Caschys Blog

Die eufyCam 2C im Testbericht

Wir berichteten davon, dass eufy, ein Unternehmen von Anker, eine neue Sicherheitslösung in Deutschland an den Start gebracht hat. Hierbei handelt es sich um die eufyCam 2C, ein System bestehend aus Base und portablen Kameras. Da ich bereits den Vorgänger, die eufyCam E (Testbericht), einsetze, habe ich mir natürlich auch das neue Modell angeschaut. Denn es gibt ja mittlerweile ein paar Unterschiede bei den einzelnen Ausführungen.

Einmal im Schnelldurchlauf, was die Base und die Kamera so können. Im Test habe ich das Grundmodell, einmal die HomeBase 2, als Basis sowie zwei Überwachungskameras:

Im Lieferumfang des Starter-Sets befinden sich Base, zwei Kameras, Schrauben, Netzteile sowie die Wandhalterungen und ein Netzwerkkabel. Die Base selber muss nämlich zur Einrichtung per Ethernet angeschlossen werden, also an euren Router, Access Point oder Switch. Am Ende könnt ihr in der App auf das WLAN wechseln. Die Verarbeitung sowohl der Base als auch der Kameras ist gut, die Base noch einen ganzen Ticken kleiner als die der E-Kamera.

Die Einrichtung geht flott vonstatten. Man benötigt die App und ein Konto. Dann kann man in der App die Base hinzufügen. Das geschieht über das Scannen eines QR-Codes. Kameras werden mit der Base über einen Sync-Button verbunden und können dann platziert werden. Der ganze Vorgang sollte nur wenige Minuten dauern, sodass die Kameras flott einsatzbereit sind.

Funktionen der eufyCam 2C: 1080p, Nachtsicht, Alarm, Zwei-Wege-Audio und ein Sichtbereich von 140°. Damit wäre ja schon fast alles gesagt. Aber: Vieles geht natürlich über die Software, sie ist das Herzstück. Wie bei allen Herstellern gibt es diverse Modi, so kann man auswählen, wie benachrichtigt wird, wenn man abwesend ist. Da es sich um Akku-betriebene Kameras handelt, ist es bei dem Einsatz im Privathaushalt vielleicht nicht zielführend, wenn man Alarme sendet oder aufnehmen lässt, wenn man daheim ist – oder ein Familienmitglied. Das nervt bei Benachrichtigungen und verkürzt die Laufzeit.

Was alles machbar ist, zeige ich einfach mal anhand von Screenshots, das gibt ein gutes Gefühl für die Software. Ich selber habe die Outdoor-Kameras auf Basis Zeit laufen, sie reagieren also nur bei Vorfällen in der Nacht. Alternativ kann man die Kameras natürlich immer „auf Trab“ halten, hier gibt es in der App dann die Möglichkeit, die Empfindlichkeit einzustellen, auch die Unterscheidung zwischen Personen und genereller Bewegung ist machbar. Das kann meine „alte“ eufyCam E nicht.

Je nach Einstellung werden die Videos dann gespeichert und ihr mobil über etwaige Bewegungen informiert. Die Videos könnt ihr als Konserve jederzeit aus der App heraus abrufen, alternativ ist auch ein Livestream möglich. Über die App habt ihr auch Zugriff auf den lokalen Speicher, sofern von euch verwendet. Hier seht ihr, wie viel Speicher verbraucht wurde, ebenso lässt sich dieser formatieren.

Der interne Speicher ist fest und 16 GB groß. Das langt eigentlich. Zu beachten ist, dass ihr im Betriebsmodus einstellen solltet, wie ihr aufzeichnet. Da gibt es die Begrenzung auf 20 Sekunden per Clip, was der Akkulaufzeit zuträglich ist. Optimale Überwachung wären 60 Sekunden pro Clip maximale Länge – alternativ gibt es die frei belegbare Option bis zu 120 Sekunden Aufnahme und einstellbaren Intervallen für die Neuaufnahme – diese kann zwischen 5 und 60 Sekunden liegen.

 

In der App kann man auch festlegen was passiert, wenn in der Dunkelheit Bewegungen erkannt werden. Die Kamera hat ein Spotlight, welches unterstützen kann. Dies ist hilfreich, wenn die Umgebung eh hell ist. Die Helligkeit des Scheinwerfers lässt sich über einen Schieberegler von 1 bis 100 auch justieren. Bei Erkennung kann ein Alarm ausgegeben werden, dieser erfolgt über die Base und ist in der Tat recht laut, das kann man auch in einem großen Haus sehr wohl hören.

Bild und Verbindungsaufbau: Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich fand ich das Bild der eufyCam 2C ausreichend scharf und klar. Die Verbindung im WLAN sowie über Mobilfunk war flott, Testalarme wurden zügig an das Smartphone übertragen. Schaut man sich das Livebild an, so hat man die Möglichkeit, über die Kamera zu kommunizieren, Screenshots oder auch Videos anzufertigen. Die Kamera bringt ein Sichtfeld von 140° und schafft es dabei, keinen großartigen Fischaugeneffekt zu liefern (außer, ihr steht direkt davor). Was immer wieder auffällt bei Kameras: Sie haben oft Probleme mit dem Gegenlicht, so auch die eufyCam 2C. Das seht ihr in meinen Beispielbildern, die ich einfach mal für sich sprechen lasse.

Bisschen schade: Die App spricht von KI-Erkennung von Gesichtern, das kann ich auch bestätigen. Nicht bestätigen kann ich, dass man Ausnahmeregelungen für bekannte Gesichter hinzufügen kann. Das behauptet die App, die HomeBase 2 unterstützt dies laut FAQ aber nicht. Auch Blödsinn.

Tagsüber

Tagsüber Zoom

Dunkelheit

Dunkelheit Flutlicht

Sonstiges: HomeKit-Support soll kommen, wird derzeit in einer Beta getestet. In der Beta: Google Assistant und Alexa. Amazon Alexa funktioniert, wie auch schon bei der eufyCam E. Befehl aufsagen und die Kamera auf dem „Big Screen“ sehen. Erfordert einen Skill, fand ich für mich aber nur wenig nützlich. Wie in den Screenshots der App zu sehen: Live-Stream in Dritt-Apps geht sowie auch das Speichern auf dem eigenen NAS – das beschrieb ich ja alles bereits. Weil gefragt wurde: Ja, man kann „alte“ E-Cams an die neue HomeBase 2 anschließen.

Absoluter Mist: Ein-Geräte-Unterstützung. Logge ich mich auf dem Tablet ein, fliege ich beim Smartphone raus – und vice versa. Das ist extrem großer Murks, da man, sofern man das vergisst, eben keine Benachrichtigungen mehr bekommt, weil man abgemeldet ist. (Update: Hier hat man mittlerweile ein Update für iOS veröffentlicht)

Was noch nervt: immer noch keine Integration von IFTTT. Sicherheitseinstellungen auf Basis der Kamera fehlen mir separiert. Denn momentan ist das „nur“ in den Einstellungen der Base zu finden. Schaut man sich in den Foren von eufy um, dann sieht man, dass Features oft verschoben werden, das ist dann als Nutzer weniger schön. Ebenso unterstützt der Eufy-Account und somit die App keine sichere Zwei-Faktor-Authentisierung. Fast ein No-Go in Zeiten, in denen die Kombination aus Nutzernamen und Passwort allein als unsicher gilt.

Eine Art Fazit? Ich bin etwas parteiisch, setze ich doch schon vier Kameras der Vorgängergeneration ein. Wie ich schrieb: Anker, bzw. eufy ist manchmal nicht ganz zuverlässig mit dem Einhalten von Zeitplänen, was irgendwelche Aussagen im Forum betrifft. Von daher sollte man bei Interesse eher auf den Ist-Zustand achten. Der ist für mich gut, sonst würde ich die Kameras, die kein Abo voraussetzen, ja nicht nutzen. Der Preis passt für mich, die Leistung ist gut. Auch bei der Version 2C. Die reicht mir von den Funktionen und der Laufzeit allemal und wäre sie vor den anderen (dem E-Modell) auf den Markt gekommen, hätte ich zu diesen gegriffen.

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