Facebook: Private Freundeslisten anderer betrachten? Kein Problem!

Facebook bietet zahlreiche Einstellungen, die sich um die Privatsphäre der Nutzer drehen. So gibt es auch die Möglichkeit, seine Freundesliste vor den Blicken anderer zu schützen. Es ist jedoch ohne großen Aufwand für jedermann möglich, diese zu sehen, dazu muss man nicht einmal mit dem „Ausspionierten“ befreundet sein.

Facebook-Logo

[werbung] Möglich wird dies durch das „Personen, die du vielleicht kennst“-Feature von Facebook. Die Vorgehensweise ist denkbar einfach. Man muss sich nur einen neuen Facebook-Account erstellen und eine Freundschaftsanfrage an die Person senden, deren Freundesliste man gerne sehen möchte. Unabhängig davon, ob die Anfrage angenommen wird oder nicht, erscheinen alle Personen der Freundesliste in den Vorschlägen der Personen, die man vielleicht kennt.

Wir haben dies vorhin selbst mit einem frischen Account und entsprechenden Settings ausprobiert und es funktioniert. Insofern ist diese Privatsphäre-Einstellung ziemlich irrelevant, da man sich nicht sicher sein kann, dass keiner die Liste sieht. Mal so in die Runde gefragt, versteckt Ihr Eure Freundeslisten vor anderen?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Das ist mir schon vor längerer Zeit aufgefallen, als ich einen 2. Account zum Testen angelegt habe. Habe einen FA an meinen Hauptaccount gestellt, und seitdem werden mir lauter Vorschläge von Freunden von meinem Hauptaccount gemacht…

  2. „Mal so in die Runde gefragt, versteckt Ihr Eure Freundeslisten vor anderen?“

    Nein. Wenn ich nicht will, dass jemand sieht, dass ich mit einer bestimmten Person vernetzt bin, dann vernetze ich mich erst gar nicht mit der Person.

  3. Auf die Facebook-Einstellungen kann man sich anscheinend nicht verlassen – schade.
    Und ja: Ich habe meine Liste verborgen, einfach weil nicht jeder wissen braucht, mit wem ich befreundet bin. Hab ansonsten auch recht starke Privatsphäreeinstellungen. Aber selbst wenn die alle versagen, kommt nichts geheimes zu Tage, da ich FB sowieso nutze, als sei alles, was ich dort reinstelle für alle sichtbar.

  4. Facebook ist genrell sehr umständlich und unzuverlässig was Privatsspähre angeht. Beispiel: Wenn ich unter einem Beitrag einer von mir gelikten Seite einen Kommentar schreibe sieht den jeder meiner Freunde. Einstellung wer nicht möglich. Schaue ich dann auf meine Seite mit „aus der Sicht von“ ist dies generell nicht sichbar. Ich habe also keine Kontrolle darüber wer was sieht was ich bei Facebook tue. Ich kann schließlich nicht mein Profil in der Optik der Timeline von Freunden betrachten. Das ist und bleibt für mich der größte und nervigste Schwachpunkt dieses Netzwerkes. Aber man kommt ja kaum umhin wenn jeder FB nutzt.

  5. Das ist doch alt… ging damals auch mit der Timeline, man war dann auf einmal „Freund von Freunden“

  6. Was viel mehr spooky ist:

    Ich habe einen Zweitaccount (aus Testzwecken). Der hat überhaupt gar keine Verknüpfung mit meinem Hauptaccount, trägt nicht mal meinen Namen. Trotzdem passiert Folgendes: Ich bekomme als Vorschläge für Freundschaften lauter Leute aus meiner eigentlichen Freundesliste angezeigt.

  7. Eigene Freunde koennen die Liste sehen, Fremde nicht. Verstehe nur manche nicht, wenn sie die F Liste vor eigenen Freunden verstecken. Gibt es da eine allgemeine Erklärung für?

  8. Weiß gar nicht warum ich die verstecken sollte. Von meinen Facebook-Freunden sind tatsächlich ja nur so ca. 5% tatsächlich Freunde, der Rest sind Bekannte. Herzlichen Glückwunsch an den der ne Liste einsehen kann mit Leuten mit denen ich vielleicht mal nur ein paar Tage zu tun hatte. Der Name wer kennt wen wäre schon treffender 😀

  9. Facebook ist so ziemlich umständlich und die Einstellungen werden immer weniger. Man hat gar keine Kontrolle mehr, was meine Freunde sehen dürfen und was nicht.

  10. Ebenfalls mysteriös:

    Arbeitskollege der weder meine eMail-Adresse noch meine Handynummer hat; hat sich mit einer neuen eMail-Adresse eine Apple-Id angelegt und bekommt im GameCenter meine Freunde und mich vorgeschlagen!! Hat er mir die Tage gezeigt. Wie macht Apple diese Verbindung?

  11. Ja, ich verstecke meine Freundes-/Kontaktliste. In mein Adressbuch auf dem Handy oder in Thunderbird lasse ich ja auch nicht jeden 24/7 reingucken.

  12. @MZ:
    Noch komischer: Auf Instagram hat mich jemand gefunden, den ich nur bei Facebook habe. Instagram hat aber keinen Zugriff auf meinen FB Account.

  13. Wer nicht will, dass nicht mal Freunde etwas von einem sehen, der braucht sich auch nicht bei einem sozialen Netzwerk anmelden, denn genau das ist ja dessen Aufgabe. Das Matching von Freunden für neue Accounts kann über Browsersignatur, IP, hochgeladene Adressbücher, verschickte Einladungen, … passieren. Ist doch wohl klar, dass alle verfügbaren Informationen ausgewertet werden, um die beste User Experience zu bieten.

  14. Ich habe eigentlich immer alle Einstellungen so gehabt (also dachte ich), dass mir das nicht passieren kann – aber hab das jetzt auch ausprobiert und muss sagen, es stimmt wirklich. Mit Facebook hat man einfach keine Privatsphähre mehr. Da steht nur noch die Überlegung an Facebook „löschen, bzw. deaktivieren“?

  15. Ach Deutschland, anstatt man dafür sorgt, dass Facebook die Daten nicht an Dritte rausgeben darf und Dritte für unerlaubte Zugriffe mit empfindlichen Strafen zur Rechenschaft gezogen werden, leben lieber alle im 20. Jahrhundert und übersehen, dass sie bei Kommentaren in Blogs und mit der Nutzung eines Handys schon alle wichtigen Daten herausgegeben haben.

  16. Wer glaubt denn noch daran, dass Facebook-Einstellungen das machen was sie sollen? Sehr naiv sage ich mal 🙂 wer einmal im Netz der Netzwerke ist kommt da generell nicht mehr so schnell oder gar nicht mehr heraus, sei es durch die eigene Blödheit Privates zu posten oder „Freunde“, die kein Bewusstsein für Privatsphäre haben und wie von allen guten Geistern verlassen Bilder in verschiedenen Netzwerken hochladen und vertaggen im Glauben, dass nur der eigene Freundeskreis diese zu Gesicht bekommt. Willkommen in der Gegenwart 🙂

    Passt einfach darauf auf, was ihr veröffentlicht, denkt einfach mindestens zweimal drüber nach, ob es überhaupt jemanden interessiert, was ihr da posten werdet und ob ihr das gleiche mitten auf dem Marktplatz in der Innenstadt machen würdet.

    Und wer in einem SOZIALEN Netzwerk aktiv ist muss damit rechnen das dieses das tut, was es am besten kann: Menschen miteinander zu verknüpfen, ob sie nun wollen oder nicht, und wer sich anmeldet, der will, bewusst oder nicht.

  17. @Jay-San:
    Facebook hat Instagram doch gekauft, wenn ich nicht irre. Aber abgesehen davon wissen wir doch alle, womit FB sein Geld verdient. Kann deine Überraschung also nicht ganz nachvollziehen.

  18. Ich glaube, die meisten hier haben die Datenschutzproblematik nicht verstanden:

    Es soll ja auch vorkommen, dass Leute nicht nur die eigene Familie oder Freunde, sondern Kettensägenmörder, radikale Fundamentalisten oder sogar FDP-Wähler in ihrer Freundesliste haben. Wenn das Umfeld sowas weiß, kann man schnell in soziale Isolation geraten 🙂

  19. Privatsphäre und Datenschutz gibt es doch wie wir seit den Snowden-Enthüllungen wissen bei Amerikanischen Firmen nicht. Egal was ich wo einstelle. Traurig aber wahr.

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