Essential PH-2 und PH-3: Designer zeigt, wie die Smartphones ausgesehen hätten

Essential hat dicht gemacht. Man war mit großen Ambitionen in den Smartphone-Markt gestartet und sorgte auch durch die Schirmherrschaft des Android-Vaters Andy Rubin für Aufsehen. Am Ende konnte man sich aber nicht mit den Platzhirschen messen. So kam letzten Endes nur ein einziges Smartphone des Herstellers, das Essential PH-1, auf den Markt. Es ist aber bekannt, dass intern an einem Nachfolger gearbeitet wurde, der nun niemals erscheinen wird. Ein Ex-Designer des Unternehmens hat nun gezeigt, wie das PH-2 hätte aussehen sollen. Auch dessen geplanten Nachfolger stellt er vor.

Kevin Hoffman arbeitete als Designer für Essential und sollte die Nachfolgemodelle des Essential PH-1 federführend gestalten. Schaut man sich nun seine Bilder des Essential PH-2 an, dann entdeckt man eine dezente Evolution. Das Smartphone sollte eine Dual-Kamera verwenden und packte den Fingerabdruckscanner abermals an die Rückseite. Auch die magnetischen Pins für Erweiterungsmöglichkeiten wären erhalten geblieben.

Das Essential PH-2 sollte nach Schutzklasse IP68 resistent gegen Staub und Wasser sein, was ein Vorzug gegenüber der ersten Generation gewesen wäre. Laut Hoffman wurde dieses Smartphone eingestampft, als bereits die zweite Runde der Engineering Validation Tests (EVT) begonnen hatte. Der Launch wäre also bereits greifbar nahe gewesen.
Hoffman gibt an, dass Andy Rubin persönlich dafür gesorgt habe, dass das Projekt begraben wurde. Er wollte sich mit Essential lieber auf die geplanten Smart-Home-Accessoires fokussieren – die aber ebenfalls am Ende doch nie erschienen sind. Da scheint also intern einiges drunter und drüber gegangen zu sein.

Oben seht ihr dann wiederum einen Entwurf des Essential PH-3. Laut Hoffman sei dies dann ein neuer Ansatz gewesen, bei dem Essential auch niedrigere Materialkosten habe erreichen wollen. Ziel war es, einen OLED-Bildschirm einzusetzen, für die Rückseite war offenbar eine Triple-Kamera in der Mache. Auch dieses Projekt wurde aber eben eingestellt – genau wie Project GEM. Das Essential PH-3 soll aber deutlich weniger weit in der Entwicklung fortgeschritten gewesen sein als zuvor das PH-2.

Tja, was sagt ihr dazu? Essential wollte sich neben den Großen wie Samsung, Huawei und Google als Player im Smartphone-Segment beweisen, scheiterte aber kläglich. Vermisst ihr den Hersteller?

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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6 Kommentare

  1. Die Designer haben es heute echt leicht, da sieht das eine Smartphone nahezu identisch aus wie das andere (Hersteller übergreifend)

    • Für mich sehen auch alle irgendwie gleich aus. Alleinig in den Materialien unterscheiden sie sich irgendwie ein bischen. Beispiel Glas, Metall, Plastik Rückseite. Aber Form, Tasten, Notch, etc alles Einheitsbrei.
      Und wo Kamera und Fingerabdruckscanner sitzen hat irgendwie nicht viel mit „Design“ zu tun.

    • Naja, man muss aber auch dazu sagen das die Barren Form sich als funktional erwiesen hat.
      Was soll der Designer auch großartig machen, solange dem Menschen nicht noch ein paar Augen und Hände zusätzlich wachsen, ist er darauf beschränkt was die Biologie hergibt.
      Sie können nur mit Material und Farben etwas hin und her experimentieren, den Rest gibt die Funktion vor. ‍♂️

  2. Ich hatte ein PH-1 und muss sagen es ist schade den es war dem iphone am nächsten, es fühlte sich sehr wertig und massiv an. Das PH-3 sieht auch sehr gut aus. Nun ja wenn bald Huawei weg brechen sollte wäre es eine gute Alternative gewesen. Samsung kommt mir nicht ins Haus und alles andere ist mir zu gross.

  3. Was soll man vermissen was nie wirklich für die Masse in Deutschland verfügbar gewesen ist?
    Hätten die Medien nicht so einen übertrieben starken Hype um diese Marke aufgebauscht, wer hätte dann überhaupt von der Existenz erfahren?
    Und war es wirklich so sinnvoll auf den Markt kommen zu wollen indem man mit einem High-End-Gerät startet? Denke das war ein großer Fehler.
    Hätte man sich daran orientiert, dass viele nach einem Gerät in der Größe eines I-Phone SE schreien und diesen Bedarf mit einem vernünftigen Gerät mit solider Technik und Update-Politik bedient, dann hätte man wohl mehr Chancen gehabt.
    Wer will etwas kaufen was extrem teuer ist und von unbekannt gefertigt wird? Ein Entwickler von Porsche kann auch bei einem Konsortium im tiefsten Russland anfangen welches beschließt hochwertige Sportwagen zu Preisen wie Porsche selbst zu bauen. Aber auch da, warum etwas unbekanntes kaufen wenn man zu diesem Preis auch gleich einen Porsche kaufen kann?
    Wiko und BQ haben es doch auch geschafft durch Einstiegsgeräte zu existieren. Die haben haben die Massen bedient und nicht versucht im High-End-Bereich zu wildern. Sogar Xiaomi, Oppo, One Plus… Die haben geliefert zu guten Preisen und überzeugt und gehen nun wo sie einen sicheren Stand haben mit ihren Preisen aufwärts.

  4. Da haben einige sich selbst überschätzende Tech-freaks viel Investoren Geld vernichtet. Sonst war doch nichts…

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