Erster Trailer zu „Wir sind die Welle“ gibt seinen Einstand

 

Ich habe bereits über Netflix kommende Eigenproduktion „Wir sind die Welle“ berichtet. Das deutschsprachige Netflix Original nimmt sich sehr lose die Buchvorlage „Die Welle“ her und verpasst der Story dann aber einen eigenen Dreh. So geht es in dem neuen Jugend-Drama eher um eine Jugendbewegung, welche gegen das System aufbegehrt, als um ein Schulexperiment wie in dem Roman-Klassiker.

Schon ab dem 1. November 2019 soll die erste Staffel der Serie mit sechs Episoden beim Streaming-Anbieter ihren Einstand geben. Man bewegt sich da inhaltlich bewusst nahe am Zeitgeist und versucht den Konflikt zwischen etablierten Stakeholdern und der jungen Generation zu thematisieren. Hauptrollen übernehmen unter anderem frische Gesichter wie Luise Befort, Ludwig Simon, Michelle Barthel, Daniel Friedl und Mohamed Issa. Für die Drehbücher zeichnet sich Jan Berger und die weiteren Autoren Ipek Zübert, Kai Hafemeister und Thorsten Wettcke verantwortlich.

Hinter der deutschsprachigen Serie steht außerdem die Rat Pack Filmproduktion (ein Tochterunternehmen der Constantin Film) in Co-Produktion mit Sony Pictures Television. Wie dabei schon der Trailer zeigt, wird Subtilität und Eleganz wohl eher nicht zum Programm gehören, da man ziemlich deutlich mit etwa fiktionalen Parteien in der Serie, wie der NfD, auf die reale Politik in Deutschland verweist. Sieht mir alles etwas zu Holzhammer-mäßig aus.

Ich bin gespannt, ob „Wir sind die Welle“ bei der offensichtlich jungen Zielgruppe ankommen wird. Ich gehöre da wohl eher nicht zur Zielgruppe, kann mir jedoch vorstellen, dass die Serie ihre Fans finden wird. Was sagt ihr zum Trailer?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Habe nach dem Trailer überhaupt nicht verstanden, worum es eigentlich geht. Ein paar holzschnittartige Asijugendliche dargestellt von Mittzwanzigern ohne erkennbares Schauspieltalent spielen vor der immergleichen abstoßenden Berlinkulisse politisch korrekte, aber inhaltslose Plattitüden runter. Aber warum? Weshalb soll man das schauen, wenn es um nichts zu gehen scheint?

    Naja, die Kommentare in YouTube sind ja auch eher verhalten bis negativ. Denke nicht, dass man von der Serie viel hören wird und das es mehr als eine Staffel geben wird.

    • Ein paar holzschnittartige Asijugendliche dargestellt von Mittzwanzigern ohne erkennbares Schauspieltalent spielen vor der immergleichen abstoßenden Berlinkulisse politisch korrekte, aber inhaltslose Plattitüden runter. Aber warum?

      >> Die Frage habe ich mir auch gestellt.. Danke!

  2. Bitte Andre, erzähl uns mehr von der Welle. Lol

  3. Der Trailer macht definitiv nicht Lust auf mehr. Ich hatte auch meine Probleme zu verstehen, worum es eigentlich geht. Gerade das Thema Klimawandel und die Jugend, die sich ihre Zukunft nicht klauen lassen will, ließe sich sicher spannend umsetzen. Der Trailer ist aber erst mal wenig vielversprechend, dazu kommt, dass man deutschen Produktionen ohnehin skeptisch gegenüber steht. Da die bisherigen deutschen Serien zumindest keine Totalausfälle waren, werde ich mal einen kritischen Blick riskieren.

    • Trailer wirkt nach ein paar Anarchoprollos die Sachschäden verursachen. „Sehr lose“, scheint so, ausser dem Wort Welle scheint der Mist nichts mit der Buchvorlage gemein zu haben. Wenn die Serie wie der Trailer ist, Daumen nach unten. Wenn sie es schaffen in dieses Gehabe eine intelligente Botschaft zu verpacken, okay, vielleicht. Stand Trailer eher Dinge, die die Welt nicht braucht.

      (Ich bin aber auch Fan des Buches und fand selbst den modernen Film dazu ganz okay)

      • Das Buch ist wirklich gut, basiert auf einer wahren Begebenheit welche sich in nur 5 Tagen abgespielt hat.
        Werde auf jeden Fall die Serie anspielen, der Film von 2008 ist ja auch nicht eine 1zu1 Umsetzung.

      • André Westphal says:

        Das Buch war auch bei mir einer der wenigen Titel, den ich im Deutschunterricht wirklich gemocht habe. Ich kenne nur den alten Film von 1981 und habe die Version von 2008 nicht gesehen. Die Netflix-Serie scheint da einfach aufgrund des Bekanntheitsgrades quasi die Marke zu nutzen, im Trailer sehe ich da sonst aber auch kaum bis keine Gemeinsamkeiten.

        So wie es aussieht, visiert man mit der Serie aber auch vor allem 12- bis 16-Jährige an und das kann ja für die Zielgruppe auch ok sein.

  4. Screensaver says:

    Wirken da Studenten von der Uni Hamburg als Statisten mit? Ich war schwer beeindruckt, wie sie vor ein paar Tagen einen Dozenten zusammengebrüllt haben. Wahnsinnige Zivilcourage. (Ironie OFF)

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