Facebook optimiert die Grundlage des News Feeds

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Facebook hat an der Basis seines News Feeds gebastelt. Damit ist kein optisches Redesign gemeint, sondern vielmehr die Kriterien, nach denen das soziale Netzwerk auswählt, welche Beiträge besonders auffällig präsentiert werden. Bisher orientierte sich Facebook vor allem daran, welche Posts der jeweilige Nutzer am ehesten anklicken, mit „Gefällt Mir“ markieren, kommentieren und teilen könnte. Anhand eines Rückmeldungs-Panels zum News Feed konnte Facebook seine Perspektive aber laut eigenen Aussagen darüber hinaus erweitern und besser verstehen, was die Betrachter der News Feeds inhaltlich gerne lesen möchten.

Schließlich gibt es auch Beiträge, die man zwar gerne liest, aber nicht direkt kommentiert, weiterleitet, etc. Um zu ergründen, welche Posts in diese Kategorie fallen könnten, hat Facebook über 1000 Nutzer befragt und sie Beiträge aus den News Feeds mit Sternen bewerten lassen. Die Stichprobe sei laut Facebook „repräsentativ“, obwohl jeder Statistiker hier natürlich lächelt, da es sich dabei nicht um ein wissenschaftliches Gütekriterium handelt. Abseits dessen hat Facebook die Reihe an Rückmeldungen offenbar geholfen seinen News Feed zu optimieren.

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Denn das Ergebnis war, dass die befragten User am liebsten Beiträge ganz oben in ihren News Feeds sehen möchten, die sie nicht nur am ehesten zu eigenen Aktionen wie Liken, Teilen, Kommentieren animieren, sondern auch inhaltlich hoch bewerten. Entsprechend will Facebook ab sofort beide Pole in seine Auswertungen einbeziehen. Im Klartext zeigt man präsenter News an, die sowohl am wahrscheinlichsten Nutzeraktivität auslösen als auch auf thematisches Interesse stoßen sollten.

Wie sehr sich das nun auf eure News Feeds auswirkt, hänge laut Facebook davon ab, mit wem ihr im sozialen Netzwerk kommuniziert und wie aktiv ihr selbst postet. Einige Sites könnten nun mehr Weiterleitungen erhalten, bei anderen könnte es abbauen. Im Wesentlichen wolle Facebook so schlichtweg mehr Balance zwischen dem schaffen, was Nutzer inhaltlich interessiert und dem, was sie z. B. kommentieren. Denn das muss sich nicht immer komplett überschneiden, wie ich selbst aus Zeiten weiß, in denen ich durch Comments ein wenig Dampf über dadaistische Oneliner-Posts gewisser Bekannte abgelassen habe.

Facebook rät Betreibern von Pages, nicht nur auf reine Klicks zu schielen, denn das würde die eigenen Statistiken nur kurzfristig aufpolieren, langfristig aber eher Schaden anrichten. Die Neuerungen in den News Feeds würdigen nun inhaltliche Relevanz und Qualität stärker, was sich nun auch Seitenbetreiber zu Herzen nehmen sollten.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. facebook.com/?sk=h_chr
    Alles nach dem Schrägstrich ist der beste Algorithmus – es wird einfach chronologisch angezeigt. Leider pfuscht Facebook aber auch da immer mehr rein und ohne entsprechenden Bookmark bleibt die Option keine 3 Tage eingestellt.
    Algorithmen führen doch nur immer mehr zur Blase. Schlussendlich zerstören Algorithmen Kultur und Vielfalt, denn z.B. kleine und neue Künstler schaffen es entweder nicht oder werden gleich weltberühmt – je nachdem was Facebook gerade programmiert hat. Mag übertrieben dargestellt sein, aber darauf läuft es langfristig raus. Bei Google kann man wenigstens Startpage oder sowas nutzen um die Blase zu umgehen…

  2. Und ich dacht schon, es gäbe endlich RSS-Feeds….

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