Facebook soll an einem anonymen Messenger arbeiten

Facebook ist schon lange nicht mehr nur das soziale Netzwerk, als das es einmal gestartet ist. Deshalb sucht man auch bei Facebook immer neue Wege, die Nutzer mit Neuerungen bei Laune zu halten. Laut New York Times arbeitet Facebook nun auch an einem anonymen Messenger. Interessant ist dies in zweierlei Hinsicht. Einmal im Bezug auf die gewünschte Klarnamenpflicht bei Facebook selbst und einmal, weil Facebook auch nachgesagt wird, an einer Plattform für das Gesundheitswesen zu arbeiten.

Facebook-Logo

Die App soll es Menschen ermöglichen, anonym an Diskussionen teilzunehmen. Wie genau dies vonstatten gehen soll, ist allerdings unklar. Also ob es eine Verknüpfung zum Facebook-Konto gibt, aber die App nur ein Pseudonym ausgibt oder Ähnliches. Klar ist, dass es eine mobile App wird, das Feature also nicht einfach in die Facebook-App übernommen wird.

Das Projekt wird von Josh Miller geleitet, dem vor der Übernahme durch Facebook das Start-Up Branch gehörte. Branch konzentrierte sich auf kleine Diskussionsgruppen. Wie passend. Und hier kommt auch Facebooks Ausblick ins Gesundheitswesen zum Tragen. Das Problem, das Facebook mit der Gesundheitsplattform hat, ist letztendlich die Klarnamenpflicht.

Will man Krankheiten diskutieren, möchte man dies höchstwahrscheinlich nicht öffentlich tun, sondern sich hinter einem Pseudonym verstecken. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um eine triefende Nase oder Genitalwarzen handelt, ist der Nutzer anonym, ist die Wahrscheinlichkeit einer Diskussionsbeteiligung höher.

Natürlich wird die Messenger- / Diskussions-App nun nicht direkt als Gesundheits-Diskussions-Plattform dienen. Sie kann Facebook aber wichtige Einblicke in das Nutzerverhalten geben. Facebook wird eine solche App sicher nicht nur der Anonymität wegen veröffentlichen. Wie anonym die App tatsächlich ist, wird sich erst bei Veröffentlichung zeigen. Sollten die Informationen stimmen, wird die App in den nächsten Wochen veröffentlicht.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Facebook und Anonym? Ist irgendwie ein Widerspruch in sich.

  2. Sollte Facebook das nur per Facebook-Account umsetzen, dann ist’s mit der Anonymität eh vorbei. Besser wäre, das Ganze Open-Source zu stellen, sodass die Anonymität auch nachweisbar ist. Mal schaun, welchen Weg Facebook wählt.

  3. Selbst wenn es angeblich anonym sein sollte, würde ich es nicht nutzen. In FB habe ich absolut null Vertrauen.

  4. Facebook und Anonymität – ist klar 😀

  5. Konstantin L. says:

    Wie wäre es, wenn FB mal eine Funktion implementieren würde, die einem ermöglicht Kontakte bei Whatsapp nicht nur über die Telefonnummer hinzuzufügen, sondern über eine „PIN“ wie beim BB Messenger

  6. selten so gelacht…anonymes facebook 🙂

  7. Aberwitzig. Damit Facebook etwas in die Welt setzen kann, das wirklich anonym sein kann, müssten ja alle Stränge durchschnitten werden, mit denen Geld gemacht wird. Eher wird es auf dem Mond intelligentes Leben geben.
    Die Lösung wird so aussehen: Vordergründig anonym für den popeligen User und offen für Facebook und angeschlossene Dienste, natürlich unter dem Versprechen, absolut nix weiterzugeben. 😉
    Und das Tolle daran: Das wird auch funktionieren!
    Damit hat Facebook dann endlich die Möglichkeit, an die geheimsten und privatesten Informationen seiner User zu kommen. Genialer Schachzug!

  8. Vordergründig anonym für die popeligen User, aber offen für Facebook. Natürlich unter der Zusage, nichts weiterzugeben. 😉
    Eine geniale Strategie, auch an die geheimsten und privatesten Informationen der User zu kommen. Und es wird funktionieren.

  9. … aber die deutschen Jubelperser werden auch das lieben und akzeptieren… da bin ich sicher!

  10. Die könnten Ihren WhatsApp Messenger – der ja ohnehin schon XMPP nutzt – mal für Server-Server Kommunikation (und somit den rest der Welt) öffnen. Das wäre ein sinnvolles Feature.

  11. Genialer Einfall, auch noch an die geheimsten und privatesten Informationen der Nutzer zu kommen…

  12. Sorry für die nervigen Mehrfachposts, aber angesichts meiner sehr kitschen Kommentare in der Vergngenheit dachte ich, hier schon komplett rausgefiltert zu werden, da die Beiträge nicht erschienen.

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