EU-Kommission ermittelt gegen Meta und Google

Photo by Sara Kurfeß on Unsplash

Die EU hat (mal wieder) ein Auge auf die Großen der Branche geworfen. Im Bereich Kartellrecht leitet die Kommission nun eine Untersuchung zu mutmaßlich wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen von Google und Meta im Bereich Display-Werbung ein. Beide Unternehmen gingen 2018 eine Vereinbarung ein. Das Ergebnis soll für alle außer Google und (damals noch) Facebook selbst schlecht gewesen sein: Google behielt die Kontrolle über den digitalen Werbemarkt und Partnern blieben verbesserte Deals verwehrt.

Die für Wettbewerbspolitik zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission Margrethe Vestager erklärte dazu: „Viele Publisher greifen auf Display-Werbung zurück, um die Bereitstellung von Online-Inhalten für Verbraucher zu finanzieren. Die Vereinbarung zwischen Google und Meta, die sie „Jedi Blue“ nannten, könnte darauf abzielen, mit dem Google-Dienst „Open-Bidding“ konkurrierende Technologien zu schwächen und vom Markt für Display-Werbung auf Websites und in Apps von Publishern auszuschließen. Sollte sich dieser Verdacht im Rahmen unserer Untersuchung bestätigen, würde dies eine Beschränkung und Verzerrung des Wettbewerbs auf dem bereits konzentrierten Markt für Werbetechnologien zum Nachteil konkurrierender Technologien, von Publishern und letztlich der Verbraucher darstellen.“

Bereits 2021 ist das Ganze ans Licht gekommen, ein Bericht deckte das damals auf. So wären Google, Facebook und mehr als 20 weitere Partner Mitglieder einer Werbeallianz. Sechs der beteiligten Unternehmen hatten anonym erklärt, um ihre Geschäftsbeziehungen nicht zu gefährden, dass sie von Google zu keinem Zeitpunkt derartig lukrative Angebote erhalten hätten wie Facebook.

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