
Ab Juli 2024 werden intelligente Geschwindigkeitsassistenzsysteme (ISA) in neu auf den Markt gebrachten Fahrzeugen verbindlich. Das hat die EU-Kommission jüngst angeordnet und bezieht dies in die neue Verordnung (EU) 2019/2144 über die allgemeine Fahrzeugsicherheit mit ein. Beim ISA-System handelt es sich um eine Lösung, bei welcher der Fahrer weiterhin die volle Kontrolle über sein Fahrzeug behält, das System sogar manuell deaktivieren kann. Autohersteller können aus einer von vier Optionen wählen, wie das System in ihren Fahrzeugen integriert sein soll und vor allem, wie es unterstützt:
- Kaskadierte akustische Warnung
- Kaskadierte vibrierende Warnung
- Haptische Rückmeldung über das Gaspedal
- Geschwindigkeitskontrollfunktion
Die ersten beiden Optionen greifen nicht direkt ein, sondern geben lediglich Warnungen aus (zunächst eine optische und, falls der Fahrer nicht reagiert, eine verzögerte akustische/vibrierende Warnung), die so kurz wie möglich sein müssen, um eine mögliche Belästigung des Fahrers zu vermeiden. Die Rückmeldung über das Pedal klingt erst einmal komisch: „Es drückt den Fuß des Fahrers sanft zurück, um den Fahrer darauf aufmerksam zu machen und ihm zu helfen, langsamer zu fahren.“