Facebook will Anzahl von Clickbait-Videos dezimieren

Clickbaiting ist im Jahre 2017 eine mehr als bekannte Masche, neugierige Nutzer mit Tricks für noch mehr Klicks auf Seiten zu zerren, die sie ansonsten vermutlich nie im Leben aufgesucht hätten. Neben den herkömmlichen Clickbait-Überschriften im Stile von „Er bog links ab. Was er dann sah, wird Sie erschüttern!“ gibt es aber natürlich auch einige andere Methoden. Gerade bei Facebook musste man feststellen, dass gerne auch vermeintlich interessante Videos für solche Zwecke missbraucht wurden.

 

In den kommenden Wochen will man nun dafür sorgen, dass der News Feed mehr und mehr von solchem Unrat befreit wird. Dazu zählen zum einen Bilder, die einen Play-Button implementiert bekommen haben, um damit Leser zu ködern, die das vermeintliche Video abspielen wollen. Zum anderen aber will man auch gegen Videos vorgehen, die eigentlich nur ein statisches Bild zeigen und den Nutzer ebenfalls einfach auf ungewünschte Seiten locken sollen.

Dazu werde man den News Feed ab sofort regelmäßig nach solchen Inhalten scannen und entsprechende News und Beiträge direkt abwerten, damit diese im günstigsten Fall so gut wie gar nicht mehr dargestellt werden. Eine direkte Blockierfunktion wird es wohl nicht geben. Also immer daran denken: Melden macht frei 😉 Wenn es Facebook wirklich ernst damit meint, dann hilft jeder von euch gemeldete Clickbait-Beitrag, dass der Mist in Zukunft wenigstens wieder ein wenig seltener zu sehen ist.

(via FB Newsroom)

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. „Log dich ein, um die Seite / das Video sehen zu können“. Facebook kann mich mal.

  2. Das wird solchen FB-Seite wie „RapUpdateDasMagazin“ oder „focus.de“ hoffentlich das Ende bereiten, zumindest zu schaffen machen.

  3. Die Abwandlung des Nazi-Spruchs ist ja mal vollkommen fehl am Platz…

    • @Pete, keine Ahnung warum du nun die Nazi-Keule schwingen magst? „Melden macht frei“ ist ein tagtäglich benutzter Satz, den nicht nur ich verwende. Kleine Anekdote: Hauptberuflich habe ich jeden Tag mit Soldaten zu tun. Ein jeder von ihnen bekommt bereits als kleiner Rekrut den Satz „Melden macht frei… und belastet den Vorgesetzten! beigepult, damit auch der letzte Hansel begreift, nicht korrekt ablaufende Situationen („Vorkommnisse“) und sonstige Vergehen umgehend an seinen Vorgesetzten weiterzuleiten. Und nun wieder zurück mit der Keule, abgewandelt hat hier maximal deine Fantasie 😉

  4. Ich finde den Spruch auch fehl am Platz … keiner kann den historischen Hintergrund leugnen & was bei der Bundeswehr so abgeht, da läuft es mir eh den Rücken herunter

  5. @Benjamin
    Nach kurzem Gespräch mit einem Oberstleutnant (Panzerbataillon) hier in Niedersachsen wäre der Satz völlig ungebräuchlich und würde allenfalls als wie auch immer gearteter Scherz gebraucht. Die Gründe gehen ja schon aus den anderen Beiträgen hier hervor.

  6. In der 1. bis 3. Kompanie der Neumünsteraner Nachschieber haste den Spruch Ende der 90er schon in den ersten zwei Wochen als Faustregel beigebogen bekommen. War im Zweifelsfall auch immer hilfreich 🙂

  7. Diesen ganzen „und dann geschah etwas ganz furchtbares mit dem keiner gerechnet hatte…“ Müll sollte man sofort entfernen und am besten den Ersteller mal für 30 Tage sperren. Dann wird ein solcher Müll ohne jeglichen Inhalt auch ganz schnell nicht mehr weiter verbreitet.

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