Ersteindruck: OnePlus 8 Pro – Schneller, Höher, Weiter

Während in den letzten zwei Wochen immer mehr zu den neuen Smartphones aus dem Hause OnePlus bekannt wurde, konnte ich mir vom OnePlus 8 Pro bereits einen ersten Eindruck machen. Wie auch im Jahr zuvor bietet man neben der Pro-Variante eine „abgespeckte“ Basis-Version an – der Unterschied zwischen den Versionen ist hier wieder etwas größer als noch bei den 7T-Smartphones. Doch hier soll es um die Top-Ausstattung gehen, die OnePlus derzeit auf dem Smartphone-Markt anbietet.

Preislich startet die Pro-Version des OnePlus 8 bei 899 Euro in Onyx Black (8GB RAM; 128GB Speicher), für Ultramarine Blue und Glacial Green werden 999 Euro fällig (12 GB; 256 GB). Letztere Version liegt mir hier zum Test in Glacial Green vor.

Im Schnelldurchlauf nochmal einen Blick auf die technischen Daten, welche den frühzeitigen Lesern aber sicherlich noch im Kurzzeitgedächtnis geblieben sind:

Technische Daten zum OnePlus 8 Pro
Betriebssystem OxygenOS auf Basis von Android 10
CPU Qualcomm Snapdragon 865 (1x 2,84 GHz, 3x 2,42 GHz, 4x 1,8 GHz) + Adreno 650 GPU + X55-Modem
Display 6,78 Zoll (17,22 cm) Fluid AMOLED Display, QHD+ 3168×1440 Pixel (513 PPI; 19,8:9-Verhältnis)
120 Hertz
Adaptives Display, Vibrant Color Effect, Motion Graphics Smoothing, Nachtmodus, Lesemodus, HDR10+
Speicher 8/12 GB LPDDR5 RAM
128/256 GB UFS 3.0 Flash-Speicher
Hauptkamera 48 Megapixel Sony IMX689, F/1,78 Blende, 1,12 Mikrometer Pixelgröße, OIS/EIS;
48 Megapixel Ultraweitwinkel, F/2.2 Blende, 120° Sichtfeld;
8 Megapixel Telezoom, F/2.4 Blende, OIS; (3x optischer Hybrid-Zoom)
5 Megapixel Farbfilter, F/2.4 Blende;
Phase Detection Autofokus, Laser-Autofokus, kontrastbasierter Autofokus;
Dual-LED-Blitz
Frontkamera 16 Megapixel Sony IMX471, F/2.4 Blende, Fixed Focus, EIS
Video 4K UHD 30/60 fps, 1080p 30/60 fps, 720p 480 fps Super Slo-Mo, 1080p 240 fps Slo-Mo (Hauptkamera), FHD 1080p 30 fps (Front);
HDR, RAW, Cine-Modus, Nightscape, Super Micro, Pro-Modus, Audio-Zoom (nur Pro-Modell, Farbfilterkamera (nur Pro-Modell)
Sonstiges IP68-Zertifizierung (nur Pro-Modell), Dual-SIM (Nano), NFC, Haptic Vibration Engine
Sensoren Beschleunigungssensor, Barometer, Elektronischer Kompass, Helligkeitssensor, Näherungserkennung, Gyroskop,
Laser-Sensor
Flicker-Detect-Sensor
Front RGB-Sensor
Akku Kapazität: 4510 mAh
Schnellladen 30 Watt (Warp Charge 30T mit 5V/6A);
15 Watt Power Delivery;
30 Watt Wireless-Charging (Warp Charge 30 Wireless);
Reverse Wireless Charging
Verbindungen Bluetooth 5.1 (mit aptX, aptX HD, LDAC, AAC), USB Typ C USB 3.1 Gen 1, NFC, WiFi 6 (2,4 + 5 GHz 2×2 MIMO), WiFi direkt
Sicherheit Gesichtserkennung, In-Display-Fingerabdrucksensor
Musik Stereo-Lautsprecher, Dolby Atmos
Satelliten GPS (Dual Band), GLONASS, Beidou, Galileo (Dual Band), SBAS, A-GPS
Farben Onyx Black (glossy) 8 GB / 128 GB
Glacial Green (matt) 12 GB / 256 GB
Ultramarine Blue (matt) 12 GB / 256 GB
Maße 165,3 x 74,4 x 8,5 mm
Gewicht 199 Gramm
Mobilfunk-Bänder GSM : GSM850, GSM900, GSM1800, GSM1900
WCDMA : B1, B2, B4, B5, B8, B9, B19
CDMA : BC0
Bands LTE-FDD : B1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66
LTE-TDD : B34, 38, 39, 40, 41, 42, 46
5G NSA : n1, n3, n7, n28, n78
5G SA : n78
MIMO : LTE : B1, 3, 7, 38, 40, 41
NR : n1, n3, n7, n78

Lieferumfang

Im Lieferumfang liegt neben dem Smartphone und einer durchsichtigen Hülle auch das Warp-Charge-30 Netzteil samt USB-C-Kabel (USB-A auf USB-C), mit welchem das Gerät mit bis zu 30 Watt aufladen lässt – den Wireless-Charger gilt es separat zu erwerben.

Angefasst: Die matte Rückseite des OnePlus 8 Pro weiß zu gefallen

Das OnePlus 8 Pro ist, was seine matte Oberflächenbeschichtung und auch den matten Rahmen angeht, ein wahrlicher Handschmeichler – diese weiß zu gefallen, fasst sich gut an und ist nicht sehr anfällig für das Zeigen von Fingerabdrücken. Die „grüne“ Version lässt je nach Lichteinstrahlung teilweise dann doch eher einen Türkis-Ton durchblicken. Verarbeitungstechnisch erhält man was man von einem Gerät in Premiumqualität (zu einem Premium-Preis) auch erwartet – da gibt es ganz und gar nichts zu meckern.

Der größere Kamerabuckel ist dem neuen, größeren Sensor geschuldet – das Gerät liegt ohne Hülle also nicht vollständig auf einem Tisch auf.

Erstmals angeschaltet erwartet euch auf der Vorderseite das 6,78 Zoll ((17,22 cm) große Display. Etwas kritisch war ich anfangs gegenüber des Punch-Holes. Klar ist dies, gegenüber des Full-Screen-Displays im Vorjahr, ein kleiner Rückschritt – vor allem wenn man Videos auf den gesamten Bildschirm vergrößert. Im Alltag störte ich mich jedoch nicht daran: Bei Verwendung eines Dark Themes verschwindet das Kameraloch meist vollständig oder ist sehr unauffällig – softwareseitig lässt sich dieses wie gehabt ebenfalls ausblenden. Auf der Gewinnerseite steht ein geringeres Gewicht, die vielfach-gewünschte IP-Zertifizierung sowie eine höhere Langlebigkeit, denn man spart das mechanische Pop-Up-Bauteil ein.

Display: 120 Hertz Smoothness mit bis zu 1.300 nits

OnePlus setzt wieder auf ein AMOLED-Panel von Samsung – die beworbene Farbechte macht einen guten Eindruck, hier kann auf Wunsch in den Einstellungen etwas reguliert werden. Aufgelöst wird mit QHD+ (3168×1440 Pixeln), der Unterschied zu Full HD+ ist mir bei der Benutzung nur marginal aufgefallen. Einstellungsmöglichkeiten gibt es für FHD+ oder einem dynamischen Modus, welcher zwischen FHD+ und QHD+ je nach Szenario wechselt. Anders als Samsung selbst lässt sich QHD+ auch bei Benutzung mit 120 Hertz nutzen.

Ich nutzte das OnePlus 7 Pro mit 90 Hertz, das OnePlus 7T mit 90 Hertz und parallel das OnePlus 8 mit 90 Hertz – dennoch: Das OnePlus 8 Pro war nochmal einen spürbaren Tick geschmeidiger. 120 Hertz Bildwiederholrate kommen hier also dieses Mal zum Einsatz, ich denke aber, die größeren Auswirkungen auf das Nutzererlebnis hat jedoch die Abtastrate von 240 Hertz : angetoucht und das Display reagiert wie gewünscht. Für Netflix, Prime Video, YouTube & Co hat man mit dem MEMC-Algorithmus die Möglichkeit (auf Wunsch) Bildinhalte auf 120 Bilder/Sekunde hochrechnen zu lassen. Wer derartige Algorithmen eher als „Bildverschlimmbesserer“ sieht, kann diese – wie auch den HDR-Boost – abschalten.

Den größten Alltagsnutzen konnte ich der neuen Spitzenhelligkeit von 1.300 nits abgewinnen, das OnePlus 8 Pro lässt sich auch bei der derzeit frühlingshaften Sonneneinstrahlung problemlos im Außenbereich ablesen. Einen weiteren Vorteil konnte ich an dieser Stelle dem Punch-Hole-Design abgewinnen: Die automatische Helligkeitsregulierung funktioniert signifikant besser als bei den Vorgängermodellen – manuell kann hier mit 4096-Einstellschritten gearbeitet werden. Der RGB-Sensor, der so ebenfalls auf der Vorderseite zum Einsatz kommt, ermöglicht das TrueTone-Pendant „Komforttönung“ – machte auf mich in der Benutzung einen guten Eindruck, war nicht besonders auffällig – aber Auffälligkeiten wären an dieser Stelle wohl auch eher negativ.

Mein einziger Kritikpunkt am Display ist die Krümmung zu den Seiten – sicherlich Geschmackssache, dennoch kommt es durch die gebogenen Kanten zu zusätzlichen Spiegelungen und Fehleingaben beim Festhalten des doch nicht kleinen Geräts.

Performance

Im Inneren des OnePlus 8 Pro werkelt ein Qualcomm Snapdragon 865, welcher zusammen mit dem LPDDR5-RAM von 12 GB und dem 256 GB großen UFS-3.0-Speicher performancetechnisch sein Übriges tut. Im Zusammenspiel mit dem schnellen Display ruckelt da nichts, alles ist App-technisch flott offen und lässt sich entsprechend angenehm bedienen. Die größte Limiterung bleiben da wohl die Ladezeiten von einigen Webseiten oder Apps.

Akkuverbrauch & Aufladen: Aufgeladen wird fix per Kabel oder drahtlos

Wo es Performance gibt, da wird auch Akku verbraucht: Zuhause im Wi-Fi, aber mit exorbitant langen Nutzungszeiten auf dem heimischen Balkon – Zuhausebleiben ist derzeit ja weitgehend angesagt. Ich habe also das Display schon einige Zeit auf Maximalhelligkeit beansprucht und kam dennoch mit 5 bis 6 Stunden durch den Tag. 5G-Nutzung konnte ich bisher nicht erproben.

Auch beim Wiederaufladen ist man schnell unterwegs: 30 Watt gibt es drahtlos oder per Kabel mit OnePlus‘ proprietären Lösungen. Per Kabel setzt man wieder auf Warp Charge 30T, was wirklich fix ist und in den versprochenen 20 Minuten nahezu 50% Akkuladung in das Gerät pumpt – hier haben inzwischen aber auch andere Hersteller nachgelegt und bieten zumindest an der Spitze höhere Ladeleistungen.

Endlich: Das OnePlus 8 Pro lädt nun kabellos auf. Das kabelgebundene Aufladen kommt mir nun fast „langsam“ vor, denn die kabellose Variante ist nur kaum merklich langsamer: In einer halben Stunde hatte ich hier wieder 50% auf der Akkuanzeige, nach 50 Minuten 75% und nach rund 80 Minuten war das Gerät von 0 auf 100 – das OnePlus 8 Pro wurde maximal handwarm, ein deutlich hörbarer Lüfter sprang jedoch an. Mit dem optionalen manuell oder per Zeitplan aktivierbaren Nachtmodus lädt das Gerät auch leise, dann aber eben auch enstprechend langsamer.

Abgesehen von den hauseigenen Ladelösungen hat man mit Power Delivery und Qi mit bis zu 15 bzw. 10 Watt auch Ladestandards fürs kabelgebundene und kabellose Aufladen parat – schade, dass man hier nicht optional mehr mitbringt, denn auch jene Ladestandards können höhere Ladeleistungen stemmen.

Da sich die Spule im oberen Bereich des Wireless Chargers befindet, ist dieser nur für Smartphones ausgelegt – man unterstützt wohl aber auch Qi, denn auch ein aufgelegtes iPhone hat geladen, hier wird man sicherlich aber nur maximal 10 Watt mittels Qi erreichen. Schade dass man dem Gerät einen festen Stromanschluss und kein absteckbares USB-C-Kabel spendiert. Da Reverse-Wireless-Charging unterstützt wird, konnte ich zudem meine Galaxy Buds auf der Rückseite des OnePlus 8 Pro problemlos aufladen.

Kamera

Auch bei der Kamera hat man einiges überarbeitet: 48 Megapixel gibt es nun nicht nur für den neuen Hauptsensor (IMX 689), sondern auch für die Ultraweitwinkelkamera (IMX586). Zur Erinnerung: Hier bekommt nun der Ultraweitwinkel jenen Sensor, der zuvor als Hauptsensor zum Einsatz kam. Die 48 Megapixel können voll ausgenutzt werden – hier dauert die Verarbeitung jedoch einige Augenblicke an – alternativ kann mittels Pixel-Binning-Technologie auf 12 Megapixel Fotos zurückgegriffen werden. Um aus beiden Modi einige Bilder anzuhängen gibt es bei den hochgeladenen Testfotos einige Doppelungen, da könnt ihr euch mal durchklicken und selbst vergleichen. Gerade die Ultraweitwinkel- und die Hauptkamera machten im ersten Eindruck doch einen sehr guten: Lichtstärker, scharf und mit einem großen Dynamikumfang.

Ich bin ein großer Freund der Pixel-Serie weil sie einfach nach dem Point-Shoot-Prinzip gute Ergebnisse liefern. Mit dem OnePlus 8 Pro ist man da definitiv einen Schritt weiter, sodass man auch ohne Pro-Modus oder Fokus-Spielerei gute Ergebnisse erzielt.

Neben seiner Lichtstärke fabriziert der Sony-IMX689-Hauptsensor aufgrund seiner Sensorgröße ein schönes und natürliches Bokeh. Alternativ kann ein Bokeh auch künstlich im Portrait-Modus erzeugt werden. Hier zeigten sich übliche Fehler, wie scharfe Stellen, die nicht scharf sein sollen und umgekehrt. Beim Pro-Modell konnte ich den Bokeh-Modus (zumindest den der Hauptkamera) auch für einige Objekte benutzen – also nicht nur Personen. Bei Personen sah der Portrait-Modus von Zeit zu Zeit etwas unnatürlich aus und erwirkte den Eindruck einer Bildmontage vor einen weichgezeichneten Hintergrund.

Die Lichtstärke macht sich vor allem im Nachtmodus bezahlt, hier holt man auch bei wenig Lichteinstrahlung noch einiges aus den Bildern heraus – sowohl im Ultraweitwinkel-, als auch im Weitwinkel-Modus. Man setzt nicht die Nacht in Szene sondern versucht hier die Bilder taghell zu bekommen – mehr Flair hätte meiner Meinung nach ersteres. Erstaunlich gut machten sich auch Makro-Fotos – ganz ohne dezidierte Makro-Linse.

Die größten Schwächen zeigt man beim Zoom: Farben wirken teils ausgeblichen, 3x und auch 10x ist dieser noch annehmbar. Beachtet man allerdings, dass sich hinter diesem ein gecroppter 2-fach-Zoom verbirgt, so holt man da doch erstaunlich viel raus – hier hat man jedoch die größten Einbußen im Vergleich zur Konkurrenz und in Relation zum Gesamtpaket. Der Versuch den Mond zu fotografieren glückte, hier musste ich jedoch den Autofokus ein wenig austricken.

Mit der Farbfilter-Kamera konnte ich persönlich nichts anfangen und auch die Ergebnisse fand ich nicht ansprechend, ein Beispielbild habe ich euch dennoch mal zu den Testbildern mit dazu gepackt. Ist eben eine Spielerei, werden die wenigsten nutzen – da hätte man sich ruhig auf das Wesentliche fokussieren können.

Auch bei den Videos hat man nachgearbeitet: Der Stabilisator machte in der wenigen Zeit, in der ich ihn ausprobieren konnte, einen recht guten Eindruck, hinterließ aber teils noch einen Bubble-Effekt – da bessert man sicher noch per Software-Update nach. Auch die Unterschiede der neuen HDR-Videos waren erkennbar und ließen mehr Dynamikumfang zu. Auf der Vorderseite kommt wieder dieselbe Frontkamera zum Einsatz. Jene liefert gute, aber nicht herausragende Fotos – dem einen oder anderen Selfie-Schnappschuss dürfte dies völlig ausreichen.

Sonstiges

Das Entsperren des Smartphones geht wie gewohnt flott über einen optischen In-Display-Fingerabdrucksensor – da hat sich zu den Vorgänger-Modellen nichts getan. Wahlweise bleibt auch – zumindest tagsüber – das ebenfalls flotte, wenngleich nicht ganz so sichere Entsperren mittels der Front-Kamera. Die Stereo-Lautsprecher sind gut, einen Tick kraftvoller als noch im Vorgänger, die größten Schwächen hat man hier bei den Tiefen, aber was soll so ein kleines Gerät da auch noch großartig mehr von sich geben?

Vielleicht der Vorab-Software geschuldet, aber beim Roamen im heimischen Wi-Fi hatte ich zeitweise Verbindungsabbrüche im Standby.

Um noch ein paar Worte zu OnePlus‘ OxygenOS zu verlieren: Für mich immernoch eine der liebsten Android-Formen – nahe an Stock-Android, gespickt mit einigen nützlichen Features und weiteren Personalisierungsmöglichkeiten. Sauer aufstoßen wird sicherlich einigen, dass man nun Facebook, Facebook Messenger sowie Instagram vorinstalliert. Diese sind deinstallierbar (nicht nur deaktivierbar!) und meine Nachfrage ergab, dass man damit wohl häufig installierte Apps dem Benutzer direkt bereithalten möchte. Netflix sei aus Lizenz-Gründen ebenfalls vorinstalliert.

Einen Einhandmodus, wie er in der Beta bereits getestet wird, gibt es nach wie vor nicht – und auch ein Always-On-Display ist in den Einstellungen noch nicht zu finden – hier arbeitet man ja bereits dran.

Fazit

OnePlus hat das OnePlus 8 Pro noch einen Tick schneller gemacht – und das in vielerlei Hinsicht, denn auch das drahtlose Aufladen ist wirklich fix. Vielfach gewünscht wurde dieses Feature, wie auch eine IP-Zertifizierung – da hat man auf das Nutzerfeedback gehört. Wer wohl mit einem Vorjahresmodell unterwegs ist, für den ist der Sprung hier wohl zu gering. Wer eine Neuanschaffung plant, der sollte alleine aufgrund des helleren Displays und den überarbeiteten Konnektivitätsstandards (Wifi 6 und 5G) über einen Griff zur 8er-Version nachdenken. Ja, diese hat ihren Preis und man bewegt sich aufgrund des preistreibenden Snapdragon 865 samt X55-Modem in ungewohnten Preisregionen, in welchen auch andere Hersteller unterwegs sind – ab 899 Euro geht es los.

Die Kamera machte im Ersteindruck ebenfalls einen guten Eindruck, besonders mit der Haupt- und Ultraweitwinkelkamera ist man stark unterwegs – im Zoom-Bereich haben da nach wie vor andere Hersteller die Nase vorn.

Alles in allem gibt es beim OnePlus 8 Pro wieder ein ordentliches und rundes Gesamtpaket, was Spaß in der Benutzung macht. Solltet ihr auf der Suche nach einem 5G-Smartphone sein, dann schaut es euch unbedingt nochmals näher an – falls nicht oder euer Budget geringer ist, so darf nach wie vor auch in Richtung der Vorgängermodelle geschielt werden.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

27 Kommentare

  1. Bei den Preisen für ein Smartphone bin ich definitiv raus.

    Aber es gibt ja zum Glück genügend Alternativen.

    • elknipso Alternativen, mit der exakt der selben Technik und deutlich billiger?

      • Dass es keine exakt zu 100% identische Alternative geben kann ist denke ich klar :).

        • Also gibt’s doch keine Alternative.

          • Natürlich gibt es diese. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun :).

            • Ich sehe hier für den Preis und die Hardware auch keine Alternativen.

              Es gibt sicherlich günstigere Modelle mit schlechterer Hardware und es gibt auch sicherlich teurere Modelle mit gleicher Hardware und um das noch zum Gipfel zu treiben gibt es teuerer Modelle mit schlechterer Hardware (z.b. iPhone) aber mit Sicherheit keine Alternativen.

              Wir müssen uns damit abfinden immer mehr zu bezahlen, oder aber billiger zu kaufen und billig dann in allen Belangen.

              • Alternative bedeutet erstmal nur, dass es die Möglichkeit gibt, sich zwischen zwei oder mehreren Dingen entscheiden zu können.

                Bei der Entscheidungsfindung sind weit mehr Variablen als „Hardware“ und „Preis“ beteiligt, aber manchen fehlt es da wohl an Weitsicht. Das zeigt sich auch im dritten Absatz.

                • Und einigen fehlt es wiederum an Marktwirtschaftlichen Basics. Dein wunschdenken ändert aber nichts an meiner Aussage: für den Preis und die gebotene Hardware, gibt es keine gleichwertige Alternative.

  2. Für den Preis leider zu teuer (auch das „abgespeckte 8er).
    Habe OnePlus bisher favorisiert, da es ein gutes Preis/Leistung Verhältnis hatte. (seit dem OP1)
    Mit den aktuellen Preisen werde ich wohl mal wieder andere Hersteller testen.

  3. Naja, was erwartet man wenn man nicht einen Flagship-Killer, sondern ein Flagship rausbringt? Das 1+ 8 Pro hat inzwischen alle Features, die ein Flaggschiff heutzutage haben sollte, wenn nicht noch mehr. Welchen Kompromiss hätten man eingehen sollen? Das Pro wird höchstwahrscheinlich mein nächstes Telefon, aber die 999€ tun schon weh. Auf der Oneplus-Seite gibt es am Anfang den Wireless Charger und die Buds gratis dazu. Weiß jemand ob es dieses Angebot auch bei Amazon geben wird? Da gepaart mit dem Amazon-Service wäre optimal.

  4. Ist das Onyx Black verspiegelt oder auch Matt wie das Grün? Ich kann das leider nicht auf den Pressebildern erkennen.

  5. Tedfierro Meine Glaskugel ist gerade etwas verstaubt, deswegen kann ich nicht erkennen was Amazon macht mit dem Pro…
    Ruf doch einfach an und Frage nach….

  6. Die Kamera steht raus ?
    OMG !!!!
    Ich werde nie wieder ein Gerät von denen kaufen. Bei Android Herstellern, …
    Ach so – ist gar nicht das neue I-phone ? Sorry für den Fehlalarm.

  7. Für 899€ kaufe ich ein iPhone aber kein OnePlus mit Android. Würde OnePlus den selben Support bieten wäre das etwas anderes, aber nur 3 Jahre für 899€ Ist definitiv keine Option mehr. Wenn die mal nicht auf die Schnauze fallen bei den Preisen.

    • Thorsten G. says:

      Es soll auch Leute geben, die Android Phones nicht nur kaufen weil sie preiswerter sind. Es soll sogar Leute geben, die kaufen sich ein gleich teures Samsung direkt zum Launch.

  8. Bei diesen Preisen machts wohl mehr Sinn den Vorgänger also 7 pro oder 7t Pro zu kaufen..
    Alternative das Xiaomi Mi Note 10^^

  9. Puhh.. Wenn man Wireless Charging (Das habe ich seit dem Galaxy S7 aus dem Jahr 2016!) als herausragendes Feature im Fazit aufzählt, dann sagt das schon viel aus. Genauso wie IP Zertifizierung. Hier holt Oneplus eigentlich nur endlich das nach, was schon seit Jahren Standard sein sollte.

    Ich sehe nichts was ein Gamechanger oder Innovativ wäre (Wie z.B. die Popout Cam im 7+). Kamera scheint nach wie vor ein Knackpunkt zu sein. Sehr gute Maincam und die anderen eher Standard bis Mittelmaß. Das kriegt Oneplus nciht gebacken.

    Performance war bei Oneplus noch nie ein Problem und ist es auch bei der Konkurrenz schon länger nicht mehr. Man ist bei Handys mittlerweile auch beim Punkt angekommen, wo die Mehrperformance im Alltag überhaupt nicht mehr merkbar ist. Selbst ein Snapdragon 835 bietet im Jahr 2020 noch genug Leistung. Wofür brauch ich 12GB Ram? Selbst 8GB dürften für die meisten in einem Android Phone schon Overkill sein. Was bleibt ist 5G, welches wahrscheinlich 95% der Deutschen aktuell noch nix bringt.

    Klarer Rückschritt ist die Punchhole Kamera. Hatte man mit dem 7 Pro noch das coole Feature rudert man jetzt zurück. Da würde ich mir als 7 Pro Nutzer auch Gedanken machen, ob die Kamera vielleicht doch nicht so wartungsunanfällig ist wie damals behauptet.

    Mir gefällt die Preisentwicklung im Androidbereich überhaupt nicht. Ich bin froh vor 8 Monaten ein P30 Pro für 550€ geschossen zu haben. Das Ding ist immer noch super flott, macht super Bilder, hat IP Zertifizierung und ebenfalls schnelles Wireless Charging – Dazu gibts günstiges Originalzubehör. Ich hoffe die Kiste tut mir noch mindestens 1 Jahr – Sollte es wider Erwarten Android 11 geben, vielleicht sogar noch 2.

    Alternativen sind ja rar. Oneplus, Samsung oder Xiaomi – Was anderes kann man ja fast nicht mehr kaufen, wenn man „das Beste“ will. Und da sind die Preise ja mittlerweile auch jenseits von gut und Böse. LG und Sony sind ja mittlerweile ziemlich abgesägt. Von HTC gar nicht zu reden.

    Apple war die letzten Jahre immer draußen, weil Preis/Leistung überhaupt nicht gepasst hatte. Aber bei Android Phones im 1000€ Sektor werde ich mir als nächstes Gerät vielleicht doch mal einen Apfel anschauen – Nach mittlerweile 10 Jahren Abstinenz.

    • OnePlus hat nie behauptet, dass sie Wireless Charging herausgebracht hätten und das das neue große Ding wäre. Man ist sich dessen bewusst, dass es das bei der Konkurrenz schon ewig gibt, aber die Geschwindigkeit hat dabei nicht zur eigenen Philosophie gepasst. Jetzt, mit 30W kabellosem Laden, passt es zur Philosophie von OnePlus. Und das ist einfach weit weg von allem was zum Beispiel Samsung kann und entsprechend sehr wohl ein herausragendes Feature.

      Vorher waren auch die Preise noch nicht ganz auf Flaggschiff Niveau, da müsste man Abstriche machen. Das sieht jetzt anders aus. (Fast) Keine Kompromisse mehr beim Pro Modell.
      Wer Flaggschiff haben Willy kuss Flaggschiff bezahlen, ganz einfach. Ob es schmeckt oder nicht.

      Und wenn man Mal ein OnePlus Gerät benutzt hat, erkennt man auch den Unterscheid in der Performance, der sich meiner Meinung nach eher aus der Software, als aus der Hardware ergibt.

      • Bist du von Oneplus Fanboy? Das Fazit ist von Felix und nicht von Oneplus?? Und das mit der Geschwindigkeit bzgl. Fast Charging ist doch so ein Schwachsinn seinesgleichen. Lebst du auf dem Mond? 30W Wireless Charging gibts z.B. bei Huawei schon seit dem Mate 20 Pro, welches fast 2 Jahre auf dem Buckel hat. Bei Xiaomi auch seit 2019. Also das ist kein „herausragendes Feature“ sondern einfach ein „nachziehen“. Und wenn ich so einen Käse mit „Philosophie“ lese… Die einzige Philosophie von Pete Lau ist es, sich alles so auf dem Silbertablett zurecht zu legen, dass es zu den eigenen Produkten passt. Hat man beim OP6 noch auf dicke Hose gemacht „Wir haben einen Klinkenstecker, weil unsere Community will ihn nach einer Umfrage haben! Wir hören auf euch“, war dieser Klinkenstecker nach nicht mal 6 Monaten später im 6T spurlos verschwunden und man wollte davon nix mehr wissen. Den gleichen Käse mit der IP Zertifizierung. Kostet ja sooooooooviel Geld und blabla braucht keiner.

        Ich hatte selbst Oneplus Geräte. Ich mag das OS. Es wirkt schlank und schnell. Mein letzter Daily Driver war das OP6 – tolles Gerät, bis auf die Kamera. Ich hatte auch das Oneplus 7 Pro da und direkt neben dem P30 Pro und S10+ liegen. Also glaub mir, ich kenne den „Unterschied in der Performance“ – und der ist meiner Meinung nach so marginal mittlerweile, dass er nur im direkten Vergleich auffällt.

  10. Was mir etwas unklar ist: Wieso wird hier, der US Markt (m.M.n) bevorzugt? Gibt es hier einen Grund?
    Bei uns bekommt man das OP8 Pro 8GB um 899€ in Onyx Black, Blau/Grün mit 12GB um 999€. Sprich für die außergewöhnliche Rückseite, zahlt man einfach mal drauf. Vermutlich weiß man, dass die Leute auf das glossy-black sowieso verzichten und einfach tiefer in den Geldbeutel greifen.

    In US, bekommt man das 8GB in grün um 899 Dollar, dafür schwarz/blau 12GB ab 999 Dollar und inkl. Wireless Charger und Bullets… bei uns, „kann“ man den Wireless Charger nur gewinnen…

    Mal abgesehen zu der Preis Diskussion… da fühlt man sich doch etwas ver*scht bei solch Kleinigkeiten.

    Dollar/Euro gleichzustellen ist eh ein anderes Thema…

Schreibe einen Kommentar zu Philipp Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.