FairEmail: Entwickler hat wieder Probleme mit Google

Der Entwickler von FairEmail, einer kostenlosen Open-Source-Mail-App, hat wieder Probleme mit Google. Dieses Mal geht’s um die Anmeldung bei Gmail, die ja OAuth 2.0 bei Dritt-Clients voraussetzt. Man stelle sich aber vor: Jene Schnittstelle hat ein Limit – und jenes Neubenutzer-Limit liegt wohl für jeden Client irgendwie anders – je nachdem, wie bekannt und verbreitet die App ist, dem Ruf des Entwicklers und der Risikobereitschaft.

Um Nutzer und Google-Systeme vor Missbrauch zu schützen, gelten für Anwendungen, die OAuth und Google Identity verwenden, bestimmte Quotenbeschränkungen, die auf dem Risikoniveau der von einer Anwendung verwendeten OAuth-Bereiche basieren.

Nun ist FairEmail in ein Limit gelaufen – und von Google gab es tagelang nur dünne Antworten. Siehe auch die Statusmeldungen. Der Entwickler hat da durchaus berechtigte Gedankengänge:

Da eine E-Mail-App, die nicht für Google Mail verwendet werden kann, angesichts der Dominanz von Google Mail keine E-Mail-App ist, ist dies mehr als problematisch. Da das Problem nicht erkannt wird und die gleiche Antwort wiederholt wurde, habe ich eine Beschwerde bei der EU wegen missbräuchlichen Verhaltens (gemäß Artikel 12) eingereicht.

500.000+ Installationen hat die App über den Play Store, aber es gibt sie ja auch bei Fdroid oder als direkten Download. Laut Google hat FairEmail 60.000 Neuanmeldungen am Tag zur Verfügung – da hätte ich gedacht, dass das ausreicht.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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66 Kommentare

  1. Also ich habe die Nase voll von diesem Hin und Her. Und Gmail bzw. Google kann mich auch mal. Werde stattdessen vielleicht Apple Mail versuchen. Gibt es irgendwo ein Forum, wo man Hilfe bekommt in Bezug auf Apple Mail + eigene Domain?

    • Oliver Müller says:

      Apple Mail gibts nicht für Android.

    • Hatte ich mal grob umrissen. Catchte mich aber auch nicht.

    • Warum nicht eine eigene Domain mit Webspace und fertig. Allemal datenschutzfreundlicher als Apple und Co..

      • Oliver Müller says:

        Dank „Angeboten“ wie denen von Google, Microsoft & Co. gehen die Menschen davon aus, E-Mail muss kostenlos sein.

        • Ich kann es auch niemanden verübeln! Eine eigene Domain aufsetzen und dann das Postfach zu konfigurieren, etc. macht nicht jeder aus der Kalten. Aber rein für den Datenschutz wäre es schon deutlich besser, auch eine eigene Domain, nicht über Google, Apple zu realisieren. Es gibt ja auch von diversen Hostinganbietern Angebote nur für E-Mail. Aber dann muss man halt auch auf das Klickibunti verzichten was Web.de oder GMX, etc. aufzwängen.

          • gmx und web.de sind absoluter Tracking- und Werbe-Overkill. Ich bin immer wieder überrascht, was sich Leute eigentlich bieten lassen.

            • Versteh ich grad nicht. Was ändert denn der mailanbieter an dem Programm?! Das sind doch zwei komplett unterschiedliche Sachen die man separat von einander verwenden/auswählen kann. Wenn du keinen Bock mehr auf fairmail hast nimm ne andere app. Du brauchst doch deswegen nicht den mailanbieter wechseln…

          • Was muss man denn bei halbwegs modernen Webseiten am Mailkonto konfigurieren? Das ist auch kein Hexenwerk mehr. Das einzige was u.a. Gmail wirklich gut macht ist der Spamfilter, der ist bei GMX auch ziemlich gut.
            Posteo, Mailbox.org usw gibts ja auch noch.

            Zum Glück nutze ich kein Fairemail mehr und für GMail habe ich es eh noch nie genutzt.

      • Zum einen verursacht das Kosten und Aufwand und zum anderen ist die Kommunikation dann störanfälliger als wenn Du bei einem der großen Mail Anbieter bist.

        Deine Domaine kann durchaus Mal auf einer Blacklist landen, bei Gmail und Co traut sich das keiner :).

        • Ist mir in den letzten Jahren nie passiert. Ich war viele Jahre bei Host Europe, bis die den Service quasi eingestellt haben, jetzt seit 6 Jahren All-Inkl. Solche Probleme gab es nie. Eher landen AOL, Yahoo, T-Online auf irgendwelchen Listen weil die ihre Spamschleudern nicht unter Kontrolle kriegen.

      • Marcel schrieb:

        > Warum nicht eine eigene Domain mit Webspace und fertig. Allemal datenschutzfreundlicher als Apple und Co..

        Auch sicherer?
        Meine letzten Erfahrungen mit deutschen Webhostern war da eher ziemlich heftig.
        In einem Fall wurde deren ganzes Sytem keine 24 Stunden nachdem ich mich dort angemeldet
        hatte, bei einem Cyberangriff gehackt und ich fand in meinem Webspace eine seltsame Deface-Seite
        vor. Ich hatte dort zwar noch nichts eingerichtet, habe mich dann aber gleich wieder verabschiedet.

        Davon ab: Eine Website einzurichten, ist dank der DSGVO ja mittlerweile eh ein juristisches Minenfeld.

        • Du brauchst ja keine Website aufsetzen. Ich habe auch einen Platzhalter (weiße leere Seite). Es ist privat, es werden keine Daten erhoben. Um welchen Anbieter handelt es sich der da „gehackt“ wurde?

    • Probier doch mal posteo.de. 🙂

      Die sind gut, und kosten mit 1.-€ pro Monat / 12.-€ im Jahr wirklich nicht die Welt. Da kümmert sich jemand um den Server, Deine Daten sind gut geschützt, liegen in Deutschland – also alles fein! Umweltgedanke bleibt dabei auch nicht auf der Strecke.

      Ich bin da vor Jahren gestrandet und echt hängen geblieben. Und da hat man echt keinen Stress und alles läuft.

    • Thomas B. says:

      Ich kann noch Fastmail sehr empfehlen, funktioniert mit eigenen Domains und bietet CardDAV und CalDAV fürs Synchronisieren an.

    • Sich von google Mail zu verabschieden kann ich eigentlich nur unterstützen.

      Ich nutze problemlos seit Jahren fairmail in Verbindung mit Peer Heinleins Berliner Unternehmen mailbox.org. Den einen Euro im Monat (kleinstes Angebot) sollte einem ein datenschutzfreundlicher Mailanbieter wert sein.
      https://mailbox.org/de/

      Dort gibt es auch die Möglichkeit die eigene Domain mit einzubinden.

  2. Da wird er ja wieder aufhören wollen

  3. der tobende Tobias says:

    Ach Google ey…

  4. Abundzu habe ich den Eindruck, der Entwickler sucht händeringend nach Gründen, endlich die Weiterentwicklung einzustellen. Ja, er kann hier wohl nichts dafür, aber irgendwie scheint er die Probleme anzuziehen.
    Sei es drum… ich freue mich schon auf Thunderbird Mobile und bin jetzt schon begeistert vom Entwicklungsfortschritt der letzten Wochen. Aktuell laufen zur Umgewöhnung noch beide Mailclients parallel aber FairEmail wird bei mir schon bald nach einer schönen langen Zeit in die ewigen Jagdgründe eingehen.

    • Das letzte Mal, als ich K9 ausprobierte, konnte es noch gar keine Gesten (links schieben: gelesen, rechts schieben: archivieren, in dieser Art) und kam für mich daher als ernsthafte Alternative zu einer (imho) richtigen Mail-App überhaupt nicht in Betracht.

    • Den Eindruck habe ich auch, und nach meiner persönlichen Erfahrung liegt das Problem dann meistens auf beiden Seiten.

      Wenn die Art der Kommunikation von Anfang an entsprechend vergiftet ist hat auch Google irgendwann keine Lust mehr.

  5. Franky R. says:

    Früher habe ich sehr gerne FairEmail genutzt, aber schon nach dem letzten hin und her sowie seiner Ankündigung sich zurückzuziehen bin ich zu BlueMail gewechselt und zufrieden. Die Bedienung iar auch wesentlich angenehmer und intuitiver.

    • Oliver Müller says:

      Die Entwickler von BlueMail haben sich bereits als komplett inkompetent geoutet:

      https://mobilsicher.de/archiv/blue-mail-app-im-test-nicht-empfehlenswert-2

      Meine Empfehlung: Finger weg!

      • Dein link ist aber von 2018, meinst du nicht das es da ein paar Updates gab…. Aktuell ist die Version 1.9.8.94….Dein Artikel bezieht sich auf die Version 1.9.3…….

        • Oliver Müller says:

          Dieses eine Problem ist behoben, ja. Steht auch in dem verlinkten Artikel. Zeigt aber auch, wie schlampig bei BlueMail gearbeitet wird, derartige Fehler dürfen bei so einer Software einfach nicht passieren.

          • Admin 1234 says:

            Jedes Mal, wenn einer schreibt, dass er BlueMail nutzt, wird ein 5 oder 6 Jahre älter Artikel über eine Sicherheitslücke (die jeder andere Anbieter auch schon hatte) berichtet, die längst behoben wurde.

            Das BlueMail unter den Email Apps in den USA sowohl privat, als auch geschäftlich auf Platz 1 liegt wird unterschlagen.

            Genauso in Tests von 2021 liegt er bei Bedienung, Comfort etc. auf Platz 1 und ist einer der wenige, die sämtliche Email Anbieter einbinden kann.

            • Das macht die Bluemail-App trotzdem nicht besser! Sie ist gespickt mit mindestens 3 Trackern und trägt somit Daten raus. Diese haben in Apps, die vertrauliche Daten verarbeiten/enthalten, nichts verloren! Aber das begreifen bis heute Entwickler nicht. Und wenn es das Menschen gibt die Apps entwickeln, die auf Datenschutz achten, Sicherheitsaspekte in den Vordergrund stellen, dann wird denen ein großer Haufen Steine in den Weg gelegt. Google und Apple nutzen hier ihre marktbeherrschende Stellung aus und pushen die eigenen Services.

            • Oliver Müller says:

              Nein, eine derart eklatante Sicherheitslücke hatte nicht „jeder andere Anbieter auch schon“. Und die Anzahl der Nutzenden sagt nichts über die Qualität der Software aus.

      • Dirk Schwarzmann says:

        Der verlinkte Artikel ist 4,5 Jahre alt. Heißt natürlich nicht zwangsläufig, dass inzwischen alles drin veraltete Informationen sind, aber an der Zuverlässigkeit/ Aktualität möchte ich dennoch zweifeln.

    • Habe ich auch so gelesen. Datenschutztechnisch ne Katastrophe das Ding.

  6. Der Typ geht mir so auf den Sack. Jetzt schmeißt er schon wieder hin. Soll sich mal entscheiden die Diva.

    • Oliver Müller says:

      Typen wie du gehen mir auf den Sack. Du hast keine Ahnung, was es heißt, eine solche App zu entwickeln und zu supporten.

      • Der Entwickler von FairEmail ist eine toxische Person. Davon kann jeder ein Lied singen, der schon mal Kontakt mit ihm hatte. Also reg dich wieder ab.

        • Oliver Müller says:

          Ich hatte mehrfach Kontakt mit ihm und kann das nicht bestätigen, im Gegenteil. Der Kontakt war immer nett und freundlich.

  7. Also ich nutze Nine als Programm. Sowohl für meine Posteo Adresse (kostet etwas aber dafür fair, nachhaltig und Datenschutz), Gmail (für einige Fälle) und Arbeit. Bin sehr zufrieden damit.

    • Nine ist top, das stimmt. Nutze ich auch mehrfach täglich und gerne.
      Leider steht die Softwarepflege in den Sternen – 9folders hat als Nachfolger re:Work am Start mit recht teurem Abomodell. Daher wäre eine Alternative auf Dauer nicht schlecht.

  8. Lieber Carsten, Google hat eben doch keine 60k Neuregistrierungen pro Tag angeboten. Soweit kenntlich wurde ein Limit von 60k Tokens pro Tag gesetzt. Refresh-Tokens — also die Tokens für bereits registrierte FairEmail Nutzer — scheinen in diesem Limit ebenfalls berücksichtigt worden zu sein.

    Der Entwickler hat diverse Grafiken von Google sowie darauf basierende Rechnungen bereits veröffentlicht. Daraus ist kenntlich, dass Google ihm nicht einmal 1.000 Neuregistrierungen ermöglicht hat.

    Sobald die App in französischen Medien erwähnt wurden sollen die Downloadzahlen gestiegen haben. Damit gab es mehr Neuregistrierungsversuche als Google es erlaubt hat. Viele dieser Nutzer haben anschließend die App nicht nutzen können, was sich auch aus den Bewertungen sowie aus dem direkt nach dem Anstieg wieder gefallenen Kurve zeigen lässt.

    Insofern ist die Aussage in dem obigen Artikel falsch, dass 60k Neuregistrierungen möglich gewesen wären. Hinzu fehlt die Information, dass Google trotz der mehrfachen Überschreitung der von Google aufgesetzten Grenze, Google’s Antwort „die Grenze reicht bei dir aus, wir passen nichts an“ lautet.

  9. Larry Lush says:

    FairMail ist die besten und sichersten Email apps die es gibt. Punkt. Der Programmierer hat auch NetGuard gemacht, mit dem man jeder App das Kommunizieren mit Datenschluckern abgewöhnen kann und die auch noch Systemweit auf Android Devices die Werbung abstellen kann (wenn man sie nicht über den Play Store installiert), also ein Muss für jeden der einigermassen Wert auf Privatsphäre legt. Aber klar, Google ein Dorn im Auge …

    • Oliver Müller says:

      Das ist wohl der Punkt. FairEmail ist zu erfolgreich, das stört Google, die Nutzenden sollen gefälligst deren Gmail App verwenden.

      • Jetzt sind wir im Bereich der Verschwörungstheorien,

        Ich persönlich kenne niemanden, selbst im IT Umfeld, der je von dieser App gehört hat, und noch weniger welche diese nutzen.

        • Da würde ich aber mal eher das Wissen in deinem IT Umfeld hinterfragen.

          Diese Aussage halte ich für ziemlich erschreckend, es sei denn mit „IT Umfeld“ ist hier der Computerverkäufer im Elektromarkt gemeint. Dann wundert mich das nicht.

          • Oliver Müller says:

            Heute zählen sich die Menschen doch schon zum IT Umfeld, wenn sie erfolgreich einen Smart TV eingerichtet haben. Insofern nicht verwunderlich…

        • Oliver Müller says:

          Wie viele Menschen sind denn noch weniger als niemand?

    • Masterli77 says:

      Du hast es auf den Punkt gebracht! Die App ist extrem Datenschutzfreundlich, leicht zu bedienen und für mich der Standard schlechthin!

  10. Was wäre denn eine gute Alternative, die auch die Möglichkeit bietet Tracking Pixel zu erkennen und zu blocken? Das ist quasi der Hauptgrund warum ich die App nutze. S/MIME Support wäre auch nice to have.

    • Die einfachste Möglichkeit um Tracking zu begrenzen ist, einen anderen DNS-Dienst einzustellen (bspw. dnsforge.de). Hat noch den zusätzlich Vorteil, Tracking systemweit einzuschränken.

    • Richtig, S/MIME Support, wer kann denn das schon richtig wenn überhaupt? Nine war keine Option, da hat es nicht zu 100% funktioniert. Und r2mail2 sieht aus wie schon mal gegessen …

  11. Bin nun auch wieder zu K9 Mail gewechselt und bereue es nicht. Vorallem wenns mal mit Thunderbird besser wird

  12. > Man stelle sich aber vor: Jene Schnittstelle hat ein Limit – und jenes Neubenutzer-Limit liegt wohl für jeden Client irgendwie anders – je nachdem, wie bekannt und verbreitet die App ist, dem Ruf des Entwicklers und der Risikobereitschaft.

    Wie kommst du denn darauf? Wo finde ich denn den Hinweis auf „… dem Ruf des Entwicklers und der Risikobereitschaft.“

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