Facebook: Creator können durch Einbindung von Musik Geld verdienen

Facebook führt das sogenante Music Revenue Sharing ein: Dadurch können Creator Geld verdienen, wenn sie Musik von Partnern einbinden. Klingt auf den ersten Blick widersinnig: Man bindet durch das soziale Netzwerk lizenzierte Musik ein und wird dafür auch noch bezahlt? Ja, das liegt daran, dass Facebook die Nutzer an den durch die Streams generierten Werbeeinnahmen beteiligt.

Wer dann also bei Facebook ein Video hochlädt und lizenzierte Musik verwendet, erhält einen Anteil an den Einnahmen, durch die Werbung generiert werden, welche Facebook im Stream platziert. Freilich erhalten so auch die Plattenformen und Facebook selbst Geld von den Werbepartnern. Wie viel geht konkret an die Videomacher? Das sind laut Facebook 20 % der Einnahmen. Wie Meta und Musikindustrie die verbleibenden Einnahmen unter sich aufteilen, bleibt offen.

Um die Funktion nutzen zu dürfen, müssen die Creator für In-Stream-Werbung freigeschaltet sein und somit die Monetarisierungs-Richtlinien von Facebook erfüllen. Infrage kommende Videos müssen mindestens 60 Sekunden lang sein und die lizenzierte Musik darf nicht der Primärzweck des Videos sein. Zudem muss das Video tatsächlich einen visuellen Inhalt haben. So will Facebook sicherlich verhindern, dass Anwender einfach ein schwarzes Bild als Video hochladen und Musik drunter legen.

Die Funktion des Music Revenue Sharings startet ab heute weltweit. Die In-Stream-Werbung wird im ersten Schritt in den USA eingebunden, schrittweise will man aber alle Länder einschließen, in denen Facebook sich Musikrechte gesichert hat.

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2 Kommentare

  1. „Zudem muss das Video tatsächlich einen visuellen Inhalt haben. So will Facebook sicherlich verhindern, dass Anwender einfach ein schwarzes Bild als Video hochladen und Musik drunter legen.“
    Wäre interessant, zu sehen, wie sie dann mit Videos umgehen, deren „visueller Inhalt“ einfach nur aus den Liedtexten besteht, wie man es ja bei YouTube auch schon öfter mal sieht.

    • André Westphal says:

      Zumindest wäre es gegen die Richtlinien, da die Musik dann ja der Primärzweck wäre. Wie rigide sie dagegen vorgehen, muss sich natürlich zeigen.

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