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„FIFA“: EA muss in den Niederlanden doch keine Strafe für die Vewendung von Lootboxen zahlen

Die Gaming-Industrie scheffelt viel Geld, sucht aber stets nach neuen Wegen, um aus den Spielern auch nach dem eigentlichen Produktkauf noch etwas herauszupressen. DLCs, Miktotransaktionen, Season Passes – die Auswahl ist groß. Auch die umstrittenen Lootboxen sind ein Weg, um die Gamer zu Käufen anzuregen. Nun hat das höchste niederländische Verwaltungsgericht entschieden, dass zumindest keine Glücksspiellizenz dafür benötigt wird.

Grundlage der Entscheidung war eine Debatte um die Spieleserie „FIFA“. Die niederländische Glücksspielbehörde hatte dem Publisher Electronic Arts 2019 wegen der Verwendung von Lootboxen in der Spielereihe eine Strafe aufgebrummt. Die wurde zunächst im Oktober 2020 auch bestätigt und es sollten für EA pro Woche, in der weiterhin in FIFA Ultimate Team Lootboxen angeboten werden, 500.000 Euro Strafe anfallen. Jetzt wird die Strafe aber als unrechtmäßig komplett aufgehoben und EA ist aus dem Schneider.

Dabei entscheidet das Urteil nicht final, ob Lootboxen Glücksspiel entsprechen. Man hat aber festgestellt, dass EA keine spezielle Glücksspiellizenz benötige – das war nämlich der Vorwurf der Behörde. Die Begründung des Gerichts: So eine Lizenz werde letzten Endes nur benötigt, wenn das Glücksspiel ein für sich stehendes Produkt sei. Hier seien die Lootboxen aber nur ein kleiner Teil eines umfassenderen Spiels, das auf den Fähigkeiten der Spieler basiere und nicht auf reinem Glück oder Zufall.

EA bezeichnete Lootboxen in der Vergangenheit lieber als „Surprise Mechanics“ und handelte sich damit reichlich Spott und Hohn ein. Letzten Endes ist das Beste, was man als Spieler tun kann, einfach keine Lootboxen zu kaufen.

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