Facebook: „Wollen WhatsApp sicherer machen“

Scott Renfro, einer der Zuständigen in punkto Sicherheit bei Facebook (von 2002 bis 2008 war Renfro bei Yahoo), wird in der aktuellen Ausgabe des Spiegels zitiert, dass das Lösen von WhatsApp-Sicherheitsproblemen nun „absolut“ zu den Aufgaben des Sicherheitsteams von Facebook gehören würde.  „WhatsApp wird eigenständig bleiben, aber ähnlich wie bei Instagram und anderen Übernahmen werden wir eng zusammenarbeiten, um zu gewährleisten, dass wir sichere Anwendungen bauen“, so Renfro im Interview.

whatsapp-logo

Auch könnte es sein, dass WhatsApp in das „White Hat Bounty Programm“ kommt, hierbei zahlt Facebook an Sicherheitsexperten, die Sicherheitslücken aufdecken, je nach Sicherheitsloch einen Finderlohn. Angesprochen auf den NSA-Skandal meint Renfro, dass man sich ständig in einem Wettrüsten befinde – die größte Herausforderung bestehe darin, eine sichere Kommunikation sicherzustellen, die auch „von den Großeltern“ leicht genutzt werden könne.Wie ich schon zur Übernahme von WhatsApp durch Facebook schrieb: in Sachen Sicherheit war die Übernahme das Beste, was den Nutzern passieren konnte – denn jetzt wird WhatsApp noch mehr auf die Finger geschaut.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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24 Kommentare

  1. Ja klar, geben wir den Russen was wir der NSA nicht gönnen …

  2. @Dieter nicht ganz. die leute hinter Telegram haben sich schon deutlich gegen zensur und überwachung in russland ausgesprochen und hatten deswegen mehr als genug ärger. außerdem lässt sich der client problemlos überprüfen.

  3. besucherpete says:

    @UNA: Verstehen tun wir Dich hier wohl alle, oder jedenfalls das, was Du sagen möchtest. Deine Beispiele sind dennoch zumindest fragwürdig, denn auch, wenn man nicht auf Whatsapp oder Facebook setzt, ist man doch nicht weniger einfach zu erreichen, nur eben auf einem anderen Weg. 100% der Kontakte hast Du in aller Regel sowieso nicht auf nur einer Plattform zusammen – es sei denn, Du suchst Dir Deine Freunde explizit danach aus (was ich aber nicht glaube). Insofern kommt man in aller Regel sowieso nicht umhin, auch andere Kommunikationswege zu nutzen, wenn man wirklich alle erreichen will.

    Ich nutze auch Whatsapp und auch Facebook (wenn auch wohl nicht so intensiv wie viele andere), und ich kenne auch diesen „sozialen Druck“, aber meiner Erfahrung nach wissen die eigenen Kontakte schon recht gut, wie man zu erreichen ist – eben auch nicht. Natürlich kann man dann auch einfach mal „vergessen“ werden, aber wenn man Dich beteiligen möchte, wird man Dich auch auf anderen Wegen kontaktieren. Und wenn das tatsächlich dauerhaft nicht geschieht, hat das nichts mehr mit „vergessen“ zu tun.

  4. Hans Wurst says:

    „in Sachen Sicherheit war die Übernahme das Beste, was den Nutzern passieren konnte – denn jetzt wird WhatsApp noch mehr auf die Finger geschaut.“
    Sehe ich nicht so.
    Es wird vielleicht sicherer im Sinne von: Es kann nicht mehr von Hinz und Kunz abgehört werden. Aber was hilft das? Wer sensible Daten über WhatsApp verbreitet, dem ist ohnehin nicht zu helfen.
    Facebook hat jetzt noch mehr Daten, gerade Kommunikationsdaten sind sicherlich einiges wert. Da würde ich mir mal gedanken machen. Firmen wie Facebook und Google hatten schon damals bei den Anschlägen deutlich aktuellere und umfangreichere Profile von mutmaslichen Verantwortlichen als alle US-Geheimdienste zusammen. Das würde mir mal zu denken geben. Leider wird die tatsache momentan immer unter den Tisch gekehrt. Fakt ist allerdings, dass zwar Geheimdienste wie die NSA teilweiße außer Kontrolle geraten sind, aber wie sieht es mit der Kontrolle privater Konzerne in dieser Hinsicht aus? Tja da bleibt erstmal ein großes Fragezeichen.
    Was also hat der 0815-Nutzer davon? Richtig, nur Nachteile.

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