Erneuerbare Energie: Apple Energy LLC möchte überschüssigen Strom verkaufen

apple logo artikel retroApple ist bekannt für seine Nutzung von grüner Energie für seine Datenzentren und Apple Stores. Der Apple Campus 2 wird da keine Ausnahme machen und ebenfalls mit Solaranlagen bestückt sein, die einen Betrieb ohne zusätzlichen Strom ermöglichen. Ganz auf die Sonne kann sich aber auch Apple nicht verlassen, bewölkte Tage, dunkle Abendstunden und auch nachts wird mit Brennstoffzellen nachgeholfen. Tagsüber produziert Apple allerdings so viel Strom, dass man diesen nun ebenfalls verkaufen möchte. Nicht einfach zu niedrigen Preisen in das Netz einspeisen, sondern natürlich zu Endkundenpreisen, denn Apple ist ja kein großer Stromanbieter.

Apple

So teilte es Apple der FERC (Federal Energy Regulatory Commission) mit, die nun darüber entscheiden muss, ob Apple den Strom an Endkunden liefern darf, oder ihn wie andere Firmen an Energiekonzerne zum Einkaufspreis abtreten soll. Durch die geringe Größe Apples in diesem Bereich sieht man in Cupertino keine Problematik mit dem Einfluss auf den Strompreis.

Da auch nicht Apple direkt, sondern Apple Energy LLC dahinter steht, könnte es mit dieser Argumentation durchaus funktionieren. Jedoch ist es auch interessant, dass Apple hierfür eine neue Unterfirma gründet. Apple irgendwann als großer Stromanbieter? Das vielleicht nicht, aber Strom wird in den nächsten Jahren auch nicht mehr nur in Haushalten benötigt, sondern auch, um Elektrofahrzeuge anzutreiben. Ladestationen wären hier zum Beispiel ein toller Empfänger für überschüssigen Strom.

Auf jeden Fall etwas, das man im Auge behalten kann, wie jedes Unternehmen wird auch Apple künftig neue Bereiche erschließen müssen, um weiter wachsen zu können. Erneuerbare Energie ist da sicherlich ein interessantes Gebiet, wenn man sie eh im Überfluss hat.

(Quelle: 9to5Mac)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Nein, die wollen nicht zu marktüblichen Preisen an Endkunden liefern. Ja, sie wollen zu marktüblichen Preisen in das Netz einspeisen. Steht schon im ersten Punkt des Filings:

    > 1. Availability. Apple Energy LLC (Seller) makes wholesale electric energy and capacity available under this Tariff to any purchaser for resale except as prohibited below.

    Ein normaler Prozess für jede grössere Firma die zeitweise zu viel Solarstrom generiert und in’s Netz einspeisen will. Mit über 200 MW wären die mit einem Schlag unter den 10 grössten Solarstromanbietern weltweit. Darum ist der ganze theoretische Quatsch um Elektrofahrzeuge auch viel zu weit hergeholt.

  2. Warum „nur“ einspeisen, gerade bei den Stromnetzen da unten. Von Apple würde ich innovative Lösungen erwarten, wie die Kombination mit Batteriespeichern oder einer Power-To-Gas-Anlage, die dann wiederum die Brennstoffzellen speisen könnte. Gerade wenn Apple Smart-Home- oder Smart-City-Konzepte ganzheitlich denkt, wären die Erfahrungen daraus enorm viel wert.

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