Firefox Browser: Ab Version 72 werden Benachrichtigungs-Pop-ups standardmäßig blockiert


Noch einmal Firefox-News. Wir berichteten bereits darüber, dass Firefox die Möglichkeit des Sideloadings von Erweiterungen einstellen wird. Aber es kommt noch eine weitere, durchaus praktische Änderung auf die Nutzer zu. Bereits im April hat Mozilla damit experimentiert, Benachrichtigungs-Pop-Ups zu unterbinden. Während diese nämlich in bestimmten Fällen ganz nützlich sein können, sind sie das in den meisten Fällen nicht, sie tragen eher dazu bei, dass sich der Nutzer gestört fühlt. Oder sie werden gar dafür verwendet, um Spam zu verteilen.

Ab Januar 2020, mit dem Release von Firefox 72, werden diese Pop-Ups standardmäßig in Firefox blockiert. Stattdessen gibt es ein kleines Icon in der Adressleiste. Bei erstmaligem Besuch einer Seite, also dann, wenn solche Pop-ups normalerweise angezeigt werden, wird dieses Icon dann auch wackeln, so soll der Nutzer darauf hingewiesen werden, ohne sein Surferlebnis unterbrechen zu müssen. Erst wenn der Nutzer das Icon anklickt, wird auch das Pop-up eingeblendet.

Heute ist es so, dass man diese Pop-ups in den meisten Browsern schon deaktivieren kann, zu finden in den Einstellungen, wo man auch die Berechtigungen für einzelne Seiten festlegen kann. Mozilla wird aber der erste Anbieter sein, der jene Benachrichtigungs-Pop-ups standardmäßig unterdrückt, da sie eben mehr Fluch als Segen für die meisten Nutzer sind.

Ihr kennt das sicher von euch selbst, besucht man eine Seite, fragt die meist schon direkt nach Ankunft, ob man denn nicht Benachrichtigungen der Seite erlauben möchte. Bei mir löst das ein genervtes Nein aus, die Seite hat somit nichts davon, selbst wenn ich die Benachrichtigungen eigentlich haben wollen würde – das weiß ich ja aber beim Erstbesuch noch gar nicht.

Mal sehen, ob andere Browser ähnliches veranstalten. Wie bereits erwähnt, man kann in den meisten Fällen sämtliche Benachrichtigungen unterdrücken, nur muss man dazu eben selbst aktiv werden. Das machen allerdings die wenigsten Nutzer.

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Firefox wird langsam mit ihrem Sicherheitsrotz immer schlechter. Alle Features werden gesperrt, geblockt. Mal sehen wenn die Anwender Firefox blockieren.

    • Die Entscheidung von Firefox ist genau richtig, diese Benachrichtigungen nerven einfach nur noch. Begrüße das sehr!

    • Für die einen absolut notwendig, für die andern Sicherheitsrotz. Such dir doch einen anderen Browser, der dich nicht mit Sicherheit nervt, fertig.

    • Die Entscheidung von Mozilla ist absolut richtig und überfällig.

    • Mal ne Frage an den Steffen (Bot?): Woo bitte sehr ist es d enn sinnvoll diese Nachrichten zu zeigen? Bei mir persönlich eine handvoll Seiten und die kommen ihne Tracking und Werbung aus, also sehr wenige.

  2. @Steffen – seh ich genau andersrum. Deswegen nehme ich den FF.
    Zur geplanten Änderung – jawoll. Diese „Benachrichtigungen“ nerven nur. Mozilla hat recht, das zu deaktivieren.
    Wer das braucht, kann es ja einschalten.

  3. Herr Hauser says:

    Ich habe diese eh schon alle im Desktop-Firefox blockiert, weil die mir so gewaltig auf den Sack gingen.

    • Wer das Feature heute schon haben will: Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Berechtigungen > Benachrichtigungen > Einstellungen > „Neue Anfragen zum Anzeigen von Benachrichtigungen blockieren“ – danke für die Idee!!

      • Ist etwas anderes, damit deaktivierst du quasi das Feature von Browserbenachrichtigungen komplett, bis auf du hast die Berechtigung schonmal gesetzt.

  4. besucht man eine Seite, fragt die meist schon direkt nach Ankunft, ob man denn nicht Benachrichtigungen der Seite erlauben möchte

    … und oft macht das ein JavaScript-Popup, gerne zentral von PushAlert, OneSignal, PushAssist und wie die Datensammler noch so alle heißen. Da hilft wieder einmal nur der AdBlocker, denn diese Sites prüfen oft nicht einmal, ob der Browser Push-Benachrichtungen versteht oder annimmt, bevor sie fragen. Und am allerbesten sind die, die das tatsächlich prüfen … um dann eine Nachricht einzublenden, man habe Push-Benachrichtigungen ja gesperrt und solle die Sperre aufheben. Digitaler Sondermüll, samt und sonders.

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