Europäischer Smartphone-Markt bricht um mehr als 10 % ein

Photo by Paul Hanaoka on Unsplash

In Europa sind die Smartphone-Auslieferungsmengen im Q2 2022 um ca. 11 % eingebrochen, wenn man mit dem gleichen Zeitraum 2021 vergleicht. Zumindest kommen die Marktforscher von Counterpoint Research zu diesem Ergebnis. 40 Mio. Geräte sollen im zweiten Quartal 2022 in Europa ausgeliefert worden sein.

Zu dem Minus hat natürlich die aktuelle Wirtschaftslage beigetragen. Zudem gebe es bei einigen Herstellern Lieferengpässe. Trotz der schwierigen Situation konnten die Marktführer Apple und Samsung jedoch die Auslieferungsmengen und Marktanteile steigern. Ganz anders sieht es bei Oppo und Xiaomi aus, die mit zweistelligem Minus zu kämpfen haben. realme hingegen kann seine Position in Europa mit zweistelligem, prozentualem Wachstum ausbauen.

Übrigens profitieren Apple und Samsung nur, wenn man mit dem Vorjahr vergleicht. Betrachtet man die Unterschiede zwischen dem Q1 und dem Q2 2022, dann sanken die Auslieferungsmengen in beiden Fällen – was an dem Rückzug beider Unternehmen aus dem russischen Markt liegt. Counterpoint Research nimmt an, dass das weitere Jahr 2022 für Smartphone-Hersteller schwierig bleiben werde. Viele europäische Länder, darunter wichtige Märkte wie Frankreich und Deutschland, steuern auf eine Rezession zu.

Letzten Endes sind es aber nicht nur für Smartphone-Hersteller schwierige Zeiten, das gilt für viele Unternehmen. Das wirtschaftliche Klima wird sich wohl zunächst eher verschlechtern, als verbessern.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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8 Kommentare

  1. Ich glaube, die Zeiten jährlicher Wechsel von Smartphones ist passé.
    Faktoren sind die Qualität der Geräte und die aktuelle Wirtschaft.

    • Dan. Sollten sie schlechtere Smartphonex machen das man wieder jährlich wechselt und so der Rezession vorbeugen!

  2. Mein Smartphone ist noch recht neu hatte im Januar 2017 das Moto G4 Play für 139 Euro gekauft,
    so schnell muss noch nichts neues her.

  3. Ich habe noch nie so richtig verstanden warum man sich alle zwei Jahre ein neues Smartphone holen muss. Bevor ich mir mein jetziges geholt habe hatte ich fast fünf Jahre ein Lumia 950 XL bis der Support auslief. Das war für meine Ansprüche ein fantastisches Smartphone mit super Kamera. Mein Nokia 7.2 werde ich auch wenn der Support ausläuft noch mindestens bis zum 3. Jahr nutzen und dann schaue ich mal.

  4. Xiaomi ist krass. Ständig neue Smartphones raushauen hat wohl viele abgeschreckt, da blickt ja niemand mehr durch. Updates und Support hat auch noch Luft nach oben. Apple hat es gerade so ins Plus geschafft, 3% ist nicht wirklich super. Realme ist beeindruckend.

  5. Otakufrank says:

    Momentan sind ja in den neuen Modellen teilweise schlechtere Kameras oder Chips verbaut, als in den vorgängern.
    Kein Wunder, das da die alten und teilweise sogar besseren Geräte länger genutzt werden.

  6. Kein Wunder, bei den Smartphonepreusen kann man nur brechen.

  7. Matthias E. says:

    Irgendwie logisch, dass es so kommen musste, dafür passiert aktuell einfach zu viel und nicht nur Lieferengpässe und Rezession.

    Betrachtet man den ersten Punkt, die Versorgung mit Updates, da sind Samsung und Apple einfach führend. Einige andere Hersteller bieten zwar auch immerhin schon 3 Updates und 4 Jahre Versorgung mit Sicherheitsupdates, aber da sind es wenige und die Aussagen sind ohne Garantie.
    Xiaomi hat verloren? Wie viele Geräte sollen diese längere Versorgung erhalten? Ich kann es an einer Hand abzählen, mehr sind es nicht, wo Xiaomi das für in der EU erhältliche Geräte angekündigt hat.
    Das 11T/11T Pro, 12, 12x und 12 Pro. Ansonsten wurde kein Gerät genannt was von dieser verlängerten Updatezeit profitieren soll und wenn man genau hinschaut, dieses „Versprechen“ hat Xiaomi inzwischen sogar von der Hompepage beim 11T entfernt und ein versprechen ist halt keine Garantie.
    Schaut man nun noch, dass das 12lite für eine UVP von 499€ auf dem Markt gekommen ist und 2 Jahre Updates erhält, das A53 und sogar das A33 von Samsung sind günstiger und haben 5 Jahre und dazu sogar noch ein IP-Rating.
    Da kommt bei Android einfach kein Unternehmen an Samsung ran und Apple, ob man Apple mag oder nicht, man muss ehrlich sein, so einige Top-Phones aus China kosten inzwischen mehr und bieten mit Glück immerhin 50% der Supportdauer.

    Realme ist hier noch die Ausnahme. Es ist halt die günstigste Marke von BKK. Xiaomi hat auch zu Zeiten des Mi9 mehr Geräte verkauft. Zu diesen Zeiten war das Preis-Leistungsverhältnis halt noch so, dass es sich gerechnet hat, ob 2 Mi-Geräte in 4 Jahren für 900€ oder ein damaliges Samsung mit damals noch 4 Jahren Updates für 800€, da ging die Rechnung auf.

    Ansonsten stimmt auch die Aussage, dass immer häufiger in Smartphones „alte“ Technik verbaut wird. Persönlich finde ich es nicht schlimm. Was da die nicht neusten Linsen mit irrsinnig vielen Pixel können, dass beweisen Apple und Google doch immer wieder und auch bei Tests wo etwas verglichen wird und dann heißt es bei einem Bild, dass der Hintergrund etwas mehr Konturen im Mauerwerk zeigt. Ganz ehrlich, mich interessiert das Motiv, die Person vor dem Mauerwerk und wäre das im Text nicht erwähnt worden, ich hätte es nicht bemerkt.

    Denke schon, dass da inzwischen auch mehr Menschen drauf achten. Updates und Support sind heute halt die neue Währung.

    Und einen anderen Punkt darf man einfach auch nicht vergessen. China und Taiwan. Viele wissen was mit Huawei passiert ist und auch wenn sehr viele Menschen nicht wissen, dass ihr iPhone nichts mit Kopfhörern verbessern kann, die Aptx beherrschen, aber so gut wie alle wissen, Android ist Google, Google ist USA, Apple auch, USA, Xiaomi, Oppo und andere sind China.
    Denke schon, dass Menschen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und der daraus erfolgten weltweiten Folgen etwas sensibler geworden sind und China hat die Manöver gegen Taiwan nicht eingestellt.

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