Fehler oder Zensur? Telegram-Links in WhatsApp nicht klick- und kopierbar

Artikel_TelegramWeiter geht es in der Messenger-Diskussion zwischen Telegram und WhatsApp. Beide Macher waren nie Freunde, warfen sich gegenseitig Ideenlosigkeit und anderes vor. Der neuste Vorwurf, der im Raum steht? WhatsApp würde Links zensieren, die das Wort „Telegram“ enthalten. Hierbei soll es egal sein, welche Top-Level-Domain genannt wird, das bloße Vorhandensein des Wortes soll WhatsApp dazu veranlassen, Links nicht mehr klickbar zu machen – selbst das Kopieren soll nicht mehr möglich sein.Zuerst machte mich unser Leser Pascal auf diesen Umstand aufmerksam, des Weiteren beobachtete ich einen Thread bei Reddit, in dem einige Nutzer Screenshots posteten, die auf diesen Umstand eingingen. Also flugs auch einmal bei uns getestet – WhatsApp für Android und iOS funktionierten problemlos, alle Links waren korrekt klickbar, so wie man es erwartet.

Aber: Ich habe einmal getestet: die aktuelle Release-Version aus dem Google Play Store trägt die Versionsnummer 2.12.367, eine Beta ist derzeit mit der Nummer 2.12.537 zu haben. Die Play Store-Variante zeigt derzeit keine Links an, wohl aber die Betaversion.

Telegram selber hat den Tweet eines Nutzers mit einem Retweet versehen, der WhatsApp Zensur vorwirft, zudem geht das Team hinter dem Twitter-Account noch auf einige Tweets der Nutzer ein, um zu zeigen, dass wohl WhatsApp ein böses Spiel spielt.

Was konkret hinter der Fehlfunktion steckt, steht derzeit in den Sternen. Bis der Spaß sich aufklärt, bleibt Platz für Spekulationen. Fehler oder Zensur? Fest steht, dass die Betaversion von WhatsApp den „Fehler“ nicht hat, während die große Nutzerschaft der Finalversion Telegram-Links wohl nicht klicken oder kopieren kann.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Zumal für Threema nur eine Einmalzahlung anfällt während man für WhatsApp jedes Jahr blecht. Das kalkulieren viele auch nicht ein in ihr „Threema ist soooo teuer“ – Gejammer.

  2. @Dennis

    Das ist wie mit Facebook 😉

    Tante, Onkel, Oma.. Nun ziehen die „Alten“ alle Nach. Kommen auch auf diese Plattformen und die „Jungen“ fliehen von der Plattform.

    Zur Zeit stecken die „Mittleren“ oft die „Alten“ an. Da sie über WhatsApp ganz leicht Babyfotos weiter schicken können.
    Selbst meine Auto-Werkstatt wollte schon, dass ich ein Bild per WhatsApp schicke. Die bekam dann eine SMS mit einem Bildlink zurück 😉

    Ich selbst bin mit Threema sehr glücklich geworden. Hier werden Features wenigsten per Addons erweitert. Somit kann die APP nicht einfach mal über das Micro mitlauschen, sofern die Hilfsapp nicht installiert ist und bläht auch nicht mit unnötigen features auf, die man vielleicht gar nicht braucht. Und da ich öffters mal die SIM-Karte tausche, brauche ich mir um die Kopplung an die Handnummer keine Sorge machen.

    Allerdings wächst die APP immer mehr leicht in der Grösse. Ich hoffe die Entwickler passen da auf.

    Nebenbei:

    Whattsapp sah ich zuletzt auf einem iPhone mit einer Grösse von satten 70MB.

    Auf Android geht es noch…
    WhatsApp: 20MB. Ausgeführt 46.66 MB (bei Handynummernabfrage)
    Threema: 17 MB. Ausgeführt 45.33 MB (während Lesen von Nachrichten)
    Telegram: 16 MB, Ausgeführt 40.98 MB (bei Handynummernabfrage)

    Wenn man aber bedenkt, dass es auch noch Androids 1.6-2.1 gibt, die gerade mal 150 MB (freien) RAM haben, dürften solche APPs bei uralten Smartphones kaum noch Sinn machen.

  3. @wpressy:
    Uralte Smartphones werden zunächst gerootet und dann mit Link2SD. o.ä. bestückt und schon ist es mehr oder weniger wurscht, wieviel RAM im Smartphone frei sind, denn nach der Installation wandert Telegram oder was auch immer komplett auf die SD-Karte.

  4. @Jeff du verwechselst RAM mit normalen Speicherplatz. RAM auf der SD-Karte wäre eine zusätzliche Bremse.

  5. Also, wer ernsthaft glaubt, dass sei ein Bug ….
    Dass der Link nicht klickbar ist, könnte vielleicht sogar noch ein Bug sein, aber dass der Kopierbutton verschwindet (der sonst nie verschwindet), kann kein Bug sein, besonders in der Kombination mit dem nicht klickbaren Link.

  6. @Oink:
    Richtig, mea culpa. Ich dachte, daß wpressy von von internem Speicher spricht und habe daher die Wortwahl übernommen…

    RAM-Not habe ich bei meinem alten Gerät noch nicht festgestellt. Nach Reboot sind 180 MB von 400 MB RAM unbelegt.

    Von meinem 220 MB internen Speicher sind 90 MB frei, bei 150 User-Apps und 1 GB ausgelagertem internen Speicher auf sdext2.

    Problematisch für alte Geräte mit wenig internem Speicher ist eigentlich nur Google, denn dieser Verein drückt die Play Services ohne Gnade aufs Gerät, auch wenn gar kein interner Speicher mehr frei ist, deshalb sollte man da immer ein Auge drauf werfen und ein Backup parat haben.

  7. So dumm, Links auf die Telegram-Webseite zu zensieren, sind nicht mal WhatsApp-Entwickler. 😉 Das ist eindeutig ein Fehler. Wenn schon, hätten sie wohl eher Threema zensiert — wen interessiert schon Telegram. 😉

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