Facebook baut VR- und AR-Geschäft weiter aus, plant eigenes Betriebssystem

Mit Oculus hat Facebook ja bereits einen dicken VR-Brocken in seinem Portfolio und auch die Augmented Reality (AR) hat es dem Unternehmen angetan. Da Facebook aber auf Dauer weder Apple, noch Google, noch anderen Unternehmen vertrauen möchte, was die Unterstützung mit einem Betriebssystem angeht, das die eigenen Produkte antreibt, habe man sich einen Co-Autor von Windows NT – Mark Lucovsky – ins Haus geholt, der dabei helfen soll, ein eigenes Facebook-Betriebssystem zu entwickeln. Diese Meldung entstammt TheInformation.com.

Die Smartphone-Apps von Facebook sollen auch in Zukunft weiterhin auf Android- und iOS-Geräten verbleiben und funktionieren. Das hauseigene OS soll viel eher speziell für die Augmented Reality gedacht sein, da Facebook hier in Zukunft noch mehr in die Forschung und Entwicklung investieren will.

“We really want to make sure the next generation has space for us. We don’t think we can trust the marketplace or competitors to ensure that’s the case. And so we’re gonna do it ourselves.”  — Andrew ‘Boz’ Bosworth -Facebook VP Hardware

Ein eigenes Betriebssystem räumt Facebook zukünftig natürlich ganz andere Freiheiten ein, gerade was mögliche Meinungsverschiedenheiten mit Google und Co. in Bezug auf das OS und Funktionen von Facebooks Geräten und Grundfunktionen dieser betrifft. Dies ist bei weitem nicht die erste Anstrengung, sich von Android, iOS und Co. zu lösen, doch Bestrebungen wie das damalige Projekt Oxygen, HTC First und auch Facebook Home wurden schon früh wieder eingestampft. Um sich im Bereich AR/VR besser behaupten zu können, wird ein rund 4.000-köpfiges Team von Facebook 2020 in ein neues Büro in Burlingame in der Nähe des Firmensitzes ziehen und sich dort vollends auf seine Aufgaben stürzen.

Außerdem sei für die Zukunft auch geplant, dass Besucher spezielle Räumlichkeiten des Unternehmens aufsuchen dürfen, um dort die neuesten Produkte vor Ort ausprobieren zu können und auch Verkaufsflächen könnten dort gleich mit realisiert werden. Facebook-Stores für entsprechende Produkte quasi. Nebenbei teilte das Unternehmen gegenüber TechCrunch mit, dass die Entwicklung sogenannter Hirn-Computer-Schnittstellen schon deutlich vorangeschritten ist und man mittlerweile damit in der Lage sei, in Echtzeit Gehirnaktivitäten zu entschlüsseln und rund 100 gedachte Wörter pro Minute zu erkennen und zu übertragen. Ob dies am Ende für eine rosige oder doch eher dystopische Zukunft sorgen kann, darüber darf sich jeder selbst Gedanken machen. Erstaunlich sind die Fortschritte in jedem Fall.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Was ist eigentlich aus Facebook Home geworden?

  2. Da ist ein kleiner inhaltlicher Fehler im Text:
    Jetzt: „Da Facebook aber auf Dauer weder Apple, noch Google, noch anderen Unternehmen vertrauen möchte, was die Unterstützung mit einem Betriebssystem angeht, das die eigenen Produkte antreibt, “
    Gemeint ist aber sicher, daß FB nicht darauf vertrauen möchte, daß weder Apple noch Google die FB-Datensammeleit auch in Zukunft gestattet. Man sollte immer im Auge behalten, was dsa Kerngeschäft eines Anbieters ist. Und das ist bei FB die Daten der Nutzer.

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