Fiat Concept Centoventi: Konzeptfahrzeug soll Elektromobilität erschwinglich machen

Fiat hat mit dem Konzeptfahrzeug Fiat Concept Centoventi ein neues Elektro-Auto vorgestellt. Das Ziel soll bei diesem Modell die „Demokratisierung“ sein, so nennt es der Hersteller. Gemeint ist damit, dass man Elektromobilität zu Preisen anbieten will, welche für die Masse erschwinglich sind. Dennoch soll es für Kunden möglich sein, Interieur und Accessoires selbst anzupassen.

Ein modularer Batteriepack soll es ermöglichen, dass die Reichweite von 100 auf 500 km erweiterbar wird. Dazu ließen sich zusätzliche Batterieeinheiten kaufen oder auch mieten. Zu den Personalisierungsoptionen zählen laut dem Hersteller zudem 4 verschiedene Dächer, 4 Stoßfänger, 4 Radabdeckungen und 4 Beklebungen. Hier will man dann eine Stärke entwickeln, indem niemand auf Sondermodelle warten müsse, sondern es leicht sei, das Fahrzeug je nach Bedürfnissen anzupassen. Dazu sollen eben auch 120 Accessoires nach Markteinführung herhalten.

Als Partner hat sich Fiat für den Concept Centoventi Mopar, die FCA Marke, auserkoren. Jene spezialisiert sich auf Zubehör, Teile und Dienstleistungen, die der Produktpersonalisierung dienen. Dazu erklärt Fiat: „Mit Ausnahme von sechs Merkmalen (Stoßfänger, Polycarbonat Dach, Lackierung, Lingotto-Instrumententafel, Batterien und digitale Heckklappe), die nur im Handel installiert werden können, können die anderen 114 von Mopar speziell entwickelten Zubehörteile – darunter das Soundsystem, die Armaturenbrett- und Türstapelfächer, die Sitzpolster usw. – auch online gekauft und vom Kunden selbst montiert werden.

Sprich, wer das Auto nachträglich verändern will, muss eben nicht in die Werkstatt, sondern kann auch einfach die Teile kaufen und dann eben selbst ran. Einfache Accessoires, wie z.B. ein Getränkehalter oder ein Dokumentenhalter, sollen Kunden auf Wunsch nach Vorlegen auch auf einem 3D-Drucker zu Hause, im Autohaus oder in einer Spezialdruckerei drucken können. Man sieht also wie das Modell wohl funktionieren soll: Fiat bietet das Auto an sich verhältnismäßig günstig an, hofft dann aber mit weiterem Zubehör zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Die Anpassbarkeit soll auch auf das Cockpit mit Plug-and-Play-Prinzip zutreffen, in dem man in Löcher im Armaturenbrett zusätzliche Komponenten installieren kann. Funktioniert auch an den Türverkleidungen, wo beispielsweise zusätzliche Lautsprecher Platz finden können. Der Beifahrersitz könne laut Fiat bei Bedarf sogar durch eine Aufbewahrungsbox oder einen Kindersitz ersetzt werden.

Was das Cockpit bzw. Armaturenbrett betrifft, so möchte Fiat zwei Varianten anbieten: Eine welche das Smartphone zum Herzstück kürt und einen 10-Zoll-Hauptbildschirm ergänzt und speziell Millennials anvisieren soll und eine eher traditionelle Version mit einem gesamten Bildschirm von 20 Zoll. Letzterer zeigt dann auch Fahrassistenz- und Sicherheitsfunktionen wie Blinker, Totwinkel-Assistent, Bremssystem und Batterieladezustand an.

In die Heckklappe kann ebenfalls ein Display integriert werden, das es dem Fiat Concept Centoventi ermöglicht, Botschaften mit der Außenwelt zu teilen. Während der Fahrt ist es aber aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Klingt abenteuerlich: Fiat gibt an, dass man sich als Fahrer wohl auch entscheiden könnte die Heckklappe mit Display an Werbetreibende zu vermieten, um etwa Parkgebühren wieder reinzuholen.

Als Standard soll der Fiat für den Concept Centoventi auf 100 km Reichweite kommen. Bis zu vier zusätzliche Batterien für Erhöhungen von jeweils 100 km sollen nachträglich integrierbar sein. So ist auch eine Gesamtreichweite von 500 km möglich, wenn das notwendige Kleingeld vorhanden ist.

Fiat Concept Centoventi Technische Daten

  • Länge: 3680 mm
  • Höhe: 1527 mm
  • Breite: 1740 mm (mit Tür und Spiegeln 1846 mm)
  • Radstand: 2430 mm
  • Vorderer Überhang: 658 mm
  • Hinterer Überhang: 592 mm

Zu einem potentiellen Preis oder Erscheinungszeitraum des Konzept-Fahrzeugs sagt Fiat leider noch nichts – so bleibt es erstmal eben nur eine interessante Idee.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Gibt’s Gerüchte zum Preis?

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