Facebook übernimmt CTRL-labs: Startup will Computer über das Gehirn fernsteuern

Technik bedient man heute meistens noch über die Hände: Auf einer Tastatur tippt man, eine Maus bewegt man umher und auf einem Touchscreen an mobilen Endgeräten wischt man herum. Klar, es gibt auch Sprachsteuerung oder manch andere Techniken, etwa für das Eyetracking. Doch ganz anders versuchen will es CTRL-Labs, welche an Möglichkeiten arbeiten, um Computer und andere Geräte direkt über das Gehirn fernzusteuern. Das hat das Interesse von Facebook geweckt, welche CTRL-labs nun schlucken.

CTRL-labs wird somit in Zukunft ein Teil der Facebook Reality Labs, welche unter anderem auch an Smart Glasses und Augmented Reality forschen. Was Facebook für das Startup aus New York gezahlt hat? Nun, da sprechen die Quellen nur vage von einem Kaufpreis zwischen 500 Mio. bis 1 Mrd. US-Dollar. Facebooks Vizepräsident für AR / VR, Andrew „Boz“ Bosworth glaubt, dass Techniken wie die von CTRL-labs auf lange Sicht die Bedienung im Bereich Virtual und Augmented Reality revolutionieren könnten.

CTRL-labs arbeitet an einem Armband (CTRL Kit), mit welchem dem Menschen dann am Ende ihre Hardware über die Gehirnströme fernsteuern könnten. Das Armband soll da quasi als „Übersetzer“ fungieren. Gegründet wurde CTRL-labs 2015 von Thomas Reardon und Patrick Kaifosh, zwei Alumni der Columbia University mit PhDs in Neurowissenschaften. Bisher hatten in das Startup unter anderem schon Alphabet und Amazon investiert.

Facebooks Interesse kommt nicht völlig überraschend, denn schon seit 2016 arbeitet das soziale Netzwerk intern an Technologien, die man auch als „Brain Computing“ bezeichnet. Man befinde sich aber laut eigenen Aussagen noch mehrere Jahre davon entfernt ein Produkt für den Massenmarkt vorzustellen. Vielleicht kann die Übernahme von CTRL-labs die Arbeit nun beschleunigen. Im Übrigen sind Facebook und CTRL-labs mit derartigen Gedankengängen nicht alleine. Elon Musk etwa will mit Neuralink gar direkt am menschlichen Gehirn ein Upgrade vornehmen. Erste Tests sollen schon 2020 starten.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. Wenn sich die Gesellschaft so weiter entwickelt, wie bisher, ist mit so einem System doch niemand in der Lage, überhaupt irgendwas zu steuern. Dann fehlt dem Großteil der Bevölkerung die Voraussetzung dafür, möchte man meinen.

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