Facebook-Seiten im Visier der Datenschützer

So die vollmundige Überschrift des NDR, des Norddeutschen Rundfunks, der in meinem Sendebereich tätig ist. Aber: bislang geht es nur um das Bundesland Schleswig Holstein. Dessen Datenschützern ist Facebook angeblich ein Dorn im Auge. Webseitenbetreiber (also auch Blogger wie du und ich) würden gegen mehrere Gesetze verstoßen – aus Datenschutztechnischer Sicht. Woher die Infos des NDR kommen und in welchem Zusammenhang die zitierten Textpassagen stammen – don’t know, leider (Nachtrag: daher, danke Marc!). Bußgelder bis zu 50.000 Euro werden genannt, würde man seine Like-Funktion & Co nicht entfernen, denn durch den Klick auf Like würden persönliche Informationen des Klickenden in die USA abfließen – und eben jenes könnte der Betreffende ja nicht ahnen.

nolike

Meine persönliche Meinung dazu? Soziale Netzwerke kann man nutzen, muss man aber nicht. Im Falle des Like-Buttons in Blogs und Webseiten mache ich mir keine Gedanken, er ist nur für Nutzer von Facebook mit Funktion. Und eben jene Nutzer stimmen mit Punkt 16.1 der Facebook AGB folgendem zu: Du bist damit einverstanden, dass deine persönlichen Daten in die USA weitergeleitet und dort verarbeitet werden. Für mich der Traum, aus dem ein Sommerloch ist – doch wie ist eure Sicht der Dinge? (Nachtrag 2: Heise dazu)

Nachtrag 3: der liebe Jens vom Pottblog flaniert gerade über das Barcamp Kiel und hat tatsächlich Menschen des ULD vor die Linse bekommen!

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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68 Kommentare

  1. Ist ja nicht wirklich ein aktuelles Thema, seit mindestens einem Jahr schon Dauerthema. Ich mach mir keine Sorgen. Das hat für mich nichts mehr mit Datenschützern zu tun, das sind Menschen, die Angst vor dem Jahr 2011 haben.

    Man muss Facebook nicht toll finden, man darf gerne hinterfragen. Aber das Fass, was von diesen „Datenschützern“ mit diesen Like-Buttons aufgemacht wird, ist lächerlich.

    (verlinkten Artikel nicht gelesen, daher weiß ich nicht, ob da noch etwas Neues drin steht)

  2. Ich dachte bisher immer, dass nicht erst das Klicken auf „Like“ ein Problem ist (dann gebe ich dir recht wenn du sagst „kann man nutzen, muss man aber nicht), sondern allein das Einbinden stellt schon ein Problem dar. Denn ist man im Browser bei FB angemeldet und surft dann eine Seite mit eingebundem Like/Share-Button an werden schon Daten übertragen.
    Ich war kürzlich auf einer Seite, auf der man den „Like-Button“ erst freischalten musste bevor man klicken konnte. So wurden tatsächlich erst in dem Moment Daten übertragen in dem Button auch benutzen wollte und „freigeschaltet“ hat. Komme leider gerade nicht darauf wo das war.

  3. Das sehe ich auch so. Die Nutzung von Facebook ist freiwillig und es ist ja nicht unbekannt und vor allem nicht illegal was facebook da macht. Aber komisch finde ich das die Blogger bzw. Webseitenbetreiner dafür angeprangert werden.

    Bei so was kann ich nur den Kopf schütteln.

  4. Da man das Script immer von FB lädt und nicht nur wenn man dort registriert ist, sehe ich es durchaus als Problem, weil diese haben nicht den AGB’s von FB zugestimmt können aber dennoch gut überwacht werden auf welchen Seiten sie surfen, sofern dort ein Button von FB eingebaut ist.

  5. Roland Hötzinger says:

    Ich glaube die Analyse „Sommerloch“ trifft es am Besten. Die andere Variante: Menschen die am liebsten das moderne Leben und vielleicht sogar Teufelszeug wie Telefon und Strom abschalten würden, macht mir mehr Angst.
    Nicht dass wir uns falsch verstehen: Datenschutz ist wichtig. Aber Eigenverantwortung auch. Auf FB und Konsorten haben wir immer noch selbst voll im Griff, was wir kund tun, welche Daten wir Preis geben, was wir anklicken. Alle und wirklich alle übersehen, welche Daten wir unserem lieben Staat und den Banken geben.
    Ich bin auch z.B. wirtschaftlich betrachtet stark für KFZ Maut. Wäre nur gerecht, denn wir zahlen auch alle im Ausland.
    Das Problem ist ein ganz anderes. Die ganzen Datenstationen auf den Autobahnen sind so konstruiert, dass man problemlos ALLE KFZ Kennzeichen erfassen und speichern kann. Und wohl auch tut. Muss wohl wegen Abrechnung und Nachvollziehbarkeit. Und damit sind alle unsere Fahrten völlig gläsern…. Gruselig!

  6. Ich hatte vor kurzem eine interessante Diskussion mit einem Bekannten in welcher ich auch die Meinung vertreten habe, dass niemand gezwungen sei, Seiten wie Facebook zu nutzen und das nun mal die Inhaber einer Seite auch die Bestimmungen vorgeben. Auslöser war die Info, dass Facebook wohl neuerdings berechtigt sei die SMS eines Handys auszulesen welches die Facebook-App installiert hat.

    Das Kontra-Argument war ziemlich gut. Der Bekannte hat bis heute kein Account bei Facebook und bemerkt immer wieder Nachteile. Er bekommt Infos die Freunde bereits haben einfach nicht mit und befürchtet laut eigener Aussage in absehbarer Zeit sich bei Facebook anmelden zu müssen. Genau so wie man eben nicht mehr um ein Handy oder Internetanschluss herum kommt.

    Zum Thema Facebook-Button können sich Inhaber von Webseiten einfach zusätzlich mit einem Hinweis im Impressum absichern. Siehe z.B. im Impressum meiner Firmenseite! 😉

  7. Immer wieder flammt es in den öffentlich-rechtlichen Medien auf und jedes mal wird irgend ein Halbwissen verbreitet. Wie z.B. auch, dass jeder Websitebetreiber ja unbedingt ein Hacker sein muss…

    Ich würde mich wirklich über tiefere Recherchearbeit freuen, denn ausreichend GEZ-Gebühren sind ja wohl vorhanden…

  8. Sorry Cashy aber an dieser Stelle mal ausdrückliche Kritik an dem oberflächlichen und falschen Post.

    Der Hintergund und auch der juristisch korrekte Aufhänger des Ganzen:
    Der Like Button speichert und überträgt auch Daten wenn man nicht bei Facebook angemeldet ist oder gar kein Facebook Teilnehmer ist auch wenn man ihn gar nicht drückt.

    Es tut jedem mit etwas Sachverstand gut mal die Analyse zu lesen: https://www.datenschutzzentrum.de/facebook/facebook-ap-20110819.pdf

  9. @hhh: ich habe geschrieben: meine Meinung, nicht mein Wissen, dazu auch bitte Nachtrag 1 & 2 beachten.

  10. Ich finde es bezeichnend, wie viele Blogger anscheinend Code von fremden Seiten verbauen, OHNE ZU WISSEN, was er eigentlich tut. Zumindest kann ich das aus den Klagen der ersten Kommentatoren hier folgern.

  11. In diesem „unabhängigen“ Datenschutzdingsda wird darauf hingewiesen, dass man lieber deutsche oder europäische Sozialnetzwerke benutzen soll. Also mein persönliches Nutzerprofil scheint mir in den USA besser aufgehoben als in deutschen Gestapo-, Stasi- und Nachfolgeinstitionskellern …!!!

    Internetnutzer meide deutsche Netzwerke!!!

  12. Ich weiß sehr wohl, was passiert, steht bei mir auch alles detailliert in den Datenschutzbestimmungen sogar inklusive Möglichkeit, wie man genau das verhindern kann (Hinweis ohne Widerrufsmöglichkeit schützt nämlich NICHT ausreichend). Dennoch finde ich diese „Datenschützer“ lächerlich und mache mir keine Sorgen. Wissen und die Haltung dazu sind zweierlei. 😉

  13. Statt der Nachträge – in meinen Augen eh nicht gut, da sie im Falle von Heise keine Zusammenfassung zeigen – wäre ein Link auf die Social Network Blocker hier im Blog wohl passender gewesen. Ich jedenfalls nuhzte den Blocker gerne.

  14. @Fraggle: Nutz mal die Suchfunktion. Schon X mal passiert. Danke! 😉

  15. Hin und wieder neige ich dazu die Welt nicht mehr zu verstehen. Gut, diese Leute brauchen offensichtlich eine Existenzberechtigung, und teilweise ist das auch gut so. Wie gesagt, teilweise. Störend für mich ist dabei nur die Tatsache, das oftmals nicht die darunter leiden müsssen, die ganz oben in der Schlagzeile stehen, sondern der kleine Blogger von nebenan, der selbst und dessen Leser die Funktionen nutzen. Frei nach dem Motto wenn ich Facebook oder wie sie auch immer heißen schon nicht greifen kann dann bekommt halt der kleine Cashy eins auf den Deckel (Beispielhaft und klein ist auch nicht ernst gemeint 🙂 ).
    Wer das Internet und damit auch frei zugängliche (und größtenteils kostenlose) Informationen und Dienstleistungen nutzen will muss halt damit leben das er (oder sie) auch ein wenig von sich preis gibt. Und mich persönlich stört das eigentlich gar nicht. Dann bekomm ich halt auf mich zugeschnittene Werbung, cool.
    Und mal ehrlich, niemand ist gezwungen teilzunehmen, auch nicht an sozialen Netzwerken. Mir macht es Spass und vieles einfacher.

    Und so als kleiner Seitenhieb auf oben erwähntes Gegenargument:

    Ich persönlich würde ja meinen Freundeskreis gründlich überprüfen, wenn ich auf Grund einer Nicht-Facebook-etc.-Mitgliedschaft ein Informationsdefizit hätte. Es macht vieles einfacher, aber meine Freunde dürfen auch gern anrufen oder meine Türklingel benutzen.

  16. Ich finde es wichtig das der Datenschutz weiter überwacht wird und den Firmen die Grenzen gezeigt werden. Für Facebook sollte es kein Problem sein Server in DE zu erstellen und den Benutzern mehr Eingreifmöglichkeiten zu gewähren.

    @Caschy : Was machst du mit dein „Like Button“? xD

  17. Sorry, auch wenn die Datenschützer häufig ziemlichen Bockmist von sich geben aber in diesem Punkt haben sie absolut recht.
    Der Like Button sendet/speichert auch Daten von Usern die -ggf bewusst- keinen FB Account haben.Ergo sie haben nicht die Wahl ob sie an der Datenspeicherung durch FB teilhaben wollen oder nicht und der überwiegende Teil der Internet Nutzer hat eben keine Ahnung wie sie Cookies und Co unterbinden können.

  18. Traurig, das die Datenschützer Facebook nicht mal in Ruhe lassen. Auf der einen Seite verstehe ich es, wenn die Leute sich sorgen machen, auf der anderen Seite denke ich mir aber, das man ja weder Klicken, noch sich bei Facebook anmelden muss.

  19. @Nick: +1 für deinen Kommentar. 😉

    @Dalli: Ich sehe den Sinn in deinem Kommentar nicht. Den Firmen die Grenzen aufzeigen? Was haben die davon, dass die Daten an die Facebook-Server übertragen werden? *grübel*

    @ingo: Es gibt Möglichkeiten, ergo hat man auch die Wahl. Solange man in den eigenen Datenschutzbestimmungen darauf hinweist, sollte es ja keine Probleme geben, denn damit sagt man jedem Benutzer der Seite, was seine Optionen sind. Wer das ignoriert, der hat Pech. Das ist natürlich meine Sicht der Dinge und sicher juristisch nicht ganz korrekt, aber das kann ich jetzt auch nicht ändern. Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: Pro Internet-Führerschein und Schaffen eines allgemeinen Verständnisses für Dinge, die nun einmal im Jahr 2011 das Internet ausmachen. 😉

  20. Wenn die Datenschützer schon was regeln wollen und zeigen wollen, wie wichtig ihr Beruf ist, warum gehen sie dann nicht direkt Facebook an, also die Großen?

    Ich finde es ärmlich auf die „Kleinen“ loszugehen.
    Denn die „Großen“ verstoßen doch gegen den Datenschutz und wollen alle Daten, die sie kriegen können.
    Oder sehe ich da was falsch?

  21. Die Argumente von den Datenschützern kann ich nachvollziehen und sind meiner Meinung nach sehr stichhaltig.

    Ich nutze deswegen schon länger Plugins, die die Facebook-Plugins im Browser blockieren (Chrome: Facebook Disconnect). Aber diese Opt-out Funktion ist nicht das Gelbe vom Ei – zumal in Deutschland ein Opt-in erforderlich ist.

    Einen guten Überblick zur der Gesamtsituation gibt es hier:

    http://klawtext.blogspot.com/2011/08/facebook-button-verboten-bugeld-droht.html

  22. Wenn man sieht wieviele hier mit oberflächlichen Argumenten FB verteidigen erinnert einen das schwer an Apple … „Hey, es ist cool, ich muss dabei sein, dann kann es nicht schlecht sein“

    Ich empfehle jedem diesen Bericht zu studieren – ja ich weiß lesen ist lästig – dort wird ganz klar genannt wo FB gegen geltende Datenschutzgesetze verstößt und die Benutzer nicht oder nur unzureichend über den Umfang und die Nutzung ihrer Daten informiert.
    Wenn der „LIKE“ Button meine Daten nutzt ohne mir dies zu erklären und um meine Zustimmung zu bitten, so ist dies nicht rechtens. Als Webseiteanbieter sollte ich mir dessen bewußt sein und habe auch die Pflicht mich zu informieren.
    Wenn hier einige sagen es ist ja freiwillig dann kann ich nur den Kopf schütteln. Man muß auch nicht nach 20 Uhr auf der Straße rumlaufen, bin ich deshalb schuld wenn ich überfallen werde?

  23. Tja, was soll man dazu noch sagen? Willkommen in Deutschland. Wird Zeit auszuwandern – schnell und am besten weit weg…

    Übrigens: http://www.wbs-law.de/internetrecht/facebook-button-abschalten-sonst-strafe-ra-solmecke-bietet-alternative-zum-datenschutz-wahn-11377/

  24. Mögen die Flames beginnen!

    Was ich an der ganzen Sache als besonders (wahn-)witzig empfinde, ist die Argumentation, dass man Webseitenbesucher über den Like-Button auch ohne Facebook-Profil tracken lassen. Das ist zweifelsohne so, die „Facebook-Sektion“ wird im Falle von diesem Blog hier beispielsweise von der Domain „http://fcbdn.net/“ geladen; und was der Server dahinter mit den Daten, die ihm so einen Zugriff liefern (IP, Browser, was auch immer…) macht, kann keiner kontrollieren.

    ABER: Solche Skripts laufen auch auf Webseiten ohne Facebook zuhauf. Die Seite hier beispielsweise benutzt JQuery von einem Google-Server, Werbung ebenfalls von Google, Einen +1-Knopf, dessen Grafik auch von Google kommt… Wieso emphört sich darüber niemand?
    Bloggerei.de kriegt durch den Blogcount ebenfalls mit, dass ihr hier wart, Wikio.de vom Counter darüber und ich würde mit genug Geduld wahrscheinlich noch viele weitere Seiten finden.
    Datenschutz hört für mich im Falle von anonymen Daten auf, und diese „Querverweise“ sind nunmal der wachsenden Funktionalität von Webseiten geschuldet. Wer das alles verteufelt, sollte gleich ein „Downgrade“ auf Gopher in Erwägung ziehen.

  25. @caschy:

    Das verlinkte Video oben – da widerspricht sich der gute vom ULD aber ziemlich. Erst sagt er, es geht nicht um den „Wald, Wiesen und Küstenblogger“ sondern um facebook. Später dann geht es doch um/gegen den Webseitenbetreiber.

    Entweder ich verstehe das nun total falsch – oder die wissen selbst nicht, was sie wollen. Vermutlich wollen sie aber ohnehin nur den einfachsten Weg gehen, und der ist eben „gegen die kleinen Fische“ (also uns Webseitenbetreiber) vorzugehen, anstatt das mit/über facebook zu klären.

  26. Ich finds gut, dann verschwindet wenigstens die (immernoch) nervtötende Leiste links die mir im Gesicht rumtanzt. 😀

  27. Ich arbeite im Datenschutz und im Gegensatz zu einigen der obigen Nutzer weiß ich aus Erfahrung mit großen und sehr großen Firmen (u.a. Allfinanzkonzernen) was da so alles ab- und schiefgeht.

    All Diejenigen, die hier monieren, dass die Datenschützer nur eine Existenzberechtigung suchen (Stichwort: Sommerloch), haben keine Ahnung was wirklich hinter den Kulissen mit ihren Daten passiert bzw. was möglich ist.

    Sorry, aber da platzt mir die Hutschnur wenn ich so etwas unqualifizierte Beiträge lesen muss.

    Warum ist denn FB vermeintlich so viel Geld am Aktienmarkt wert? Weil es z.T. intimste Informationen von fast 1 Milliarde Menschen sammelt (und verkauft oder verkaufen wird).

    Ich lese auch immer wieder, dass Payback ja nix wildes ist, aber wartet mal ab, bis in 10 Jahren herauskommt, dass das Deo XYZ die Krankheit 123 hervorruft, wie schnell die Kranken-/Berufsunfähigkeitsversicherungen dann aus irgendeiner – freilich höchst illegalen – Quelle heraus in ihrem schwarzen Aktenschrank die Leute anhand von Paybackdaten aus den Reihen ihrer Versicherten rauskicken. Was mit den Daten von Facebook möglich ist, ist noch ’ne ganze Ecke Variantenreicher, da FB zum Großteil auch unser Privatleben mitbekommt.

    Wer jetzt sagt, dass meine obigen Aussagen viel zu hypothetisch sind, der soll mal nach Contergan und Radiumhaltiger Gesichtscreme/Zahnpasta googlen und sich fragen, warum die Versicherungen z.T. vor Vertragsabschluss eine Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht verlangen.

    Anbei noch die Info, dass in den USA keine Datenschutzgesetze existieren und die Behörden auf Grund des Patriot Act ALLE Daten jederzeit von jeder Firma in ihrem Befugnisbereich herausverlangen können.

    Beste Grüße

    Michael

    p.s.:
    Und wenn Facebook so feige ist und den Dialog mit dem ULD abbricht, dann muss man denen eben damit begegnen, dass man Facebook den Boden, sprich die User des Social-PlugIns, abgräbt.

  28. Wenn du sagst, dass du im Datenschutz arbeitest und dann die Äußerungen derer kritisierst, die die Datenschützer kritisieren, dann solltest du mit den eigenen Aussagen aber auch ganz vorsichtig sein. Dass Facebook die Daten verkauft ist eine haltlose Unterstellung und ziemlich unseriös, wenn man damit argumentiert. Zielgerichtete Werbung gibt es, ja, dabei werden aber keine Nutzerdaten verkauft.

    Ich sage nicht, dass sie es nicht tun, ich sage nicht, dass sie es tun. Niemand von uns weiß, was hinter den Kulissen passiert. Aber Spekulationen darfst du nicht als Fakten hinstellen und gleichzeitig andere genau dafür kritisieren. Es ist das selbe in Grün.

  29. Isses denn … wenn ich die Kommentare hier – und auch auf anderen Blogs – zu diesem Thema lese, dann fällt mir nur eines ein: so wird das Internet kaputt geredet.

    Liebe Meinedatensindsowichtigundgehörenmir-Schützer, wie stellt ihr euch eigentlich die Alternative vor? Was meint ihr eigentlich würde passieren, wenn zukünftig tatsächlich jeder Internetnutzer 100% anonym wäre und jegliches Datensammeln unterbunden wäre? Womit würden Unternehmen wie Facebook, Google & Co. denn dann ihr Geld verdienen? Glaubt ihr wirklich, es gäbe dann noch kostenlose Dienste im großen Stil?

    Ich finde den Status Quo absolut zufriedenstellend. Ich erhalte jede Menge kostenloser Dienstleistung und bezahle dafür mit ein paar Informationen über mich. Das akzeptiere ich gerne, und wenn die mir präsentierte Werbung daraufhin etwas personalisierter wird, wieso sollte mich das mehr als die unpersönliche Werbung stören?
    Das ist nun mal Teil der Informationsgesellschaft. Wer das nicht will, kein Problem, einfach nicht dran teilnehmen. Es gibt keinen Grund, heute nicht ebenso wie noch vor 15 Jahren auch ohne privates Internet ein erfülltes und glückliches Leben führen zu können.

    In dem Sinne …

  30. Es ist nun mal illegal; da hilft auch rumnörgeln und „meine Meinung“ nichts!
    Wer unbedingt darauf besteht, das Teil einzubinden, muss auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen….

  31. „Illegal“ lol. Jetzt wird man schon auf eine Schiene mit Kriminellen gestellt. Ist das lächerlich.

  32. Deutschland und der Datenschutz – wird langsam mal Zeit, auch in der Hinsicht das 21. Jahrhundert zu beschreiten. Ich bin nicht der größte Fan von Facbook, aber das ist einfach übertrieben. Und leider haben die, die wirklich wenig Ahnung vom Internet haben, die größte politische Macht. Und aufgrund mangelnder Erfahrung übernehmen sie diese Thesen und werden von der ‚Panik‘ angesteckt. So konnte man sich Google StreetView mehr oder weniger kaputtreden, und jetzt wohl Facebook.

    Auch Angebote wie Netflix oder Hulu,, in deren Genuss ich derzeit komme, haben hierzulande keine Chance, nichtmal Musikvideos auf Youtube. Aber das ist ein anderes Thema, welches auf unser veraltetes Urheberrecht zurückzuführen ist. Zeigt aber, dass wir einiges „aufzuholen“ haben.

  33. Die, die jetzt den Datenschützern „versuchen den Rücken zu stärken“ sind am Ende die ersten, die rumweinen, wenn die Datenschützer ihrer Langeweile ein Ende setzen und das Internet in die Entstehungsphase zurückkatapultieren (oder es versuchen).

    Bei dem ganzen Tratra verwundert es mich nicht, das unsere „Datenschützer“ einen so schlechten Ruf haben.

  34. Ich habe ja nicht gesagt, dass die Daten in personenbeziehbarer Weise verkauft werden, aber es liegt doch wohl auf der Hand, dass für (predictive) behavioural targeting der Verkauf von Datensätzen erforderlich ist und Werbung ist m.W.n. derzeit die einzige Einnahmequelle von Facebook, da die noch nicht an die Börse gegangen sind.

    @André: Dagegen spricht doch auch nichts. Aber ich finde, dass es die Entscheidung der Betroffenen sein sollte, ob eine Datenübertragung stattfindet oder nicht.

    Das was moniert wird ist doch eigentlich folgendes: Ich gebe Z.B.(!) beim Erstbesuch von Caschys Website die URL stadt-bremerhaven.de in die Adressleiste meines Browsers ein und schwupps werden DAten nicht nur an den Hoster von Caschy sondern auch an FB übertragen.

    Mir als Betroffenem wird somit die Entscheidung über die Weitergabe meiner Daten aus der Hand genommen.

    Es ist jedoch auch mit der derzeitigen Technik von FB eine datenschutzkonforme Variante denkbar (vgl. http://www.gls.de, dritte Spalte unten „Gefällt mir“-Schaltfläche wird erst nach Klick per AJAX nachgeladen).

    Beste Grüße

    Michael

  35. gefällt mir 🙂

  36. 😉

  37. Datenschutz hin, Datenschutz her. Solange das Gesetz ist, wie es ist, verstoßen die meisten Webseiten eh dagegen. Da kann man machen was man will, denn viele Dinge funktionieren einfach gar nicht, wenn man sie Datenschutzkonform macht.
    Jetzt aber mal was anderes, was schlagt ihr im Bezug auf Facebook jetzt vor? Meine Fanpage werde ich wohl nicht einstellen, aber was ist mit dem Like-Button? Sollte ich ihn erst einmal entfernen oder warten bis es die ersten Bußgelder gibt?

  38. @ Helge:
    Sorry, aber da hast Du die Mission der Datenschützer wohl fehlinterpretiert. DAtenschützer wollen das Internet im Gegensatz zum Innenminister Friedrich _nicht_ demontieren. Die setzen u.a. für ein Anrecht auf Pseudonyme bei google+ ein.

    Meiner Erfahrung nach heulen diejenigen am lautesten, die am sorglosesten mit ihren Daten hausieren gegangen sind und dann Opfer von Internetkriminalität wurden… :-p

    Also ich bin seit fast erster Stunde Internet-User und stehe auf Web2.0-Applikationen und wünsche mir keine Modem-Zeiten zurück… 😉

  39. @Sven: Eine datenschutzkonforme Lösung sollte mittels AJAX möglich sein. Aber so wie ich das ULD verstanden habe, wollen die zunächst die großen Websites und und Webseitenbetreiber im öffentlichen Bereich mit Bußgeldern & Verwaltungsakten belegen.
    Wer auf Nummer Sicher gehen möchte sollte (zumindest in Schleswig-Holstein) den Google+-Button und das Facebook-Social-PlugIn vorerst auskommentieren.

  40. Anonymität und Soziale Netzwerke ist ja auch so eine Sache. 😉 Mit Verlaub, aber wer anonym bleiben möchte, hat nichts auf google+ und Konsorten verloren. Denn das führt das Prinzip eines sozialen Netzwerkes ad absurdum. Meinetwegen kann man soziale Netzwerke doof finden, den Umgang mit den Daten blöd finden und alles. Diese Meinung darf gerne jeder haben, da sage ich nichts gegen. Aber ein soziales Netzwerk sollte davon leben, reale Kontakte zu pflegen und sich keine anonyme Parallelwelt aufzubauen. Und reale Kontakte haben reale Namen, punkt. Dafür gibt es im Gegenzug mehr als ausreichend Privatsphäre-Einstellungen um jedem nur das zu zeigen, was ihn angeht.

    Und genauso hier zu diesem Thema: Diese ganze Aktion geht doch überhaupt nicht gegen Facebook und co. Es geht gegen die Kleinen, das ist der vollkommen falsche Ansatz. Aber Facebook agiert international, ist zu groß, da erreicht man nichts. Also müssen harmlose Seitenbetreiber angegriffen werden. Warum?

  41. @Sören Hentzschel:

    Sign. Aber es geht hier wohl auch vorwiegend darum, das facebook schon Daten sammelt, ohne das man dort angemeldet ist. Also eben dann, wenn der Button oder andere Scripte aufgerufen (geladen) werden. Ob dem so ist, weiss ich nicht – und wenn dem so ist, dann ist das halt so.

    Und in dem Video das Caschy verlinkt hat widerspricht sich der gute ja auch. Mal will man sagen, es wäre ja eine Sache „gegen facebook“ und dann gehen doch „blaue Briefe“ raus und man geht gegen die Webseitenbetreiber vor (bzw. will das Ende September tun).

    Aber sehe ich genauso: Falscher Ansatz und Weltfremd.

  42. @Michael das heißt, ich muss jetzt AJAX lernen, damit ich die Buttons weiter benutzen kann?
    Was ist eigentlich mit den Wettbewerbsnachteilen, die diese Datenschutzgesetz deutschen Unternehmen bringt, die mit dem Internet ihr Geld verdienen. Könnte man hier nicht eigentlich irgendwo vor einem europäischen Gericht dagegen klagen?

  43. @Sven:

    Ich bin mir sicher, das wir in wenigen Tagen (oder Stunden) fertige Ajax-Lösungen im Netz (und hier) vorfinden werden. So schwierig ist das nun wirklich nicht.

    Klick auf den Like-Button -> Ajax Fenster mit Datenschutzhinweisen -> nächster Klick öffnet dann den eigentlichen Like-Button (oder die Like-Box etc pp).

  44. Ich höre immer von Daten von Nutzern, die nicht bei Facebook angemeldet sind. Diese Daten sind doch dann auch niemanden zuzuordnen. Es sei denn, ich hole mir von einem deutschen Gericht ein Urteil, dass die Telekomunikationsanbieter mit diese Daten herausgeben. Das Problem ist eigentlich einzig und allein die IP-Adresse, die eigentlich nur in den seltensten Fällen personenbezogen sind, nämlich nur dann, wenn man weiß wem diese IP-Adresse zugeordnet war. Oder eben, wenn man bei sozialen Netzwerken angemeldet ist und diese dem Profil zugeordnet werden, dann aber meist eben auch nur für Facebook und Co. und nicht für den Webseitenbetreiber an sich.

  45. Michael schrieb: „Das was moniert wird ist doch eigentlich folgendes: Ich gebe Z.B.(!) beim Erstbesuch von Caschys Website die URL stadt-bremerhaven.de in die Adressleiste meines Browsers ein und schwupps werden DAten nicht nur an den Hoster von Caschy sondern auch an FB übertragen.“

    Du schreibst genau das, was die Mehrheit offenbar denkt. Anstatt sich mal mit den Details zu beschäftigen, wird einfach nachgeplappert. Welche „gefährlich persönlichen Daten“ werden denn in Deinem Beispiel an Facebook übertragen? Was glaubst Du? Dein Name? Deine Adresse? Dein Geburtsdatum? Deine Konfession?
    Ich kann es Dir sagen: NICHTS dergleichen. Was in diesem Augenblick an Facebook übertragen wird ist nichts weiter, als eine Nummer. Deine IP wird übertragen, und mehr nicht. Facebook weiß also in dem Moment, dass jemand mit der IP 123.456.789.012 die Seite stadt-bremerhaven.de besucht hat. Nicht mehr, und nicht weniger.
    Weder kann Facebook anhand der IP Deine Identität feststellen, noch irgendwelche anderen Daten über Dich.

    Erst, wenn Du einen Facebook-Account hast, bist Du für Facebook zu identifizieren. Selbst wenn Du ohne Facebook-Account irgendwo ein Facebook-Cookie aufgegabelt hast (was Du sehr einfach unterbinden kannst), so weiß Facebook immer noch nicht, wer Du bist.

    Aber lassen wir das. Spätestens seit der Streetviewmanie sollte auch ich gemerkt haben, dass dem Deutschen sogar seine IP heilig … äh, privat ist. Das die meisten jeden Tag eine neue bekommen, scheint dabei nicht zu stören.

  46. Caschy, der Link hier beleuchtet die technischen Hintergründe und warum es auf die Kleinen geht, anstatt auf Facebook. Die Dame, die das verfasst hat, macht ab und zu etwas für uns, ist eher Pro-Facebook, aber hat keine Scheuklappen auf, um das Thema richtig zu beleuchten: http://socialmediarecht.wordpress.com/2011/08/19/wichtig-schleswig-holsteinisches-datenschutzzentrum-droht-mit-busgeldbescheiden-fur-verwender-von-facebook-social-plugins-und-fanpages/

  47. Was viele hier übersehen, ist die Einbindung des Like-Buttons passiert in Form eines iframes und somit wird nicht nur die IP übertragen, sondern es können auch Tracking-Cookies o.ä. als Reaktion gespeichert werden.

    Im Gegensatz zum simplen Nachladen einer Grafik von einem anderen Server hat Facebook somit einige Möglichkeiten mehr (kA ob diese genutzt werden). Aus diesem Grunde würde mich die von Gab angedeutete Lösung einmal in der Praxis (mit URL zum Anschauen) interessieren.

  48. Gibt doch tolle Plug-In’s die jeder dagegen installieren kann.
    Ghostery … http://www.ghostery.com/ zum Beispiel.

  49. Witzig auch, was Medien daraus machen.

    RTL2 spricht z. B. davon, das es nur um das „klicken“ auf den Like-Button und nur um Firmen geht. 😉

    Naja, was will man erwarten, spätestens nach dem Google StreetView Medienchaos wissen wir ja, was Datenschützer und Medien aus eigentlich guten Diensten machen können…

  50. @Michael… Zu deinen Texten würde ich jetzt *gefällt mir* klicken, sehr gut geschrieben, danke

  51. Datenschutz ist ein persönliches Recht! Wenn andere darauf keinen Wert legen – bitteschön.
    Ich benutze auf allen Seiten Adblock Plus, BetterPrivacy, RefControl und natürlich das geniale Ghostery. Und Cookies von Drittanbietern sind sowieso deaktiviert. NoScript ist auch schön, aber damit lassen sich mittlerweile kaum noch Seiten halbwegs vernünftig anzeigen.
    Es wird immer argumentiert, dass es doch kostenlose Dienste seien und blah blah. „Kostenlos“ ist ein Geschäftsmodell und nicht eine karitative Einrichtung. Damit wird richtig Geld verdient. Und ich möchte entscheiden, wer durch mich Geld verdient. Ich warte nicht darauf, dass andere erfolglos versuchen werden, Firmen und Staaten in ihre Schranken zu verweisen. Das wird nie funktionieren, zum Glück eigentlich. Also muss man selber tätig werden. Ein Restrisiko bleibt immer, aber damit kann man leben. Ansonsten kann ich den Ausführungen von Michael nur zustimmen.
    Und wenn jetzt jemand sagt, dass man damit auch die „Kleinen“ (so wie Caschy hier) schädigt – ja, denn auch die kleinen Seitenbetreiber binden sich jeden Trackingmüll ein. Ansonsten haben alle diese Blocker auch immer eine Whitelist, die man ja auch auf ausgewählten Seiten benutzen sollte.

  52. Klar unsere Bankdaten werden den US Behörden zur Verfügung gestellt aber bei nem Like Button wird so ein scheiss abgezogen! Irgendwas stimmt doch bei Setzung der Prioritäten in unserem Land nicht. Als nächstes wird sicherlich wiedermal versucht unter dem Vorwand von Terror das Internet zu zensieren… Ist doch irgendwie immer die gleiche Diskussion.

  53. Für Opera-User ist die Lösung ganz einfach:

    1. Opera schließen
    2. Urlfilter.ini öffnen
    3. Folgendes hinzufügen:
    [exclude]
    *://*.facebook.com/plugins/like.php*
    *://*.facebook.com/plugins/likebox.php*
    *://*.facebook.com/plugins/*
    4. Urlfilter.ini speichern
    5. Opera wieder starten und Facebook-Like-Button-Frei surfen

    Wer es genauer haben will, findet eine gute Anleitung hier:

    http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/rotapken/2011/05/20/gefallt-mir-button-mit-opera-blockieren/

    Irgendwie werde ich seit 10 Jahren das Gefühl nicht los, das Opera doch der bessere Browser ist…

  54. Deswegen soll Opera ein besserer Browser sein? Klar, das macht den Unterschied, lol. Der einfachste Weg ist das Installieren einer Erweiterung, da muss man selber nix anrühren und kann es nach Belieben aktivieren / deaktivieren. „Facebook Blocker“ beispielsweise funktioniert in Firefox, Chrome, Safari und Opera.

  55. Wenn ich ein Kaufhaus gehe um mich neu einzukleiden kann man auch gewisse Daten über mich sammeln. Anhand meiner EInkläufe wird man feststellen das ich ca 190 cm groß bin, eher schlank bin, Jackengröße 110 und Hosengröße 98 hab, Hemden mit längeren Armeln benötige, Schuhgröße 45 trage, auf Grund der Tatsache das ich in Deutschland einkaufe zu einem gewissen Prozentsatz blonde Haare und Blaue Augen hab. Und mich wahrscheinlich eher als konservativ einstufen da ich Anzüge, Mäntel und Jacken in eher dunklen Farben bevorzuge (wenn ich denn mal welche kaufe). Das letzte trifft zwar nicht zu, währe aber wahrscheinlich. Das Kaufhaus wird das wahrscheinlich in einer Statistik führen, da dies ja für den eigenen Wareneinkauf nicht unerheblich ist. Und diese Daten an Drittanbieter weiterleiten.
    Und jetzt bezahle ich den ganzen Spaß noch mit Kreditkarte. Das würde aber ein langer Text werden.

    Datenschutz ist und bleibt wichtig, gar keine Frage. Aber wer sich durchs Leben bewegt mit dem Grundsatz „Meine Daten gehören ganz allein mit und ich bestimme allein was damit passiert“ ist meiner Meinung nach ziemlich blauäugig. Das Web funktioniert nunmal so. Wir alle nehmen gern die Bequemlichkeiten, die damit verbunden sind, aber viele sind sich des, sagen wir mal Risikos dabei nicht wirklich bewusst. Ich persönlich kann damit leben, denn es macht Spass. Ich kann auch damit leben das gewisse Daten über mich im Netz hin und her schwirren. Wenn ich das nicht wollte würde ich einfach den Stecker ziehen.

    Nebenbei bemerkt bin ich bei allen sozialen Netzwerken die ich Nutze mit meinem Namen angemeldet und auch sichtbar. Warum nicht, das ist doch der Sinn dahinter.

    Es ist immer noch meine Entscheidung das zu tun oder nicht. Und wenn ein Button auf einer Webseite mein surfverhalten nachvollziehen kann ist mir das auch egal. Wenn ich nicht angemeldet bin sind diese Daten eine Zahl in der Statistik, weiter nichts. Und wenn ich angemeldet bin dann weiss ich das auch.

    Und nach wie vor, es geht bei diesem ganzen immer nur oberflächlich um die so genannten Grossen, leiden müssen dabei immer die jenigen die nicht die grosse Kohle verdienen. Und dagegen hab ich nunmal was.

  56. Nick, ein +1 hast du bereits gestern für einen deiner Kommentare von mir erhalten, jetzt bekommst du ein „Gefällt mir“. 😀 Ich kann zu deinen Beiträgen nur ‚Amen‘ sagen.

  57. @André: Sorry, aber Du unterstellst mir etwas, was ich nicht gesagt habe. Außerdem stimmt das, was Du schreibst so einfach nicht. Neben der IP-Adresse werden sehr wohl noch Daten übertragen, wie z.B. Browsertyp, OS und Herkunftsland (geh mal bitte auf http://www.wie-ist-mein-ip.de, dann kannst Du das selber nachvollziehen).
    Per Javascript lassen sich noch weitere Daten abfragen.

    Aber was sagen nun die Leute, die über Kabel DSL haben. Die haben teilweise ein halbes Jahr lang dieselbe IP-Adresse. Wenn bei denen „nur“ die IP-Adresse übertragen wird, dann ist das m.E. schon viel zu viel, so lange es _ungefragt_ geschieht.

    Lass uns mal das Problem übertragen, damit die Brisanz deutlicher wird:

    Stell‘ Dir mal vor, Du rufst Deinen besten Kumpel an. Du gibst seine Rufnummer in Dein Handy ein und erwartest doch, dass Dein Anruf nur deinem besten Kumpel angezeigt wird. Aber weil Dein Kumpel A das App XYZ auf seinem Smartphone nutzt, wird Dein Anruf zusätzlich zu Anbieter 123 geleitet. Der kennt nun neben Deiner Rufnummer die Eckdaten deiner Kommunikation: a-B-Verbindung, Deine Rufnummer, Beginn der Kommunikation, und weil du natürlich nicht nur Deinen Kumpel A, sondern auch B, C, und D anrufst, weiß der Anbieter, nun auch, wie lange Deine durchschnittlichen Telefonate so dauern.

    Und dann noch eins: Datenschutzaufsichtsbehörden gehören der Exekutive an. D.h. die machen im Gegensatz zur Legislative keine Gesetze, sondern führen diese nur aus bzw. wenden diese an. Absolut tausendprozentige Zustimmung meinerseits, dass die wirklichen Brandlöcher woanders zu suchen sind (z.B. Terrorlisten, Fluggastdaten, Geheimdienstkooperationsabkommen etc.), aber es wäre doch das falsche Signal für den Datenschutz, wenn die Aufsichtsbehörden bei bestimmten Praktiken die Augen zudrücken, obwohl das Gesetz diese verbietet.
    Beste Grüße Michael

  58. Nachtrag: Wir gehen in meinem übertragungsbeispiel mal davon aus, dass die anderen Kumpels auch die App 123 auf ihren Smartphones nutzen… 😉

  59. Michael schrieb: „Neben der IP-Adresse werden sehr wohl noch Daten übertragen, wie z.B. Browsertyp, OS und Herkunftsland“

    Weia, jetzt hast Du mich erwischt. Habe ich das doch tatsächlich unterschlagen, dass neben der IP auch noch ein HTTP-Header übertragen wird, der o.g. Informationen enthält. Doch eines bleibt gleich: es sind nach wie vor unpersönliche Daten, die keinen direkten Rückschluss auf Deine Identität zulassen. Auch dann nicht, wenn Du 1/2 Jahr mit derselben IP surfst.

    Eines sollte auch klar sein: wenn IP, Browsertyp, Herkunftsland, etc. zu den schützenswerten persönlichen Daten erklärt werden, dann muss das komplette Internet abgeschaltet werden, weil es systemimmanent illegal ist. Es ist nämlich nicht möglich, im Inernet zu surfen, ohne das Dritte die o.g. Daten ohne Dein Wissen erhalten. An erster Stelle natürlich Dein eigener Zugangsprovider; OK, mit dem hast Du immerhin einen Vertrag. Rufst Du nun aber eine Seite auf, dann werden Deine Daten-Pakete über jede Menge Zwischenstationen zum und vom Zielserver geleitet. Jeder Netzknoten innerhalb dieser Kette erfährt also die o.g. Daten und, solange Du nicht verschlüsselt (https) surfst, auch den kompletten Inhalt der Datenpakete.

    Worin besteht also der Unterschied zwischen Facebook und einem beliebigen Infrastrukturanbieter? Im Falle von Facebook ist es immerhin bekannt, welche Daten sie erhalten, und es gibt technische Möglichkeiten, wie jeder einzelne das verhindern kann. Im Falle der verschiedenen Infratrukturanbieter sieht es aber anders aus. Es ist nicht möglich, deren Kenntnissnahme der Daten zu verhindern, außer man bleibt dem Internet fern.

    Also nochmal: wenn die Daten, die ohnehin als Teil der technischen Umsetzung übertragen werden, bereits als schützenswerte private Informationen eingestuft werden, dann ist das Internet in Deutschland illegal und muss komplett abgeschaltet werden.
    Was aber zur Zeit passiert, nämlich das Anprangern der großen (Facebook) und das verfolgen der Kleinen (Blogbetreiber), ist Meines Erachtens nichts weiter als purer Aktionismus unter dem Deckmantel des Datenschutztes.

    Gruß, André

  60. @André:
    So blöd war der Gesetzgeber nicht. Schau Dir bitte mal
    http://dejure.org/gesetze/tmg/15 an.

    Ich habe langsam den Eindruck, dass Du micht für einen Technik-Noob hälst, der ich aber nicht bin. Mach Dich doch erst mal schlau, bevor Du Dich so aufregst.

    Es kann aber doch nicht so sein, dass man bei FB sagt, dass der Datenschutz jedem einzelnen überlassen bleiben soll. Weder Eltern noch Lehrer sind derzeit in der Lage den Kindern Medienkompetenz geschweige denn Datenschutz zu vermitteln.
    Ich finde deshalb, dass es schon Aufgabe des Gesetzgebers ist, Datenschutz zu regulieren, damit es keine Datenschutz-Bildungs-Elite gibt, und bildungsferne Familien mit ihren Daten hausieren gehen. Das wäre doch arrogant, oder?

    Beste Grüße

    Michael

  61. P.S.:Außerdem ist es StudiVZ und Co. doch auch möglich datenschutzkonform zu arbeiten… 😉

  62. @André: Gerne können wir mal ausführlicher diskutieren: stulle.caschy.10.teradriver2k@spamgourmet.com

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