Eve Light Strip – Smarter LED-Lichtstreifen mit Apple HomeKit im Test

Wer in das Thema Smart Home einsteigen möchte, fängt wahrscheinlich zuerst mit der Beleuchtung an. Philips Hue ist wohl der populärste Vertreter aus dieser Produktkategorie. Doch auch LIFX oder andere preiswertere Alternativen aus Asien wie Koogeek, Yeelight und Co. sind mittlerweile gern gesehen. Welches Produkt man wählt, hängt meist am genutzten Assistenten. Produkte, die Alexa unterstützen, bringen oftmals auch die Unterstützung für den Google Assistant mit. Wer Apples HomeKit einsetzt, hat nicht so eine breite Produktpalette zur Auswahl.

Eve Systems gehörte zu den ersten Herstellern, die die Smart Home-Lösung aus Cupertino unterstützen und ist mit seinen Produkten auch ganz erfolgreich. Zur IFA gab man bekannt, dass man sein Lineup erweitern möchte, darunter findet sich auch ein Lichtstreifen, der unter dem Namen Eve Light Strip rangiert. Eben jenen habe ich mir für euch etwas näher angesehen.

In der Box findet man keine Überraschungen, Papierkram, Klebepads, die Steuereinheit, ein Netzteil und der 2 Meter lange Lichtstreifen gehören zum Lieferumfang. Der Light Strip unterscheidet sich kaum von seinem Hue-Konkurrenten. Legt man beide nebeneinander, fällt es schwer zu urteilen, welcher welcher ist. Der Streifen ist weich und somit flexibel genug, um auch um Ecken geklebt zu werden. Wem die 2 Meter zu lang sind, der kann den Streifen auch mit der Schere einkürzen. Beachtet hierbei aber auf jeden Fall die Markierungen dafür.

Auch in puncto Anschlüsse unterscheidet der Light Strip sich nicht wirklich vom Hue-Pendant. Die separat erhältliche Erweiterung wird mit sechs Pins in den bestehenden Basis-Streifen eingesteckt, Philips macht das genauso. Ihr könnt per Erweiterungen übrigens eine Gesamtlänge von bis zu 10 Metern erreichen.

Der Connector am anderen Ende des Streifens kommt in die Steuereinheit. Dabei kann man nix falsch machen. Dann noch das Netzteil in den dafür vorgesehenen Port, anstecken und fertig. Das Teil fängt an zu leuchten.

Wie für HomeKit-Komponenten üblich ist die Installation ein Kinderspiel. Ihr öffnet die Home-App, betätigt das kleine „+“, um ein Gerät hinzuzufügen, scannt den QR-Code an der Seite der Steuereinheit und das war es dann auch schon.

Ich würde euch empfehlen, den Streifen erst jetzt an die dafür vorgesehene Stelle zu kleben. An der Rückseite, ist ein doppelseitiges Tesa-Klebeband aufgebracht, das den Streifen sicher auf gesäuberten und glatten Oberflächen hält. Philips verwendet hierfür 3M-Klebestreifen.

In meinem Fall klebte ich den Streifen hinter das Kopfteil unseres Bettes, um etwas indirektes Licht zu produzieren. Kann aber jeder machen, wie er möchte. Theoretisch benötigt ihr keine weitere App, um den Streifen zu steuern, denn Farbe, Helligkeit, An und Aus, kann man alles per Home-App oder per Siri erledigen.

https://itunes.apple.com/de/app/eve-für-homekit/id917695792

Innerhalb der Eve-App, die mittlerweile eine ziemlich gute HomeKit-Zentrale geworden ist, gibt es aber noch ein paar weitere Einstellungen. Unter anderem könnt ihr dort über einen Color-Picker auch favorisierte Farben festlegen, die ihr dann mit einem Tipp setzen könnt.

Weiterhin könnt ihr auch verschiedene Weiß-Töne festlegen und favorisieren. Wichtig ist auch, dass ihr das sogenannte Power-On-Behavior definieren könnt. Heißt: Soll der Streifen beim Einschalten weiß leuchten oder in der zuletzt verwendeten Einstellung. Hue hat diese Funktion auch noch nicht lange implementiert.

In seiner hellsten Einstellungen schafft der 2 Meter lange Streifen bei 4200 Kelvin eine Helligkeit von 1800 Lumen (900 Lumen pro Meter), was ordentlich ist. Der Verbrauch liegt bei dieser Einstellung bei 24 Watt. Natürlich lässt sich der Streifen auch mit anderen Leuchten im selben Raum zu einer Gruppe zusammenschalten. Die Steuerung per App oder Siri funktionierte in meinem Test ohne Probleme. Das Teil reagiert sagenhaft flott, da es per WLAN kommuniziert und nicht wie andere Eve-Produkte per Bluetooth. Wer schon mal eine Eve Energy-Dose per Siri schalten wollte, der weiß, dass ein paar Sekunden ins Land gehen können. Ist bei dem Light Strip nicht der Fall. Nahezu instant setzt er den gegebenen Befehl um.

Ihr könnt den Streifen natürlich auch in Szenen verwenden, somit zeitgesteuert oder zusammen mit anderen Produkten an- oder ausschalten und zu verschiedenen Tageszeiten andere Farben nutzen. Alles so wie man es von HomeKit-Produkten aus dem Beleuchtungsbereich gewohnt ist. Ich habe auch den Hue LED-Lichtstreifen im Einsatz und sehe keinen Unterschied in der Reaktionszeit. Auch in der Handhabung sind beide gleichermaßen komfortabel.

Warum also den Eve Light Strip kaufen?

Am Ende ist das euer Ding. Der Eve Light Strip braucht keine Bridge, ist aber eben nur im HomeKit einsatzfähig. Preislich sind beide Konkurrenten sowohl bei Erweiterung als auch bei Basis nahezu auf Augenhöhe. Der Hue Lichtstreifen ist mit 1600 Lumen nicht ganz so hell. Ich denke, man macht bei beiden Kandidaten keinen Fehler. Wer sowieso HomeKit-only betreiben möchte und keine separate Bridge haben will, wird eher zum Eve Light Strip greifen.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail

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2 Kommentare

  1. Die wichtigste Frage: Wie sieht es bei dme NEtzteil mit Spulenfiepen aus?

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