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Evernote rudert zurück: Keine neuen Nutzungsbedingungen zum 23. Januar

evernote artikel logoNeue Nutzungsbedingungen sollte es ab dem 23. Januar bei Evernote geben. Diese sahen unter anderem vor, dass Evernote theoretisch auf Inhalte der Nutzer zugreifen kann, was praktisch zu zahlreichen Beschwerden der Nutzer führte. Zahlreich genug, dass Evernote direkt einen Tag nach der Ankündigung auch schon wieder zurückrudert. Anstatt die neuen Nutzungsbedingungen ab dem 23. Januar durchzusetzen, wird sich Evernote in den nächsten Monaten mit einer neuen Version beschäftigen, die dann auch für Nutzer passen sollten, die bei der vorgestellten Version kein gutes Gefühl hatten.

Das heißt in jedem Fall, dass keine Evernote-Mitarbeiter Zugriff auf die von Nutzern gespeicherten Inhalte haben werden, solange die Nutzer das nicht explizit erlauben (Opt-in). Auch wird Evernote sich weiterhin an die Prinzipien halten, dass die Daten dem Nutzer gehören, sie privat und mitnehmbar sind. Außerdem wird man sich natürlich an bestehende Datenschutzgesetze halten. Nachzulesen im Evernote-Blog.

Schnelle und gute Reaktion von Evernote oder hätte es erst gar nicht so weit kommen müssen? Es kommt immer wieder vor, dass Dienste Dinge ändern, die dem Nutzer nicht schmecken. Dass es manchmal durchaus etwas bringen kann, das Ganze aus Nutzersicht laut anzugehen, zeigt Evernote. Das ist aber in den seltensten Fällen tatsächlich so, in der Regel beruhigt sich so eine Situation schnell wieder, auch wenn das Unternehmen nicht nachgibt. Insofern kann man Evernote schon ein gewisses Zuhören zuschreiben.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. @Paubolix – es ist ein Jammer, dass Evernote immer noch keine Verschlüsselung für Notizbücher anbietet…und offenbar auch gar nicht will. So bleibt immer ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn man Dinge wie Verträge oder andere personenbezogene Daten in Evernote hinterlegt. Das Beispiel von Yahoo zeigt ja, dass es einfach keine 100%ige Sicherheit bleibt.

    Momentan überlege ich tatsächlich, ob man nicht vieles über Google Drive in Kombination mit Boxcryptor machen könnte. Funktionalitäten wie der geniale Webclipper oder Notizen per Email versenden bleiben so natürlich auf der Strecke. Marktlücke, ick hör‘ Dir trapsen…

  2. Verschlüsselung schön und gut, aber wie soll dann noch das doch wichtige Feature OCR funktionieren?

  3. Berechtigte Frage – bin auf das gleiche Thema heute morgen gestoßen, als ich testweise mal einen Ordner exportiert und via Boxcryptor zu gDrive überführt habe. Schrott, da hast Du recht.

    Im EN-Forum gibt es zwar Leute, die behaupten, das sei technisch möglich, aber so tief stecke ich nun nicht in der Materie. Habe mich parallel – nochmals – mit OneNote beschäftigt, aber insbesondere die Struktur macht mich fertig. Warum muss ich alle importierten Notizbüchern einzeln öffnen? In EN ist das m. E. nicht nur viel übersichtlicher, sondern auch transparenter. Ich sehe links ALLE Notizbücher, kann sie aufklappen und habe darunter die Notizen oder halt die gestapelten Notizbücher.

    In OneNote sehe ich offenbar immer noch ein einzelnes Notizbuch. Für mich unlogisch.

  4. @P133MHz
    https://www.evernote.com/PersonalSettings.action
    ich glaube es war der letzte Punkt ganz unten…

  5. Die Aktion zeigt doch, wie tife in der Unternehmenskultur bei EN der Datenschutz ist.

    Sollen sie mal machen. Ohne mich.

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