Energy Harvesting: Türschlösser ohne Batterie mit dem Smartphone öffnen

Wer ein smartes Türschloss nutzt, der muss ich um dessen Energieversorgung kümmern. In der Zukunft könnte das Ganze aber vorbei sein. Die Infineon Technologies AG bringt eine Lösung auf den Markt, mit der über das Mobiltelefon Schlösser geöffnet und geschlossen werden – und das ohne den Einsatz von Batterien im Schloss.

Die Anwendung zieht die dafür notwendige Energie kontaktlos aus dem Mobiltelefon. Man spricht hierbei auch von Energy Harvesting. Um das intelligente Schloss zu betätigen, muss das Mobiltelefon direkt an das Schloss gehalten werden. Über eine Nahfeldkommunikation (NFC) wird geprüft, dass das Gerät auch wirklich zum Öffnen berechtigt ist. Gleichzeitig wird Energie drahtlos an einen Kondensator übertragen, der das Schloss öffnet oder schließt. Die Sache ist, dass man hier mit der erbeuteten Energie sicherlich nicht komplexe Türschlösser oder deren große Teile bewegen kann.

Kern der Lösung ist der programmierbare 32-Bit ARM Cortex-M0 Mikrocontroller mit einem eingebetteten NFC-Frontend. Mit integrierter Energiegewinnung und H-Brücke ermöglicht der NAC1080 Kunden, miniaturisierte Smart Locks mit sehr wenigen Bauteilen auf den Markt zu bringen. Der NAC1080 verfügt über zusätzlichen integrierten AES128-Beschleuniger und einen Zufallsgenerator, um die Ver- und Entschlüsselung von Daten mit extrem niedrigem Stromverbrauch zu ermöglichen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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16 Kommentare

  1. Anonymous says:

    Geile Lösung

  2. Thomas B. says:

    iLoq hat bereits ähnliche Geräte im Angebot, bin überrascht, dass solche Systeme nicht häufiger zu finden sind.

  3. TierParkToni says:

    Warum war mir bei „Energy Harvesting“ , NFC und Infineon klar, dass das eine Beschäftigungstherapie für sonst arbeitslose ehemalige Siemens-Ingenieure ist.

    Den Begriff „Drehmoment“ für den Entriegelungsmechanismus (langes Wort für Schloss) kennen die dort nicht, somit auch die dafür benötigte Leistungsaufnahme nicht.

    Wahrscheinlich probieren die es mit Qi-Device2Device, aber auch da muss ich ungefähr 20-25 Sekunden das Handy passgenau davor halten.
    Das hab ich hier mit nem Samsung-Handy und NFC schon vor ca. 2 Jahren mal probiert (und verworfen), und die Elektronik benötigte damals nur ein paar micro-Ampere – den Löwenanteil benötigt einfach der den Riegel bewegende Motor bzw. der elektrische Türschnapper….
    Und Physik lässt sich halt auch von einem Siemens-Ingenieur nicht „überzeugen“….

    • Wenn an beiden Seiten eine Türklinke ist könnte man die nötige Energie beim betätigen der Türklinke erzeugen.

      • Ein mit Servo unterstütztes Rändelwerk könnte die Klinke freigeben… dafür braucht man nur sehr wenig Energie

      • TierParkToni says:

        Das wäre dann aber die Stärke (Patente) von Enocean – Infineon traue ich das einfach nicht zu, dazu kenne ich den Laden nur zu gut (gerade was Sicherheitstechnik und „Smart Tech“ betrifft).
        Zumal die Jungs ja von „WIRELESS Energy Harvesting“ reden, und ein Piezo braucht ja irgendwo ein Kabel, um diese Energie weiter zu geben…

    • Ein langer Text und nicht unbedingt lang drüber nachgedacht. Es reicht doch ein piezo elektronischer Bolzen (einfaches Wort für Piezoaktuatoren) welcher etwas ent-sperrt. Es steht doch nirgends dass die Klinke gedrückt wird oder die Tür geöffnet wird. Auch dein Drehmoment welches bei deinem Entriegelungsmechanismus gar nicht benötigt wird, da es ja eine lineare Bewegung ist den Bolzen zu bewegen ist eher zu vernachlässigen.

  4. Wenn (starker Konjunktiv) das in der Praxis klappt… Shut up and take my money!

  5. Tja, wäre ja auch zu einfach, die reichlich vorhandene mechanische Energie beim drehen des Schlosses oder Betätigen der Klinke abzugreifen, wie es jahrelang in Fenstergriffen usw. erprobt ist…

    Denn am Ende wir bei diesem Schloss doch eh nur ein winziger Stift bewegt, der die Mechanik verriegelt. Mehr kommt über NFC nicht raus.

  6. Ich sehe da ein Vorhängeschloss…
    Sieht jemand ein Türschloss?

  7. Ich sehe da ein Vorhängeschloss…
    Sieht jemand ein Türschloss?

  8. Das schaut nach einem hochkomplexen Schloß mit simpler Mechanik aus.
    Ein Fall der dem LockPickingLawyer Wohl nur ein müdes Lächeln entlocken wird.

    • …and we got this open.

    • Kommentarkommentierer says:

      Wohl eher das Gegenteil, Versuch doch z.B. mal das Lockpicking an einem Simons Voss ohne brutalste Gewaltanwendung! Wird sicher interessant.

      • TierParkToni says:

        Das hat aber eine Batterie – das hier von Infineon sollte ja das nicht haben.

        PS: Der Chef von VOSS wohnt hier bei uns im Ort und ist ein guter Kunde von mir – der hat auch gestern erst einmal grübelnd die Stirn gerunzelt, aber dann beim Namen „Infineon“ nur geschmunzelt….
        Infineon ist inzwischen in der Branche dafür bekannt, „alles möglich in Form einer Rakete zusammen zu bauen und später mal zu hoffen, dass das Gebilde auch fliegt – und das ohne in die Luft zu gehen… „.
        Wäre das von Enocean, gehe ich mit – ist das von Infineon, ist es reine Umweltverschmutzung …

  9. GooglePayFan says:

    Ich sehe das irgendwie am Markt vorbei entwickelt. Für den Privatkunden wird es zu teuer sein und im geschäftlichen Umfeld werden Zugangsberechtigungen über den Mitarbeiterausweis gelöst.

    Und die wenige Energie reicht auch nur um irgendwelche kleinen Türschlossschnapper freizugeben, aber nicht um halbwegs sichere Schlösser zu bewegen.

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