Europäische Kommission untersucht Steuerabkommen zwischen Apple und Irland

Irland ist bei diversen Unternehmen ein sehr beliebtes Land, was nicht zuletzt an den Steuergesetzen liegt. Die Europäische Kommission kam jetzt darauf, dass Irland möglicherweise Steuervereinbarungen mit Apple getroffen hat und diese als illegal angesehen werden könnten. Ausschlaggebend hierfür sind 2 Steuervereinbarungen zwischen Apple Operations International, Apple Sales International und Apple Operations Europe, die 1990 und 2007 getroffen wurden.

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Irland ist aber nur ein Teil des Steuer-Puzzles. Auch die Niederlande spielt eine Rolle in der von vielen Firmen angewandten „Double Irish with a Dutch Sandwich“-Steuer-Strategie (Wikipedia). Gelder werden von den eigenständigen Unternehmen hin und her geschoben, um so eine geringere Steuerbelastung zu haben. Apple soll so 9 Milliarden Dollar pro Jahr sparen.

Apple selbst gab bereits im Juni eine Stellungnahme zu den Steuervorwürfen ab. PR-technisch gekonnt verwies man allerdings nur darauf, dass sich die Steuerzahlungen durch Apple in Irland seit dem Verkaufsstart des iPhone mehr als verzehnfacht haben. Allerdings sagte man auch, dass Apple keine Sonderbehandlung von Irland erhielt und die gleichen Steuergesetze greifen, die auch für zahlreiche andere Firmen in Irland gelten.

Die Europäische Kommission fordert nun von allen Beteiligten entsprechende Unterlagen, richtet sich sowohl an Irland, als auch an Apple. Einen Monat haben diese Zeit, entsprechende Dokumente einzureichen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

5 Kommentare

  1. Das Problem ist nicht Apple, oder andere große Firmen. Sondern einfach, Schlupflöcher im Steuerwesen. Als AG musst du diese nutzen, um den Gewinn für deine Anleger zu maximieren.

    Verstehe auch nicht, warum die EU sowas zu lässt. Wobei sie mit dem Mehrwertsteuerpaket schon in die Richtung gehen.

  2. Was für ein Bullshit.

  3. @jmk
    Was genau meinst Du, hast Du Dir die Cola in die Tastatur gekippt? 😉

  4. Peter Sidler says:

    Wirklich? Müssen das sie armen Firmen so machen? Werden sie gezwungen? Dann ist Apple wirklich arm dran. Im Sandwich der Anleger und Android, die arme Apple….

  5. Ich finde das ja toll das da ein Weg gefunden wurde um Große Firmen zu bevorteilen das sie keine Steuern mehr zahlen müssen.

    Schade nur das damit viele Mittelständischen Firmen arg in Bedrängnis geraten. Die müssen Steuern zahlen und können sich solche Finanztricks leider nicht leisten. A

    ber ist ja alles Absicht, die Christlich-demokratische Fraktion wird schön weiter geschmiert das da immer alles beim alten bleibt. Wo kämen wir auch hin wenn große Firmen sowas wie Steuern zahlen müssten.