F-Droid: Alternative zu Google Play jetzt als finale Version

Erst Ende April hatte Caschy hier über F-Droid gebloggt. Es handelt sich um eine Alternative zu Google Play bzw. vielmehr eher um eine nette Zusatzoption. So könnt ihr auch über denn F-Droid-Appstore Anwendungen für Android-Geräte herunterladen. Dort tummeln sich zahlreiche Open-Source-Apps, welche es nicht im Play Store gibt. Jetzt ist mittlerweile nach einer Frischzellenkur für die Optik die finale Version erschienen.

Herunterladen könnt ihr das APK zu F-Droid in der neuen, finalen Version 0.103 direkt auf der Website des Stores. Kompatibel ist F-Droid zu Android-Geräten ab der Betriebssystem-Version 2.3.3.

Schon seit den Alphaversionen von F-Droid 0.103 sieht der Store deutlich moderner aus und übernimmt das Design nun auch für die finale Version. Da F-Droid offen ist, findet ihr hier sogar den gesamten Quellcode. Falls ihr bisher vor den Alphaversionen zurückgeschreckt seid, F-Droid aber an sich gerne mal anschauen würdet, dann bietet sich euch nun mit der finalen Version die beste Gelegenheit.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. General Failure says:

    Da die Kehrseite der Medaille im Artikel nicht auftaucht, liefer ich sie mal nach:

    Alternative Android Stores erhöhen das Risiko von Malware befallen zu werden signifikant. Hierfür gibt es zwei Hauptgründe:
    1. die Betreiber der Stores können oder wollen kein mit Google vergleichbares Sicherheitsniveau bieten. Es kann möglich sein, Malware einzuschleusen oder gleich den Store zu kompromittieren.
    2. der Benutzer macht sein Android-Gerät allgemein unsicherer, weil er die Installation aus unbekannten Quellen zulassen muss. Bei vielen Benutzern dürfte diese Einstellung dauerhaft aktiv bleiben. Hier wird ein Loch für Schadsoftware geöffnet.

    Ich möchte nicht die Wichtigkeit quelloffener Software in Frage stellen, hätte mir den Artikel nur weniger einseitig gewünscht.

  2. Andere würden behaupten, dass ein System mit den Google Play Services niemals sicher sein kann. Offizieller Store hin oder her. Spyware ab Werk sozusagen.

    Unter Gesichtspunkten wie Datenschutz und -sicherheit dürfte ein AOSP-Android mit F-Droid sicherer sein, als jedes andere System. Auch Googles Play Store schützt nicht für Schnüffelapps.

  3. es wird langsam doch mal zeit, dass google andere app stores akzeptiert und ihnen eine schnittstelle anbietet, sich als solcher im system zu registrieren. dann könnte f-droid und amazon auch apps installieren ohne die option „unsichere quellen“ zu aktivieren. der schwarze peter liegt hier ausschließlich bei google. in dem zuge könnte man auch die play services aufbohren und die malwareprüfung auch auf extern installierte apps ausweiten.

  4. @goo: du solltest dich ein wenig belesen bevor du dich äußerst. Beide forderungen sind entweder schon längst erfüllt oder werden es mit Android O: Die Malwareprüfung ist vor allem für externe Apps und tritt mit Aktivierung der „Unsicheren Quellen“ in kraft, solange du sie nicht wieder abschaltest. Denn direkt unter dieser Option befindet sich der Schalter dafür, der standardmäßig mit aktiviert wird. Seit Android 4.2 ab Werk, bei älteren Versionen muss es über die „Einstellungen“ app (also quasi die Play services einstellungen, nicht die Systemeinstellungen) manuell aktiviert werden.
    Andere App Stores werden keine Schnittstelle bekommen, dafür wird aber das Handling der Berechtigung für unsichere Quellen komplett geändert. Es wird in O keine globale Einstellung geben, du wirst – ähnlich wie bei den Runtime Permissions – bei der Installation gefragt und kannst eine Quelle insgesamt Freigeben. So kannst du dann z.b. zukünftig Apps von F-Droid ohne weitere Abfragen installieren, kommt eine solche Abfrage aber z.B. von Chrome, wird sie weiterhin blockiert solange du es nicht freigibst.

  5. Danke, jetzt läuft es wieder bei mir. Beim letzten Update gabe es SQL Fehler beim Paketquellen aktualisieren.

  6. Frage, mir fällt gerade ein, warum gibts keine Lösung für dieses Sicherheitsproblem?
    F-Droid vielleicht nicht, aber warum kann man keine KI entwickeln die optisch die App unter die lupe nimmt in einer Sandbox Umgebung installiert und scannt wie sich die App verhält? Wäre doch optimal um herauszufinden, ob die App schädlich ist und Daten nach China etc. schickt oder nichts macht.

  7. UnCreativeUsername says:

    @General Failure

    zu 1.
    a) „die Betreiber der Stores können oder wollen kein mit Google vergleichbares Sicherheitsniveau bieten. Es kann möglich sein, Malware einzuschleusen“
    Wir reden von dem Google Play Store, in dem es von obskuren GTA Fakes mit weitreichenden Berechtigungen bishin zu Taschenlampen, die erst in einer Umfrage Details über dein Sexualleben informiert werden möchten, bevor sie funktionieren so ziemlich jeden (auch virenverseuchten) Scheiß zu laden gibt ?
    b) „oder gleich den Store zu kompromittieren.“
    Diesbezüglich kann ich leider weder mit einem tatsächlichen Beispiel beim Google Store noch bei alternativen Stores dienen, werde mir jedoch auch nicht die Mühe machen, zu recherchieren.

    zu 2.
    „der Benutzer macht sein Android-Gerät allgemein unsicherer, weil er die Installation aus unbekannten Quellen zulassen muss.“
    Inwieweit macht er damit sein Gerät unsicher, dass dieser Schalter auf an bleibt ? Wenn eine apk soweit ist, ohne Bestätigung (oder wenigstens Benachrichtigung) des Nutzers installiert zu werden, dürfte das ändern einer Systemeinstellung sie auch nicht mehr aufhalten, vermute ich mal. (Ich kann mich hierbei aber auch durchaus irren, belehrt mich gerne eines besseren.)

  8. Ich benutze F-Droid und habe die „unsicheren Quellen“ ausgeschaltet. Darüber hinaus updatet F-droid die Apps auch automatisch. Geht alles auf gerooteten Geräten und der privileged extension von F-Droid.

  9. Speed140 says:

    Es gibt wohl keine größere Malewareschleuder als den play-Store. Dort sind circa 99% der APPs FAKE-Apps um DATEN zu sammeln.

    Lest doch mal was kritisches: z.B. : https://android.izzysoft.de

    Ich nutze schon lange nur APPs von F-Droid und AOSP ohne die Play-Dienste.

  10. @Prov Google würde gerne seine KI dafür nutzen. Das Problem: zum trainieren einer KI braucht man sehr viele Trainingsdaten. Für Android alleine gibt’s aber nicht genügend (unterschiedliche) Schädlinge. Daher will man auch andere Schädlinge für diverse Plattformen untersuchen. Wenn man irgendwann genügend Trainingsdaten hat und die KI zuverlässig genug Malware erkennt ohne zu viele normale Apps so zu identifizieren werden sie es sicher machen

  11. @Richard Rosner
    Naja, trainingsmaterial wäre das beobachten wie user apps benutzen und dann messen was der virus macht und irgendwann hat man seine 99% erkennungsrate.

  12. „General Failure“ , der den ersten Kommentar hier geschrieben hat kann ich nur raten über seine Position mal gründlicher nachzudenken. Wegen Falschinformationen und Halbwissen bei der Spionagesoftware von Google zu bleiben halte ich für bedenklich.
    Leute die sich sich alternative Betriebssysteme wie LineageOS (usw.) installieren und sich dann aber alles mit dem dem Playstore wieder versauen, kann ich übrigens genausowenig verstehen. Sowas macht ja nun wirklich keinen Sinn.

    Daher super, dass es fdroid gibt!
    Leider sind viele apps dort aber nicht verfügbar. Hier mein Tip wie man sich eine eigene Quelle installiert:
    In einer Android Simulation wie z.B. AMIDUOS kann man sich getrost den datensaugenden Playstore von Google installieren.
    Mit rootzugriff und einem rootexplorer sieht man dann im Verzeichnis data/app alle Apps. Diese lassen sich leicht aufs googlefreie Smatrtphone kopieren. Die meisten Apps laufen auch ohne den Google Playstore. Das Thema mit den Update(meldungen) ist auf diese Weise auch gelöst.

    Nicht sooo bequem wie auf dem Google verseuchten Gerät, aber wer sich darüber klar ist, wie hoch der Preis für die Google Bequemlichkeit ist macht das gern.

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