Facebook News startet in den USA


Facebook hat Facebook News angekündigt. Hierzulande erst einmal uninteressant, denn der Dienst ist erst einmal nur für die USA gedacht und ist auch dort eher eingeschränkt verfügbar. Mit Facebook News möchte Facebook seinen Nutzern einen Platz für den Konsum von Nachrichten bieten. Anders als im Newsfeed möchte man hier aber nur Inhalte haben, auf die sich Nutzer auch verlassen können.

Interessant ist der Ansatz, den man verfolgt hat, man hat sich nämlich diesmal vor Erstellung des Produktes mit Journalisten und Publisher unterhalten, um das auch richtig zu machen. Das Ergebnis soll nun eben Facebook News sein. Facebook News wird verschiedene Bereiche bieten, unter anderem wird es möglich sein, seine bestehenden Bezahlabos mit Facebook zu verknüpfen.

„Today’s stories“ wird dem Nutzer nationale News bescheren, die von einem Journalisten-Team ausgewählt wurden. Das Angebot umfasst aber auch Personalisierung, man bekommt also Stories anhand seiner Lesegewohnheiten präsentiert. Auch thematisch wird man in News eintauchen können, Themen wie Entertainment oder Wissenschaft stehen zur Verfügung. Außerdem wird der Nutzer die Möglichkeit haben, bestimmte Themen oder Quellen oder einzelne Artikel auszublenden, so wie man das quasi auch von anderen Inhalten bei Facebook kennt.

Man sieht deutlich, dass Facebook hier versucht, die Nutzer wieder einmal dazu zu bewegen, mehr Zeit mit dem Portal zu verbringen. Schwierig dürfte das aber auch für die Verleger werden, denn die haben den Traffic sicher auch gerne auf den eigenen Seiten, anstatt die Artikel direkt bei Facebook zu haben. Schwierig ist es allerdings auch, wenn Facebook hier quasi kuratierend eingreift. So lässt sich auch schnell Manipulation betreiben – also nicht, dass man Facebook so etwas unterstellen würde, aber die Möglichkeit ist eben da. Und frühere Skandale haben gezeigt, dass Facebook eben nicht immer wirklich weiß, was da eigentlich so abläuft.

Alle Details zu Facebook News gibt es im ausführlichen Post von Facebook selbst.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. > Das Angebot umfasst aber auch Personalisierung

    Also geht es genauso weiter. Wieder eine Filterblase und damit ein verzerrtes Weltbild wiedergeben. Das kann Facebook ja gut. Und Menschen, die diese Filterblase nicht verstehen, leben diese dann aus (teils auf schlimme Art und Weise).

  2. Am Ende jedes Web-Services wie Facebook steht immer die Frage: Was kann man den Nutzern eigentlich noch andrehen? Und die Antwort ist immer: Nachrichten.

    Das ist langweilig und überflüssig. Nachrichten bekommt man mittlerweile überall aufgedrückt. Der übliche Bla-Bla-Kram der Nachrichtenagenturen. Das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal. Es ist nur das Eingeständnis, daß einem sonst nichts einfallen ist.

  3. Yea mehr Propaganda… Nicht!

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