Facebook geht gegen „Engagement-Bait“ vor

Like wer noch kennt – jeder ist wohl schon einmal über eine Aufforderung in Social Networks gestolpert, die bestimmte Reaktionen hervorrufen möchten. Sei es ein Like, ein Teilen oder auch per Abstimmung durch Nutzung eines bestimmten Reaction-Buttons. Was bei Social Media Managern dieser Welt als super einfaches Mittel zur Nutzerinteraktion gesehen wird, ist Facebook offenbar ein Dorn im Auge. Künftig möchte man nämlich gegen dieses sogenannte „Engagement-Bait“ vorgehen.

Davon werden natürlich keine Posts betroffen sein, die aus bestimmten Gründen zum Teilen aufrufen, zum Beispiel, wenn eine Person vermisst wird. Vielmehr sollen Seiten abgestraft werden, die Engagement-Bait regelmäßig nutzen, um so für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Smiley für Option A, wütendes Gesicht für Option B, Teilen für Option C und so weiter. Facebook möchte quasi den Spam eindämmen, der durch solche Posts verursacht wird.

Seiten, die auf diese Methode setzen, werden künftig weniger Engagement feststellen, so Facebook. Da sitzt nun aber keiner, der alles manuell überprüft, sondern Facebook hat dafür ein Machine Learning Modell entwickelt. Das wird dann dafür sorgen, dass Posts mit derartigen Inhalten weniger oft im Newsfeed zu sehen sind.

Theoretisch sollte durch die Änderung die Qualität der angezeigten Inhalte im Newsfeed steigen, ob dies auch praktisch der Fall sein wird, bleibt dahingestellt. Ganz eindämmen wird man solche Geschichten eh nie können, weniger kann da aber durchaus schon einmal mehr sein. So aus Nutzersicht. Die Änderungen sollten sich im Laufe der nächsten Wochen bemerkbar machen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

10 Kommentare

  1. Hahahh, wie geht er denn ab? Klick hier für noch mehr heißen Videoscheiss….

  2. Sascha Ostermaier says:

    Höre gerade von einem geschätzten Kollegen (Caschy): „Like wer noch kennt“ könnte ein Insider sein, sorry, falls Ihr damit nichts anfangen könnt. 😀

  3. „Like wer noch kennt“ sollte auch über Insider-Kreise hinaus bekannt sein. Like, wer das sonst noch kennt 😉

  4. Finde ich gut. Beim Click-Bait hat es ja offenbar auch schon etwas gebracht – zumindest sehe ich, wenn ich mir die Seite von Chip ansehe, zwar immer noch viel Müll, aber dort kein „Schockierend! Grandios! So etwas habt ihr noch nie gesehen! Leck mich fett!“ im Titel.

    Als Seitenbetreiber geht mir jedoch Facebook selbst am meisten auf die Nerven, indem sie mir bei jedem neuen Artikel zeigen wollen, dass ähnliche Artikel auf Facebook beworben wurden … Dann lieber gar nichts posten, denn die Benachrichtigung, ich könnte ja mal wieder etwas posten, kommen da deutlich seltener.

  5. Wolfgang D. says:

    Nachdem FB mich zwingen will, vor dem Einloggen „aus Sicherheitsgründen“ ein Bild mit meinem Gesicht hochzuladen, hat sich der Dienst für mich vorerst erledigt. Die spinnen wohl. Ihr habt ja wahrscheinlich sowieso schon jede Menge Bilder da hochgeladen, da kommt es auf eins mehr nicht an?

  6. Was ist mit Gewinnspielen wo man FB Seiten liken und folgen muss? Ist doch auch Engagement-Bait.

  7. Finde ich ebenfalls gut.

  8. – Seitenbetreiber eingangs mit fantastischen Reichweiten locken
    – An TL-Ausgabe herumspielen, bis Seitenbetreiber die fantastische Reichweiten nur noch bezahlt hinkriegen
    – Seitenbetreiber abstrafen, wenn sie Bordmittel nutzen wollen, um die Reichweiten ohne Bezahlung zu erreichen

    Facebook so.

  9. @t-berium: klassisches Dealerverhalten eben. Erst anfixen, dann abziehen. Und wenn nichts mehr zu holen ist, abstoßen.

  10. Aus Nutzersicht finde ich die Gegenmaßnahmen gegen so nervigen Spam echt gut.
    Andererseits wird es,denke ich, auch viel Kollateralschaden unter seriösen Seiten geben.

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