Facebook übernimmt VR-Entwickler Beat Games

Facebook hat sich Beat Games einverleibt, einen Entwickler von Virtual-Reality-Inhalten. Vielleicht ist euch dessen Titel „Beat Saber“ bekannt, quasi eine Mischung aus Lichtschwert-Gerassel und Musikspiel. Das Game ist bei Steam sehr beliebt und hat so einige Fans. Deswegen dürfte dann wohl auch Facebook das tschechische Team in den Blick genommen haben. Beat Games wird nun ein Teil der Oculus Studios.

Trotzdem soll Beat Games ein eigenständiges Studio in Prag bleiben, wird aber eben unter das Dach von Oculus geschoben. Wie unabhängig der Entwickler bleiben darf, muss uns dann eben die Zeit zeigen. Facebook und Oculus dürften da mit ihren finanziellen Möglichkeiten sowohl viele Chancen als auch viele Risiken für Beat Games bedingen – wie es eben immer bei derlei Übernahmen von Spieleentwicklern der Fall ist. Gamer kennen das Spielchen ja von EA, Microsoft und Co., die sich gerne Entwickler einverleiben. Einige Studios konnten dadurch aufblühen (Naughty Dog) andere gingen unter (Pandemic).

Zumindest hat man im Oculus Blog (siehe Quelle) bereits bestätigt, dass „Beat Saber“ weiterhin mit Updates und neuen Inhalten versorgt werde. Das Spiel solle aber nur ein erster Vorstoß sein, in Zukunft sei nun mit der Unterstützung von Facebook deutlich Größeres zu erwarten. Was das sein wird, muss man dann eben mal abwarten.

„Beat Saber“ soll jedenfalls im Dezember einen 360°-Level-Modus und neue Musik erhalten. Zudem deutet Oculus an, dass wohl noch mehr VR-Entwickler unter das Dach der Oculus Studios wandern werden. 2020 solle demnach ein besonders aufregendes Jahr für VR-Fans werden. Zudem deutet man eine Portierung von „Beat Saber“ für mehr Plattformen / VR-Headsets an. Denn man erklärt, man wolle das Spiel zu noch mehr Nutzern bringen.

Und was ist mit Mods? Da kommt eine Standard-Aussage: Ja, sie sollen weiter möglich sein und werden von den Entwicklern auch befürwortet – solange sie kein Urheberrecht verletzen. Denn wie ihr euch denken könnt, geht es da bei dem Musikspiel auch darum selbst externe Songs einzubinden, zumindest ist das bei Fans beliebt – aber natürlich wegen der Musikrechte ein heikles Thema. Auch da heißt es nun abwarten, wie Oculus und Facebook damit umgehen werden. Man beruhigt Fans zumindest schon einmal: „Beat Saber“ werde nicht zu einem Oculus-Exklusivtitel oder dergleichen, andere Plattformen wie die HTC Vive werde man gleichberechtigt bedienen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Au Weia, Beat Saber ist einer DER VR Titel. Hoffentlich lässt Facebook das weiter wachsen. Ich freu mich für die beiden Entwickler die jetzt wohl den Rest des Lebens auf der Sonnenseite verbringen werden. Sooo eine geniale Idee mit der eigenen Musik umzusetzen, das ist schon große Kunst. Ich kann nur jedem raten Beat Saber mal zu testen, ist echt VR Workout (Sportzeug ist Pflicht, nach 45 Minuten ist duschen angesagt). Noch eine zweite Hoffnung, die Mods sollten auch weiter funktionieren (eigene Musik einzubinden), aber da bin ich weniger optimistisch.

  2. Beat Saber ist super, mir gefällt die Übernahme kein Bisschen

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