Feedly: RSS-Reader fährt mit angezogener Handbremse

Feedly hat wohl viele Herzen von ehemaligen Google Reader-Nutzern erobert. Nach und nach rollte der Dienst Premium-Funktionen aus, auf die wohl viele Leser bislang verzichten konnten. 5 Dollar kostet Feedly Pro im Monat – oder 45 Dollar im Jahr. Was vielleicht vielen nicht auffiel: Feedly liefert Feeds kleinerer Seiten mit einer Verzögerung von 30 Minuten aus. Ein Umstand, der viele „normale“ Leser nicht stören sollte, doch vielleicht kleinere Seitenbetreiber trifft, da deren, vielleicht exklusive und interessante News, erst verspätet beim Leser ankommt. Eigentlich schade – für diesen Speedbost sollte nicht der Leser zahlen müssen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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40 Kommentare

  1. Das ist ja in etwa wie die Bevorzugung zahlender Firmen, so dass ihre Dienste von Providern nicht gedrosselt werden, oder? Das finde ich nicht gut. Stärkt die Großen und schwächt die Kleinen.

  2. dafür sollte weder der Leser noch der Seitenbetreiber bezahlen müssen! Feedly hat sich sehr viel ehemalige Google Reader Nutzer gekrallt und jetzt werden immer mehr bezahl Features ausgerollt, war ja von Anfang an klar, leider…

  3. Sehe ich auch eher kritisch. Wenn Feedly an Marktmacht zunimmt, wird es für Webseitenbetreiber bitter: Wenn die Leser nicht zahlen wollen und trotzdem Feedly weiternutzen möchten, müsste wohl der Webseiten-Betreiber zahlen. Noch ist es nicht so weit, und ich hoffe, Feedly geht nicht diesen Weg (und wird gar nicht erst de-facto-Monopolist). Aus Nutzer-Sicht finde ich es nicht schlimm. Hey, der Dienst ist für lau – und wem die Funktionen nicht reichen, kann auch kostenfrei einen selbstgehosteten Dienst oder eine der vielen Alternativen nutzen.

  4. Finde ich zwar ärgerlich, aber wenn ich als kleiner Blogger wirklich mal eine Sensation hätte, würde ich mir schon über die üblichen Kanäle vorher Gehör verschaffen (oder jedenfalls versuchen so etwas zu machen) – sowas wie bei der AdblockGate Geschichte im Ungefähren…

  5. Welche Alternativen gibt es zu Feedly?

  6. @peter: selfhosting, Digg, AOL. Diverse Alternativen stellten wir vor 🙂

  7. Ich sehe da höchstens ein Problem für die „Ich habe es aber zuerst gemeldet!!!!!11einself“-Fraktion.

    Wer unbedingt seine News zuerst gelesen haben will, soll eben was zahlen, damit es so ist.

    Mir als Verbraucher ist relativ egal, von wem die Nachricht zuerst kommt. Letztlich steht sie eh bald überall.

  8. @Peter Groth http://rssly.de ist auch kostenlos nutzbar. Dort gibt es solche Einschränkungen nicht…

  9. Ich persönlich habe mir auf meinem Webspace Feedafever.com installiert. Kostet halt einmalig nen „Zwanni“, macht mich aber unabhängig von so nem Firmengedöns. Habs sowieso satt, dass Firmen mit meinen Informationen (welche Feeds lese ich wann wie und wo) nutzen und Geld verdienen um mich dann wie Feedly zusätzlich noch zu bremsen oder zu schröpfen

  10. Stehe gerade etwas auf dem Schlauch: Was bedeutet Speedbost?

  11. 30 Minuten ist ja noch harmlos. Für Google Code Updates braucht feedly 24h. Könnt das gerne ma testen z.B. hiermit: https://code.google.com/p/dolphin-emu/source/list

  12. Bevor Feedly solche Spielchen veranstaltet sollten sie mal sehen, dass ihr Dienst ordentlich funktioniert. Nach wie vor kommen Feeds teilweise mit tagelanger Verspätung an. Für die Leistung zahle ich nicht.

  13. Unschön, aber kann ich verstehen. Hatte auch das Gefühl, dass es bei dem Google Reader ähnlich (vielleicht nicht so extrem) lief. Man muss sich ja nur überlegen, dass das Abrufen von ca 20 Feeds, die dann von 10.000 Nutzern abonniert sind, deutlich ressourcensparender ist als das Abrufen von 200 verschiedenen kleinen Blogs, die im schlimmsten Fall nur von einem Nutzer abonniert wurden.

    Und man sollte sich generell überlegen, dass jeder Service sich finanzieren muss, entweder durch ein Trinkgeld oder durch das Verkaufen der Daten. Oder man investiert in eigenen Webspace / Server und seine Daten unter Kontrolle.

    Da Feedly ja in der Basis-Version kostenlos ist (soweit ich weiß), hinkt der Vergleich mit der Telekom auch ein wenig. Aber natürlich ist das ein Grund mehr auch in Zukunft nicht auf Feedly zu setzen.

  14. gibt es eine Android App, welche man mit dem AOL Reader nutzen kann?

  15. Nutze Feedbin nun seit dem Google Reader Shutdown. Perfekt und die 3$ im Monat zahle ich gerne.

  16. TheOldReader
    Habe zuerst Feedly genutzt, aber der Google-Zwang und diese unsinnigen Bezahloptionen waren Grund genug einen anderen Dienst zu testen. Mit TOR bin ich voll zufrieden. Und auf Android gReader zum syncen.

  17. hoffentlich bieten die nochmal eine lifetimelizenz wie am anfang :\ aber was z.b. an breakingnews.com klein sein soll, versteh ich ehrlich gesagt nicht 😀 vermutlich heißt klein nicht klein, sondern wenig bei feedly abonniert …

  18. Darum nutze ich schon seit einiger Zeit InoReader. Zum Androiden wird mit News+ gesynct. Perfekt.

  19. Ok, wieder umziehen! 😉

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