine Infos. 2010 machten die 84% schlappe 123 Millionen Dollar aus. Aber ganz ehrlich: ich hätte mir gut vorstellen können, dass Microsofts BING! Standardsuche gewesen wäre, würde Google nicht wollen.

Trotzdem natürlich schade, wenn solch großartige Projekte auf andere angewiesen sind, aber scheinbar geht es nicht anders. Mozilla muss es schnell verstehen, den mobilen Markt für sich einzunehmen, denn in diesem Markt liegt definitiv die Zukunft. Nein, Firefox ist nicht alles von Mozilla. Ein toller Teil. Und ich hoffe, Mozilla macht weiterhin das Web besser. Denn das haben sie in der Vergangenheit getan. Weiterführende Links: zdnet, Businessweek.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

24 Kommentare

  1. Firefox ist der beste Browser!

  2. Aber er ist nicht gut.

  3. In den 90ern habe ich nicht für Browser bezahlt (Opera, iCab, etc). Heutzutage würde ich locker etwas springen lassen. Dummerweise gibt es Chrome/Chromium und da werden die Features wenigstens zügig ausgerollt. Alle heulen wegen der Versionspolitik aber so bekommt man zumindest zügig Feedback von unzähligen Endverbrauchern. Mozilla hat das viel zu spät erkannt.

  4. Ich muss zugeben, auch geschwankt zu haben, gerade, weil Firefox mit meiner Tab-Armee einfach nie klarkam. Doch seit dieser klitzekleinen Erweiterung in Version 8, dass Tabs erst beim Anklicken geladen werden, macht Firefox wieder richtig Spaß.
    Bei mir bleibts also produktiv mit dem Fuchs und sozial mit RockMelt.

  5. Ich kann dem Firefox nicht mehr als die kalte Schulter zeigen. Chrome ist einfach toll!

  6. Chrome? Ein Browser ohne Bookmark Sidebar ist ein Krüppel!

  7. Ich bin auch bei der vorherigen Version aus Frust gewechselt und habe dann nie mehr zurückgeschaut. Auch wenn ich nie eine wirkliche „Tab-Armee“ habe, war selbst mir Firefox zu langsam. Wirklich schade, dass die durch einen Moment zu einbüßen mussten.

  8. Ein Killerfeature wird mich bei Firefox halten: user.js

    Alle meine Browser- und AddOn-Einstellungen habe ich dort in dieser Datei gesetzt. War einmalig etwas Arbeit alle nötigen Schlüssel herauszufinden, aber mittels mozillazine.org, about:config und nachschauen, was der Browser nach einer Einstellungsänderung in die prefs.js schreibt, war es kein Ding der Unmöglichkeit.

    Dank dieser Datei (die ich in einem git-Reposiory auch noch wunderbar nachverfolgen und über mehrere Rechner synchen kann) habe ein neues Profil binnen Sekunden angelegt: user.js rauf, Addons installieren und fertig. Nebeneffekt: Spielend leicht auf allen Rechnern gleiche Einstellungen ohne Dritte. Zuverlässiger und nachvollziehbarer als jeder Settings-Sync bei Chrome oder via Symlink in ne Dropbox etc..

    Außerdem geht es bei Mozilla doch wieder total vorwärts. Die neuen Versionen sind flink und gut (lahm sind meist uralte Profile – ich hatte erst neulich einen Benutzer vor mir, der seit Firefox 0.x noch niemals ein neues Profil angelegt hatte, mit tausenden Extensions. Bei dem Overhead würde jeder Browser der Welt lahm werden). Ich kann auch nie verstehen, warum Windows-User so sehr in der „mein Arbeitsspeicher muss frei/unbenutzt sein“-Denke leben. Nicht genutzter RAM ist unnützer RAM. Nur die Angemessenheit/Relation zur Ausstattung ist wichtig, damit z.B. auf schwachen Systemen noch genug für andere Programme bleibt. Wenn er aber 8GB vorfindet, sollte er sich ruhig 1-2GB krallen dürfen, um die Performance zu erhöhen.

    Zudem hat Chrome immernoch den Nachteil, das ein Addon wie RefControl oder auch AdBlock erheblich mehr an der Performance nagen, als beim Firefox (das wird sich aus technischen Gründen auch nicht so schnell ändern). Ein Chrome mit Adblock und einen rudimentäreren Referer-Control-AddOn ist lahmer als ein Firefox mit AdBlock und RefControl.

  9. 3lektrolurch says:

    Chrome braucht für ein neues Addon keinen Neustart. Diese Bequemlichkeit läßt Chrome ja sooo innovativ erscheinen, hurra :mrgreen:

  10. Ich meine, dass es für Chrome zu wenig Erweiterungen gibt. Und ich bin ein Tab-Junkie, mit manchmal hunderten Tabs (die erst geladen werden, wenn ich anklicke). Dann muss man manchmal schon schlimm aufräumen. Aber bei der Tabperformance ist der Chrome echt mies hinten dran, bei 30 Tabs hat er 30 Prozesse offen und dann klappt er ab, find ich ein doofes Konzept, obwohl man (bei Familie Krohm) stolz drauf ist …

  11. @Andreas gebe ich dir Recht, Chrome mit Adblock und Co. ist viel Lahmer als beim Firefox! Chrome hat nur einen vorteil, und zwar das Design ist voll Praktisch und ist Schnell, mehr auch nicht.

  12. Firefox hat vor Jahren den Markt aufgeräumt. Obwohl ich seit über 10 Jahren jetzt Opera nutze, war Firefox immer ein guter Browser. Aber er konnte halt Opera nicht das Wasser reichen, und auch Chrome kann das nicht. Darum weiterhin Opera.
    Dass der Firefox in den neuen Versionen einiges besser geworden ist, ist glaube ich unbestritten. Aber das ist leider wie in vielen Dingen, es ist inzwischen zu spät. Chrome hat inzwischen den Status, schnell und zuverlässig zu sein. Und Firefox sagt man immer noch die Langsamkeit der älteren Versionen nach. Aber das aus den Köpfen wieder rauszukriegen…
    Und „die böse Datenkrake Google“ wird inzwischen auch nicht mehr als solche wahrgenommen in den meisten Meinungen.
    Wir nutzen FF in der Firma und ich muss sagen ich gewöhn mich gern wieder daran.
    Chrome find ich zu schlecht konfigurierbar…

  13. Tobi aus Dortmund says:

    Kann mir jemand sagen, was ich in Chrome einstellen muss, damit Lesezeichen automatisch in neuen Tabs geöffnet werden? Das ist für mich der Hauptgrund, warum ich FF bisher lieber verwende. Mich nervt sehr, dass ich in Chrome immer erst einen neuen leeren Tab öffnen muss, damit mein aktueller Tab nicht futsch ist. Wer kann mir helfen?

  14. Chrome ist zwar schnell, aber Firefox braucht sich nicht dahinter zu verstecken, in den aktuellen Benchmarks hat Firefox deutlich aufgeholt und mit Firefox 9 wird es noch mal – dank Type Inference – einen Boost bei der JS-Performance geben. Und etwas gesunder Wettbewerb schadet auch nie, denn Google sollte nicht auch noch den Browsermarkt kontrollieren. Es reicht schon, wenn die Suche in Deutschland komplett in den Händen von Google ist.

  15. Ich bin auch über Cashy zu FF und TB gekommen, und zwar mit Version 1 und ich habe es nie bereut. Gut, ich wollte den TB mal runterschmeißen, habe dann aber doch nichts gleichwertiges gefunden. Jedenfalls nicht kostenlos. Da ich die Programme nur privat nutze, spielt die Geschwindigkeit für mich auch nicht eine so große Rolle. Ob ich ein paar Sekunden länger warte, was solls.

  16. Ich habe dieses Jahr erstmals nichts für die Wikipedia gespendet und werde das erst Recht nicht für Firefox. Chrome ist besser!

  17. Chrome ist zwar mein Favorit, allerdings greif ich noch häufig auf den Firefox zurück, weil bestimmte Funktionen/Plug ins nicht verfügbar sind. Am Firefox stört mich eigentlich nur die lange Ladezeit und dass häufig nach den Updates viele Erweiterungen nicht gleich funktionieren – das ist besonders ärgerlich, wenn man damit arbeiten muss. Was die Historie der Browser angeht, hat der Firefox bei mir aber viele Sympathiepunkte gesammelt!

  18. Klar ist Firefox ins Hintertreffen geraten aber das ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Konkurrenz ist immer gut denn sie belebt das Geschäft und mir als Firefox User ist das natürlich nur recht!
    Klar ist auch, dass Chrome ein guter Browser ist aber was Verlaufseinstellungen und Addons Betrifft er nicht einmal annährend an den Funktionsumfang von Firefox heranreicht und vermutlich niemals heranreichen wird.
    Für mich gibt es mittlerweile einfach keine Alternative zu Firefox und solange ich noch das tun kann für was ein Brower nämlich da ist: Nämlich surfen, bin ich rundum glücklich!

  19. „Chrome echt mies hinten dran, bei 30 Tabs hat er 30 Prozesse offen und dann klappt er ab, find ich ein doofes Konzept, obwohl man (bei Familie Krohm) stolz drauf ist“

    This!
    Genau deswegen war Chrome für mich unbenutzbar, weil er bei läppischen 30 Tabs (30+ sind bei mir standard) angefangen hat, abzustürzen. Mal einzelne Tabs, das Flash PlugIn sowieso, und manchmal ging der ganze Browser flöten.
    Firefox hatte mit dieser Anzahl an Tabs noch nie Probleme und seit ich bei Version 10 wieder eingestiegen bin (ich hatte zuvor Opera getestet), bin ich noch zufriedener damit.
    Dass Firefox viel ausgereiftere AddOns als Chrome/Opera/… hat ist sowieso klar.
    Meine Unterstützung hat Mozilla auf jeden Fall.

    edit:
    Übrigens, an die Leute die mit dem „Aber FF-AddOns benötigen einen Neustart“-Argument kommen: Jetpack-Addons sind in Entwicklung und die brauchen keinen Neustart mehr. Außerdem werden AddOns seit Version 10 (nach ändern eines config-Parameters, wird aber bald Standard sein) nach einem FF-Update automatisch als kompatibel gehandhabt, außer der Entwickler hat es ausdrücklich als inkompatibel deklariert.

  20. CaptainCannnabis says:

    Also das mit den vielen Tabs und Abstürzen im Chrome kann ich absolut nicht nachvollziehen – bisher keinen Ärger damit. Ich habe früher auch FF genutzt – es gab einfach nichts besseres.

    Eine zeit lang war das gute Stück dann aber doch recht behäbig unterwegs und genau zu diesem Zeitpunkt kam Chrome: besser, schneller, schöner.

    Es mag sein das der FF mittlerweile wieder gleichgezogen ist jedoch sehe ich keinen Grund erneut zu wechseln. Da müsste Chrome sich schon eine ordentliche Macke leisten!

    Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Ich finde mittlerweile sogar die Chrome Entwickler-Tools besser als den Firebug – where is your God now 😉

    Da ich jedoch schon bekennender Apple-Hater bin werde ich mir hier keinen „Nebenkriegsschauplatz“ aufbauen 😉

    Viele Grüße,
    CC

  21. Andreas schreibt: ***Ein Killerfeature wird mich bei Firefox halten: user.js

    Alle meine Browser- und AddOn-Einstellungen habe ich dort in dieser Datei gesetzt. .
    Dank dieser Datei (die ich in einem git-Reposiory auch noch wunderbar nachverfolgen und über mehrere Rechner synchen kann) habe ein neues Profil binnen Sekunden angelegt: user.js rauf, Addons installieren und fertig. ***

    Ein nach meinen Vorstellungen angelegtes Profil (ORDNER) wird komplett kopiert (und als backup gespeichert)und der Inhalt nicht nur auf dem Zweit bis Fünftrechner kopiert sondern bei Bedarf (Profil zerschossen etc.)wieder in den richtigen Ordner „zurück“ kopiert. Soweit alles schön. Auch ohne user.js Frickelei und ohne AddOns zu installieren. Zumindest vermisse ich nichts.

    Auch in höhere FF Versionen wurde das ursprüngliche Profil (ergo der Inhalt des Original Ordners) kopiert und ggf. deaktivierte AddOns ausgetauscht oder gelöscht falls nicht länger kompatibel.

  22. Moin moin…

    sorry, aber ich glaube die 123 Mio $ sind der Jahrsumsatz von Mozilla, und nicht wie beschrieben die durch Google finanzierten 84% davon.
    Ordnung muss sein 😉

  23. @pc-wastel: Eine vorkonfigurierte Profilvorlage ist nicht vergleichbar:
    – dank Kommentarzeilen und dem Setting als solchem wirkliche Dokumentation, was warum eingestellt ist
    – klare Versionierung/Änderungsverfolgung möglich (vgl-> git repo!), inkl. einfachen sharen von Settings via Code-Snippet
    – die user.js setzt die Einstellungen bei jedem Browser-Neustart. Ich kann mir so sicher sein, dass meine Einstellungen nicht versehentlich permanent verbogen sind
    – wirklich frisches Profil. Das man die Addons noch mit zwei Klicks installieren muss (die Settings sind ja dennoch gesetzt) ist jetzt kein großer Nachteil im Vergleich zu Versionsgeraffel/veralteten Addons

  24. (bitte löschen)