
Mozilla möchte mit Firefox ein Tool für Nutzer bereitstellen, damit sie das Internet frei und sicher nutzen können. Dabei kommt es manchmal zu einer schwierigen Gratwanderung zwischen Einschränkungen der Nutzer und der Sicherheit. Das zeigt ein aktuelles Beispiel sehr schön. Mozilla kündigt nämlich an, dass man das Sideloading von Erweiterungen in Firefox einschränken werde. Dabei geht es nur um das Sidleoading, das von manchen Apps genutzt wird. Sie platzieren bei der Installation automatisch eine Erweiterung in einem bestimmten Ordner, über den Add-ons-Manager können diese dann nicht entfernt werden. Skype oder Avast gehen zum Beispiel so vor.
Während man dies bei Skype und Avast sicher tolerieren könnte, bietet die Funktion leider auch Malware die Möglichkeit, sich so einzunisten. Aus diesem Grund wird jene Unterstützung entfernt. Die Apps können Erweiterungen nach wie vor installieren, aber es wird für den Nutzer transparenter, er muss zustimmen und kann sie dann eben auch über den Add-ons-Manager wie jede andere Erweiterung steuern. Lediglich unter Linux kann es Fälle geben, für die es tatsächlich nachteilig ist.
Die Änderung wird in zwei Phasen abgewickelt. Mit Version 73 von Firefox (Pre-Release 3. Dezember, Release 11. Februar 2020) wird Firefox weiterhin Dateien auslesen, die per Sideload kamen, diese aber in das Nutzerverzeichnis kopieren und als normales Add-on installieren. Mit dem Release von Firefox 74 (10. März 2020) wird Sideloading dann gar nicht mehr unterstützt.
Das Ganze bedeutet nun nicht, dass man Erweiterungen nur noch aus dem Add-on-Store beziehen kann, sie können nach wie vor auch von Drittquellen stammen. Nur der Installationsweg wird eben eindeutiger.