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Facebook: Erneut Datenpanne, diesmal gab es Zugriff auf nicht veröffentlichte Bilder


Facebook macht als Social Networks einen durchaus brauchbaren Job, was man vom Umgang mit gesammelten Inhalten oder Daten leider nicht immer behaupten kann. Erneut gab es nun eine Panne. Diese sorgt dafür, dass unter Umständen Apps, die die Photo API von Facebook genutzt haben, einen umfangreicheren Zugriff auf Bilder gehabt haben können. Das Ganze über einen Zeitraum von 12 Tagen, zwischen dem 13. und 25. September 2018.

Normalerweise ist es so, dass Apps, welche die Photo API nutzen, nur Zugriff auf Bilder haben, die bei Facebook über die Timeline veröffentlicht werden. Durch den Bug erhielten jene Apps auch Zugriff auf Bilder, die über den Facebook Marktplatz oder in die Stories gepostet wurden. Aber da hört des noch nicht auf, die Apps erhielten auch Zugriff auf Bilder, die zwar bereits hochgeladen, aber noch nicht veröffentlicht waren.

Das wiederum liegt an der Vorgehensweise, wie Facebook mit Foto-Uploads umgeht. Lädt man ein Bild hoch, postet es aber nicht direkt, wird eine Kopie davon gespeichert. Sollte sich der Nutzer dazu entscheiden, das Bild doch noch zu veröffentlichen, liegt es also schon vor. Das ist dann praktisch, wenn der Empfang wegbricht oder der Nutzer einfach beim Posten unterbrochen wird.

Der ganze Vorgang soll 6,8 Millionen Facebook-Nutzer sowie bis zu 1.500 Apps von 876 Entwicklern betreffen. Facebook wird nun bald Tools für Entwickler verteilen, damit diese herausfinden können, welche Nutzer betroffen waren. Ebenso werden betroffene Nutzer einen Warnhinweis nach dem Login angezeigt bekommen. Dieser führt dann zu dieser Seite, wo sie über den Vorgang aufgeklärt werden.

Während solche Vorgänge nie ein gutes Bild auf die Verantwortlichen werfen, so muss man – so zumindest meine Meinung – doch differenzieren. 6,8 Millionen Nutzer mag erst einmal viel klingen, bei über einer Milliarde Nutzern der Plattform ist es das aber halt nicht wirklich. Jedoch muss man ebenso sehen, dass die Panne bereits vor 2 Monaten passierte, da hätte man ruhig mal früher informieren können. Gerade in Sachen „Datenskandal“ sollte Facebook mittlerweile geschult sein, wie man wohl am besten damit umgeht. Anscheinend aber nicht.

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