Facebook passt Datenschutzbestimmungen an

Wie Facebook seinen Nutzern heute per Email mitteilt, stehen Änderungen in den Datenschutzbestimmungen und dem Statement of Rights and Responsibilities an. Diese Änderungen liegen als Vorschlag vor und können nun von den Nutzern diskutiert werden. Innerhalb der nächsten 7 Tage nimmt Facebook Feedback dafür entgegen.

Facebook-Logo

Die Änderungen sollen verständlicher machen, was mit den persönlichen Daten der Nutzer passiert. Facebook betont, dass das Unternehmen keine persönlichen Daten ohne das Einverständnis der Nutzer an Werber weitergibt. Es geht um die persönlichen Daten aus dem Facebook-Profil, Daten, die von Facebook über die Kontaktaufnahme erhalten werden und die Nutzung von Daten für personalisierte Werbeanzeigen.

[werbung] Facebook erklärt die Änderungen so:

  • Deine Informationen. Wir stellen klar, dass du, wenn du mit uns kommunizierst, Informationen mit Facebook teilst (beispielsweise wenn du uns eine E-Mail schickst).
  • Sonstige Informationen, die wir über dich erhalten. Wir liefern eine vereinfachte Erklärung dazu, wie wir Informationen erhalten und haben die Arten von Informationen definiert, die wir von dir und deinen Geräten erhalten, wenn du Facebook verwendest, einschließlich deiner IP-Adresse oder Handynummer.
  • Personalisierte Werbeanzeigen. Wir haben den gesamten Abschnitt in Bezug auf Werbung umgeschrieben, um besser verständlich zu machen, was Nutzer unserer Auffassung nach darüber wissen sollten, wie wir die erhaltenen Informationen dazu verwenden, Menschen auf und außerhalb von Facebook relevante Werbeanzeigen zu zeigen.

So viel zu dem, was der Nutzer erzählt bekommt. Wie Reuters berichtet ebnet sich Facebook so auch gleich den Weg, um Profilbilder in die Datenbank für Gesichtserkennung einfließen zu lassen. So soll es für Nutzer einfacher sein, Fotos zu finden, auf denen sie zu sehen sind. Im Zweifelsfall führt dies zu mehr Datenschutz, da man eine bessere Kontrolle über getaggte Bilder hat.

Dass man die Gesichtserkennung auch irgendwann anderweitig einsetzen wird, scheint nicht allzu abwegig. Erin Egan, Chief Privacy Officer bei Facebook, sagt dazu: „Can I say that we will never use facial recognition technology for any other purposes? Absolutely not.“ Um das auch gleich wieder zu entschärfen, schickt sie „if we decided to use it in different ways we will continue to provide people transparency about that and we will continue to provide control“ hinterher.

Gerade momentan ist der Umgang mit persönlichen Daten eine heikle Angelegenheit. Ob Facebook sich mit solchen Schritten einen großen Gefallen tut? Viel schaden wird es kaum, schließlich sind die Leute bereit, gerne ihre Daten preiszugeben, wenn ein persönlicher Vorteil für sie darin zu erkennen ist (in diesem Fall halt die Nutzung von Facebook).

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Danke, die Email kann ich selber lesen. Eine Analyse und Bewertung der Änderungen wäre ja mal hilfreich.

  2. Sascha, danke für deine Beiträge. Ich habe bewusst keinen Account bei Facebook, bin aber trotzdem gerne darüber im Bilde, was “da drinnen“ so vor sich geht.

  3. „Facebook betont, dass das Unternehmen keine persönlichen Daten ohne das Einverständnis der Nutzer an Werber weitergibt.“

    Wenn man bei Facebook ist, hat man aber genau dem zugestimmt.

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