Facebook ergreift Maßnahmen, damit Ihr weniger Zeit dort verbringt

Es gibt wenige Online-Angebote, die sich so häufig ändern wie Facebook. Immer wieder werden Neuerungen eingeführt, die dem Nutzer zwar nicht immer schmecken, die Facebook aber dennoch stetig wachsen lassen. Dass der News-Feed seit langer Zeit nicht mehr chronologisch angezeigt wird und es immer mehr Inhalte Dritter im eigenen News-Feed gibt, ist auch immer so ein Punkt, an dem sich mancher stört. Und offenbar auch Facebook selbst. Das Social Network hat nun nämlich angekündigt, dass mehr relevante Inhalte im News-Feed erscheinen werden.

Facebooks ursprüngliches Ziel war es einmal, Menschen zu verbinden. Am besten solche, die sich eh schon kennen, via Facebook bleibt man in Verbindung. Das änderte sich über die Jahre, mittlerweile fällt es manchem Nutzer sogar richtig schwer, Inhalte von Familie und Freunde aus den anderen Bestandteilen des News-Feeds herauszufiltern.

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Video-Link: https://www.facebook.com/facebook/videos/10156988765141729/

Dass Facebook ein Stück weg von der Globalität möchte, haben wir bereits berichtet, Städtenachrichten sollen für mehr Informationen zur aktuellen Umgebung sorgen. Aber Facebook geht noch weiter und wird auch im News-Feed direkt aufräumen.

Weniger Inhalte Dritter, mehr Inhalte von Privatpersonen, so soll es künftig sein. Oder besser gesagt, mehr Inhalte, mit denen interagiert wird. Man soll also solche Inhalte angezeigt bekommen, auf die man wahrscheinlicher reagiert. In der Regel werden das eben Inhalte von Freunden, Familie oder Communities sein.

Facebook erklärt das anhand eines Beispiels sehr schön. Nutzer einer Serien-Community sind empfänglicher für Live-Videos, folglich werden diesen Nutzern mehr Live-Videos angezeigt. Wobei mehr eigentlich falsch ist, sie werden nur prominenter angezeigt. Das bedeutet für Seitenbetreiber allerdings auch, dass sie eventuell weniger in den NNews-Feeds angezeigt werden.

Dessen ist sich auch Mark Zuckerberg bewusst. Er geht davon aus, dass die Änderungen sich nicht nur negativ auf die Interaktion mit manchen Beiträgen auswirken, sondern auch generell die Zeit verkürzen, die man mit Facebook verbringt:

Now, I want to be clear: by making these changes, I expect the time people spend on Facebook and some measures of engagement will go down. But I also expect the time you do spend on Facebook will be more valuable. And if we do the right thing, I believe that will be good for our community and our business over the long term too.

Ihr seht selbst, so richtig passt das nicht zu einem Unternehmen, das gerade von der Interaktion und der dort verbrachten Zeit lebt. Immerhin sollen diese Maßnahmen sich einmal durch alle Facebook-Produkte ziehen, den Anfang macht der News-Feed.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Ein dezentes „Bullshit“!
    Facebook druckt sich einfach mehr Geld. Unternehmen müssen also noch mehr zahlen um in den Stream zu kommen.
    Ob das jetzt wegen Freundschaften, Relevanz oder aus ganz tollen grunden wie die eigenen kinde nicht zu enttäuschen… Es geht nur darum noch mehr Kohle rauszuziehen und die Begründung ist Marketing-Geblubber.

  2. Und was bringt mir die Änderung mit mehr Privatpersonen, wenn Inhalte dennoch nicht chronolgisch sind? Kann man mühslig zwar dennoch auswählen. Witzigerweise verwende ich den Newsfeed gerade für Neugiekiten statt irgendwelchen kram von privat personen zu lesen.

  3. @Steffen Schad
    Dann bist Du halt falsch auf Facebook. Das ist ein Netzwerk für Leute, die sich kennen oder kennenlernen wollen. Neuigkeiten gibt es anderswo.

    Ich begrüsse den Schritt von Facebook nachdrücklich. Es nervt einfach, ständig diesen News-Schrott lesen zu müssen, mit dem man sowieso von früh bis spät überall überschüttet wird.

  4. @Tom
    Sie gehen davon aus, dass die verbrachte Zeit der Benutzer weniger stark sinkt als die vermeintlichen Mehreinnahmen durch Erhöhung der Preise für die Werbenden. Das ist eine ziemlich starke Annahme, für die es schwer sein könnte valide Daten zu bekommen.
    Ich nehme an, Facebook macht es um schaden zu begrenzen. Die Zeit wird runter gehen aber Facebook wird mitbekommen haben, dass immer weniger jugendliche Facebook nutzen, dem wolle Facebook entgegen steuern.
    Das immer weniger Jungendliche Facebook nutzen konnte mit validen Datensätzen schon länger beobachtet werden.

    Für Benutzer kann es nur vorteilhaft sein, wenn weniger von Drittanbieter kommt und mehr von anderen Menschen.
    Persönlich kann ich es nicht nachvollziehen Facebook ernsthaft als Informationsquelle zu nutzen. Das ist die Mutter aller Filterblasen.

  5. Kaum einer teilt doch was gescheites, deshalb hab ich nur Dinge abonniert die mich auch interessieren. Das ständige durcheinander würfeln des Streams dient doch nur dazu noch mehr Werbung anzeigen zu können. Als wenn sich daran ernsthaft was ändert.

  6. Gut, dass ich diesen Schwachsinn längst deaktiviert habe. Kontakte im realen Leben sind mir da doch weitaus wichtiger!

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