Facebook erreicht im vierten Quartal 2019 „nur“ noch 25 % Wachstum

Facebook ist im vierten Quartal 2019 deutlich langsamer bzw. geringfügiger gewachsen, wobei die Wachstumsraten der Einnahmen dennoch so hoch bleiben, dass andere Unternehmen nur davon träumen können. Denn sie liegen immer noch bei 25 %. Für 2020 rechnet man dabei mit einer weiteren Abnahme des Wachstums, da die Marktsättigung zunehme.

Außerdem steigen bei Facebook derzeit die Ausgaben, da man sich in vielen Regionen mehr um den Datenschutz bemühen müsse. Da spielt sicherlich vor allem die EU eine große Rolle. Bei Investoren sorgten die Aussagen freilich für etwas Enttäuschung und so fiel der Aktienkurs des sozialen Netzwerks zeitweise um 7,2 %. So liegt der Gedanke nahe, dass auch für Facebook die Zeiten des extremen Wachstums bald vorbei sein dürften.

Facebooks Chief Financial Officer, David Wehner, sagt für das erste Quartal 2020 nun eine Abnahme des Wachstums im einstelligen Prozentbereich voraus. Verantwortlich seien auch neue Beschränkungen für Cookies in den Browsern von Apple und Google, welche das Tracking der Nutzer erschweren. Facebook ist der weltweit zweitgrößte Verkäufer von Online-Werbung, sodass Einschnitte bei Tracking und Auswertung von Nutzerdaten sich hier schnell bemerkbar machen.

Im vierten Quartal 2019 musste Facebook aber eben auch ca. 12,22 Mrd. US-Dollar an Ausgaben verbuchen. Hohe Anteile davon sollen in die Sicherstellung bzw. Verbesserung von Datenschutz und Privatsphäre geflossen sein. Aber auch die Moderation im sozialen Netzwerk muss man mittlerweile ernster nehmen, nachdem Facebook mittlerweile das Image anhaftet, als Plattform zu passiv mit der Verbreitung von Fehlinformationen umzugehen.

Zuvor konnte Facebook übrigens für seine Einnahmen Wachstumsraten von mehr als 30 oder vor 2018 sogar mehr als 40 % verbuchen. Deswegen ist das Absinken auf 25 % Wachstum zu bemerken. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg und stieg zuvor und entsprechend hoch ist aktuell der Druck auch abzuliefern. Zumindest um die Nutzerbasis muss man sich wohl noch keine Sorgen machen: Die Zahl der monatlich aktiven User stieg zuletzt um 8 % an – auf 2,5 Mrd. 2,9 Mrd. Anwender nutzten zudem mindestens eine der Apps des Unternehmens – Facebook, WhatsApp, Instagram oder den Facebook Messenger.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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